Stadt unterstützt ukrainische Partnerstadt Kowel mit Hilfslieferung
Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat der ukrainischen Stadt Kowel im Rahmen der Städtepartnerschaft einen aus Bundesmitteln finanzierten Kleinbus mit Rollstuhlrampe zur Verfügung gestellt.
OB Conradt (Mitte) und Mitglieder des Vereins „Help4Ukraine e.V.“ vor dem Kleinbus in Saarbrücken im Vorfeld der Abfahrt - LHS
OB Conradt (Mitte) und Mitglieder des Vereins „Help4Ukraine e.V.“ vor dem Kleinbus in Saarbrücken im Vorfeld der Abfahrt - LHS
OB Conradt (Mitte) und Mitglieder des Vereins „Help4Ukraine e.V.“ vor dem Kleinbus in Saarbrücken im Vorfeld der Abfahrt - LHS
Der Minibus kam am Freitag, 3. April, in der Partnerstadt an. Den Transport hat der Verein Help4Ukraine e.V. organisiert. Im Innenraum führte der Verein weitere Hilfsgüter mit, darunter 16 Solar-Panel zur Unterstützung der Energieversorgung vor Ort und gefüllte Mäppchen als Schulmaterial.
„Wir stehen weiterhin solidarisch an der Seite der Ukraine, unserer Partnerstadt Kowel und der Menschen in der Ukraine." Oberbürgermeister Uwe Conradt
Oberbürgermeister Uwe Conradt: „Die Lage in der Ukraine ist auch im vierten Jahr des russischen Angriffskriegs geprägt von schweren Angriffen auf die zivile Infrastruktur und die Bevölkerung. Wir stehen weiterhin solidarisch an der Seite der Ukraine, unserer Partnerstadt Kowel und der Menschen in der Ukraine. Wir helfen gerade denen, die am schwersten durch den Krieg betroffen sind: Alten und Behinderten sowie denen, die keine ausreichende Stromversorgung haben.“
Unterstützung für mobilitätseingeschränkte Menschen
Die Stadtverwaltung in Kowel organisiert einen Bürgerbus, der mobilitätseingeschränkte Menschen im Alltag unterstützt. Das Angebot richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen auf Hilfe angewiesen sind. Der Bus bringt die Nutzerinnen und Nutzer zu ihren gewünschten Zielen und erleichtert ihnen so die Versorgung und Teilhabe.
Hintergrund des Angebots ist auch die aktuelle Situation vor Ort: Durch den Krieg steigt die Zahl der verletzten und in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen. Der Bürgerbus soll dazu beitragen, ihre Versorgung und Beweglichkeit im Alltag sicherzustellen. Für diesen Zweck wird auch der Kleinbus aus Saarbrücken zum Einsatz kommen. Kowels Bürgermeister Ihor Tschaika hat sich ausdrücklich für die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt bedankt.
Unterstützung durch Förderprogramm
Das Fahrzeug wurde von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Rahmen von Hilfspaketen für ukrainische Partnerstädte bereitgestellt. Insgesamt erhielten 52 deutsche Kommunen ein solches Hilfsfahrzeug. Weitere Hilfstransporte umfassten in der Vergangenheit drei ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge der Landeshauptstadt Saarbrücken sowie einen Kleinbus und einen Multifunktionslader in enger Abstimmung mit Kowels weiterer deutscher Partnerstadt Barsinghausen.
Regelmäßiger Austausch zwischen Saarbrücken und Kowel
Saarbrücken und Kowel stehen in regelmäßigem Austausch, unter anderem per Videokonferenz. Im Jahr 2025 hat Saarbrücken Kowels Bürgermeister als Ehrengast zur Veranstaltung „80 Jahre Befreiung“ empfangen. Auch im Bereich Bildung und Kultur gibt es Kontakte: Schülerinnen und Schüler der Gebundenen Ganztagsgrundschule Dellengarten haben sich zur Weihnachtszeit per Videokonferenz sowie durch den Austausch selbstgebastelter Dekorationen mit einer Schulklasse aus Kowel vernetzt.
Der Saarbrücker Stadtrat hatte die Städtepartnerschaft mit Kowel in seinen Sitzungen vom 28. März 2023 und 16. Mai 2023 beschlossen. Bereits am 12. Juni 2023 wurde in einer Videokonferenz ein entsprechender Vertrag zwischen den Städten unterzeichnet. Der Vertrag zur Städtepartnerschaft ist ein wichtiges Instrument, um direkt und unbürokratisch Hilfe zu leisten.