Jetzt anmelden: Fachtagung „Superdivers“ am 6. März
Die Landeshauptstadt Saarbrücken veranstaltet am Freitag, 6. März, die Fachtagung „Superdivers – Kinder und Jugendliche als Motoren des Wandels im Quartier“.
Jugendliche in der Stadt - ©surprisingMedia, Pixabay
Jugendliche in der Stadt - ©surprisingMedia, Pixabay
Jugendliche in der Stadt - ©surprisingMedia, Pixabay
Die Veranstaltung thematisiert, wie Kinder und Jugendliche in einer vielfältigen Gesellschaft aufwachsen und Quartiere mitgestalten. Eine Anmeldung ist bis Dienstag, 4. März, unter https://eveeno.com/superdiversitaet über ein Online-Formular möglich.
Was bedeutet Superdiversität?
Der Begriff der Superdiversität beschreibt eine gesellschaftliche Realität, in der klassische Kategorien wie Herkunft, Geschlecht oder Religion nicht mehr ausreichen, um Lebenslagen zu erklären. Unterschiede innerhalb dieser Gruppen haben stark zugenommen. In ihrem Buch „Kinder – Minderheit ohne Schutz“ sprechen die Autoren Aladin El-Mafaalani und Sebastian Kurtenbach von „superdiversen“ und „fragmentierten“ Kindheiten. Kinder wachsen heute unter sehr unterschiedlichen, teils ungleichen Bedingungen auf – mit weitreichenden Folgen für ihre gesellschaftliche Teilhabe.
Ablauf der Veranstaltung
Begrüßt werden die Teilnehmenden von Dr. Sabine Dengel, Dezernentin für Bildung, Kultur und Jugend der Landeshauptstadt Saarbrücken, und Eric Haßdenteufel, Dezernent für Jugend, Gesundheit, Arbeit und Soziales des Regionalverbandes Saarbrücken. Die Moderation übernimmt Emilie Iliza-Burg vom Antidiskriminierungsforum Saar.
Die Keynote hält Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach, Professor für Sozialpolitik. In seinem Vortrag „Superdiverse und fragmentierte Kindheiten: Was folgt daraus für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Sozialraum und Nachbarschaft?“ beleuchtet er zunächst die gesellschaftlichen Veränderungen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. Darauf aufbauend stellt er die zentrale Frage, welche Konsequenzen sich daraus für die Praxis ergeben.
Im Anschluss an die Keynote vertiefen drei praxisorientierte Workshops zentrale Themen. Freie Plätze gibt es noch für die Workshops:
- Sprache(n) als Brücke – Mehrsprachigkeit gemeinsam gestalten: Wie kann Mehrsprachigkeit als Ressource verstanden und aktiv gestaltet werden? Wie können Jugendliche eigene Sprachprojekte entwickeln und umsetzen? (Leitung: Maria Ringler)
- Frei-Räume?! – Partizipative Arbeit mit Jugendlichen: Wie können Räume echter Mitgestaltung geschaffen werden? Welche Hürden bestehen und welche Formate haben sich bewährt? (Leitung: Sabine Ricken und Timo Seidel, der jugendclub)
Den Abschluss bildet eine sogenannte Fishbowl-Diskussion unter dem Titel „Superdivers – superschwierig?“, in der Wissenschaft und Praxis miteinander ins Gespräch kommen und Erkenntnisse des Tages gemeinsam reflektieren. Eine Fishbowl-Diskussion ist ein Gesprächsformat für größere Gruppen. Ein kleiner Kreis diskutiert in der Mitte, die übrigen Teilnehmenden hören zu. Wer sich beteiligen möchte, nimmt auf einem freien Stuhl im inneren Kreis Platz.
Die Fachtagung versteht Kinder und Jugendliche nicht nur als Adressatinnen sozialer Angebote, sondern als aktive Gestalterinnen ihrer Quartiere. Ziel ist es, neue Impulse für eine gerechtere und partizipativere Praxis in Sozialraum und Nachbarschaft zu setzen.