Montag, 27. April 2026

Projektphase erfolgreich abgeschlossen: Haus des Ankommens geht in den Regelbetrieb über

Nach drei Jahren erfolgreicher Projektarbeit geht das Haus des Ankommens zum Freitag, 1. Mai, in den Regelbetrieb über. Aus diesem Anlass haben die Landeshauptstadt Saarbrücken und die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) am Montag, 27. April, in die Räume in der Betzenstraße 6 eingeladen.

Haus des Ankommens - htw saar

Haus des Ankommens - htw saar

Haus des Ankommens - htw saar

Bei der Veranstaltung wurden zentrale Ergebnisse der Projektphase vorgestellt und die zukünftige Rolle des Hauses des Ankommens erläutert.

Rückblick und Ausblick

Das Projekt wurde von Mai 2023 bis April 2026 in Trägerschaft der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Saarbrücken durchgeführt. Es wurde von der Europäischen Union aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes kofinanziert. Die Gesamtkosten lagen bei 1,1 Millionen Euro.

Mit dem Übergang in den Regelbetrieb geht das Haus des Ankommens in die Trägerschaft der Landeshauptstadt über. Die htw saar bleibt weiterhin Kooperationspartnerin.

In Zukunft wird die Einrichtung jährlich mit 150.000 Euro aus dem Haushalt der Landeshauptstadt Saarbrücken sowie 100.000 Euro durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit finanziert. Darüber hinaus wurden Fördermittel aus dem AMIF beantragt.

Mit dem Start des Regelbetriebs wird das Haus des Ankommens dauerhaft als wichtiger Bestandteil der Integrationsarbeit in Saarbrücken etabliert.

Oberbürgermeister Uwe Conradt: „In den Städten entscheidet sich, ob Integration und Zusammenleben gelingt. Die Kommunen benötigen Fachkräfte, auch aus dem Ausland. Sie müssen handeln und kreative Lösungen finden. Wir sind stolz darauf, dass wir das Haus des Ankommens dank des großen Engagements und der Expertise der Beteiligten innerhalb weniger Jahre realisieren konnten.“

Bürgermeisterin Barbara Meyer: „Insbesondere vor dem Hintergrund der kommunalen Finanzlage ist es als riesiger Erfolg zu werten, dass das Haus des Ankommens nach Auslaufen der Förderperiode in den Regelbetrieb überführt wird. Das Haus des Ankommens ist Teil unserer Willkommenskultur und trägt ganz konkret zu unserer Zukunftsfähigkeit bei.“

Dr. Magnus Jung, Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit: „Beim Haus des Ankommens sieht man, wie Integrationspolitik modern und zukunftsorientiert gestaltet werden kann. Es zeigt, wie durch die Zusammenarbeit verschiedener Bereiche Menschen niedrigschwellig unterstützt werden können. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel ist es wichtig, internationalen Fachkräften ein gutes Ankommen zu ermöglichen. Das stärkt auch unseren Wirtschaftsstandort. Dass das Haus des Ankommens jetzt in den Regelbetrieb übergeht, ist ein starkes Signal für nachhaltige Integrationsarbeit und eine gelebte Willkommenskultur. Mein Dank gilt allen Mitarbeitenden, die täglich internationalen Fachkräften das Ankommen im Saarland erleichtern.“

Für Professorin Dr. Charis Förster, Vizepräsidentin für Forschung, Wissens- und Technologietransfer der htw saar, zeigt „der gelungene Transfer zwischen Wissenschaft und gelebter Praxis, dass Forschung an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften untrennbar mit der gesellschaftlichen Realität verbunden ist. Das Haus des Ankommens stärkt die internationale Sichtbarkeit und Attraktivität und signalisiert einer Vielzahl von Akteuren im In- und Ausland: Die htw saar ist nicht nur ein Ort exzellenter Forschung und Lehre, sondern eine Gemeinschaft, die Verantwortung übernimmt.“

Broschüre dokumentiert die Arbeit des Hauses des Ankommens

In einer Broschüre hat das Team des Hauses des Ankommens seine Arbeit und Erfahrungen in Texten, Interviews, Bildern, Statistiken und Grafiken dokumentiert. Das trägerübergreifende Beratungsteam hat zwischen Oktober 2024 und Januar 2026 in der Betzenstraße 1.500 Beratungen in zwölf Sprachen geführt. 65 Mentorinnen und Mentoren haben 95 internationale Fachkräfte bei ihren ersten Schritten in Saarbrücken begleitet. Im Haus des Ankommens fanden 22 öffentliche Veranstaltungen, 21 Gruppeninformationsveranstaltungen und 32 offene Mentoring-Treffs statt.

Im Verlauf der Projektphase konnte ein breites Netzwerk an Kooperationspartnern aufgebaut werden. Dazu zählen die Migrationsdienste von Arbeiterwohlfahrt Landesverband Saarland e.V., Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung e.V., DRK Landesverband Saarland e.V. und Diakonie Saar gGmbH sowie das Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbh, die Handwerkskammer des Saarlandes und die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung, die aktiv in der Beratung mitgearbeitet haben. Das kooperative Konzept wird auch in Zukunft ein besonderes Merkmal des Hauses des Ankommens sein.

Über die Einrichtung

Das Haus des Ankommens ist eine zentrale Anlaufstelle für Neuzugewanderte, besonders für internationale Fachkräfte. Ziel ist es, das Ankommen in der Stadt zu erleichtern und von Anfang an die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern.

An vier Tagen pro Woche erhalten Ratsuchende Unterstützung in mehreren Sprachen zu Themen wie Alltag, Arbeit und Leben. Gleichzeitig vernetzt das Haus Verwaltung, Beratungsstellen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, bündelt Informationen und vermittelt weiter.

Durch die Verbindung von praktischer Integrationsarbeit und wissenschaftlicher Begleitung werden die Angebote kontinuierlich weiterentwickelt. Das Haus leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung, zu mehr Chancengleichheit und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Weitere Informationen gibt es unter www.saarbruecken.de/haus-des-ankommens.