Mittwoch, 21. Januar 2026

„Aktion Wasserzeichen“: Förderung der Ableitung von Regenwasser

Die Landeshauptstadt Saarbrücken fördert im Rahmen der „Aktion Wasserzeichen“ auch 2026 verschiedene Maßnahmen zur Rückhaltung, getrennten Ableitung und Versickerung von Regenwasser.

Rasengittersteine. - FotoSabine / Adobe Stock

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„Wir begrüßen die Entscheidung des Landes, die Attraktivität des Förderprogramms zu verbessern." Baudezernent Patrick Berberich

Das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz hat das Förderprogramm bis März 2029 verlängert und die Fördermittel erhöht. Eigentümerinnen und Eigentümer können für die Förderung einen Antrag beim Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE) stellen.

Baudezernent Patrick Berberich: „Wir begrüßen die Entscheidung des Landes, die Attraktivität des Förderprogramms zu verbessern, um eine höhere Anzahl an Maßnahmen für eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung zu generieren.“

ZKE-Werkleiterin Simone Stöhr: „Bereits seit 2021 unterstützt die Landeshauptstadt Hauseigentümerinnen und -eigentümer, die Maßnahmen ergreifen, um Regenwasser natürlich abzuleiten oder versickern zu lassen. Denn es ist ökologisch sinnvoll und spart Kosten. Wir freuen uns, dass das Land dieses Engagement auch zukünftig bezuschusst.“

Anschluss an Mischwasserkanalisation Voraussetzung

Die Förderung können ausschließlich Bürgerinnen und Bürger nutzen, deren Grundstück an eine Mischwasserkanalisation angeschlossen ist. Bei dieser Form der Kanalisation fließen Regenwasser und Schmutzwasser in einen gemeinsamen Kanal.

Gefördert werden die Entsiegelung von Flächen und die Versickerung von Niederschlagswasser auf dem eigenen Grundstück. Auch die Rückhaltung von Regenwasser, beispielsweise durch eine Zisterne mit gedrosselter Einleitung in den Kanal, sowie die getrennte Ableitung in ein Gewässer werden bezuschusst.

Förderbeträge erhöht

Die Förderung wurde erhöht und beträgt nun 20 Euro pro Quadratmeter umgewandelter Fläche, jedoch nicht mehr als die tatsächlichen Kosten. Für den Einbau von Retentionszisternen und die Einrichtung einer Dachbegrünung erhalten Bürgerinnen und Bürger 40 Euro pro Quadratmeter abgekoppelter Fläche. Der eigene Arbeitsaufwand wird mit 15 Euro pro Stunde gefördert. Baulückenschließungen werden als Neubau anerkannt.

Entlastung von Kläranlagen und Starkregenschutz

Eine natürliche Versickerung von Regenwasser im Boden trägt dazu bei, dass oberflächennahe Erdschichten nicht austrocken. Regenwasser, das vermischt mit Schmutzwasser in den Kanal abfließt, belastet hingegen unnötig die Kläranlage, da es nicht gereinigt werden muss. Eine Abkopplung des Regenwassers vom Kanalsystem macht die Kläranlagen leistungsfähiger und kann einer Überlastung der Kanäle bei Starkregenereignissen vorbeugen.

Antragstellung beim ZKE

Es empfiehlt sich, vor dem Antrag beim ZKE nachzufragen, ob das Grundstück an die Mischkanalisation angeschlossen ist. Dies ist nicht in allen Stadtteilen der Fall. Unter der Telefonnummer +49 681 905-7276 oder per E-Mail an zke-foerderung@saarbruecken.de können sich Bürgerinnen und Bürger individuell beraten lassen. Weitere Informationen zum Förderprogramm und den Antrag finden Interessierte unter www.zke-sb.de/foerderung.

Alle Hausbesitzerinnen und -besitzer können Gebühren sparen

Unabhängig von der neuen Fördermöglichkeit können alle Eigentümerinnen und Eigentümer in Saarbrücken Flächen auf ihrem Grundstück entsiegeln und dadurch Niederschlagswasser-Gebühren sparen.

Diese Gebühr wird für die Einleitung von Regenwasser in die öffentliche Kanalisation erhoben, da für deren Bau und Unterhaltung Kosten anfallen. Für Niederschläge, die auf natürliche Weise im Boden versickern, muss keine Gebühr gezahlt werden. Die Gebühr bemisst sich deshalb nach den bebauten und versiegelten Flächen eines Grundstücks, von denen Niederschlagswasser in die öffentliche Kanalisation gelangt.

Weitere Informationen dazu gibt es unter www.zke-sb.de/abwasser_sparen.