Freitag, 6. Dezember 2019

Landeshauptstadt schließt Projekt PatchWorkCity erfolgreich ab

Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat das Projekt PatchWorkCity erfolgreich abgeschlossen.

Projekt PatchWorkCity - Martina Meyer

Projekt PatchWorkCity - Martina Meyer

Projekt PatchWorkCity - Martina Meyer

Rund 1000 Menschen haben sich von 2017 bis 2019 an Veranstaltungen, Workshops und öffentlichkeitswirksamen Aktionen beteiligt. Das Projekt wurde mit 100.000 Euro gefördert, als Pilotprojekt im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

„Für Saarbrücken als moderne, zukunftsorientierte Stadt gehört ein zeitgemäßer Umgang mit Vielfalt und Einwanderung ganz selbstverständlich dazu“, erklärt Oberbürgermeister Uwe Conradt. „Es ist bemerkenswert, wie viele neue Impulse unsere Stadtverwaltung gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus Saarbrücken im Projekt PatchWorkCity gesetzt hat. Die Projektförderung durch den Bund geht nun zwar zu Ende. Die Idee von PatchWorkCity, das gemeinsame Gestalten von Vielfalt in immer wieder neuen Formen und Bündnissen, wird zweifellos weiter wirken.“

"Die Idee von PatchWorkCity wird weiter wirken."
Oberbürgermeister Uwe Conradt

Ankunftsgebiete müssen im Fokus stehen
Im Projekt PatchWorkCity hat sich die Stadtverwaltung intensiv mit den Veränderungen in Saarbrücken durch Migration und Vielfalt beschäftigt. Dabei hat sie mit Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft, Behörden, Zivilgesellschaft und Kultur zusammengearbeitet.

Im Mittelpunkt standen die Gebiete in Saarbrücken, die besonders stark von Einwanderung betroffen sind. Für die Stadt übernehmen diese so genannten Ankunftsgebiete wichtige Integrationsleistungen, zugleich sind sie auf Unterstützung angewiesen. Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen aus dem Projekt: Die Ankunftsgebiete müssen für alle Menschen, die dort leben, besonders gestärkt und stabilisiert werden.

Im letzten Projektjahr 2019 lag der Schwerpunkt des Projekts PatchWorkCity beispielhaft auf Burbach. Es gab Coaching und Fortbildung für soziale Einrichtungen, Schulen und Kitas. Veranstaltungen wie die Kunstaktion „Traumfänger“, die „Parade der Vielfalt“ beim Orientalischen Markt und das „Picknick am laufenden Meter“ haben Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammengeführt und miteinander ins Gespräch gebracht.

Neue Broschüre: „Ankunftsgebiete stärken“
Zum Abschluss des Projekts PatchWorkCity hat die Landeshauptstadt eine 32-seitige Broschüre veröffentlicht. Der mit vielen Beispielen und Bildern illustrierte Leitfaden „Ankunftsgebiete stärken“ fasst die zentralen Erkenntnisse aus dem Projekt zusammen. Er ist in gedruckter Form erhältlich und steht zusätzlich unter www.saarbruecken.de/patchworkcity zum Download bereit.

In dem Leitfaden geben Martina Meyer, Veronika Kabis und Frank Schmitz aus den beteiligten Ämtern der Stadtverwaltung theoretische und praktische Anleitung zur Stärkung von Ankunftsgebieten. Sie zeigen unter anderem auf, welche große Rolle die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Akteuren vor Ort sowie Anwohnerinnen und Anwohnern spielt. Nur gemeinsam können wichtige Projekte wie die geplante Bildungswerkstatt auf dem Kirchberggelände in Malstatt zustande kommen. Das Autorenteam erklärt außerdem, wie regelmäßige Stadtteilkonferenzen und Gemeinwesenprojekte einen Stadtteil stärken und mit welcher Strategie sich Konflikte verträglich für alle Beteiligten lösen lassen können.   

Der Leitfaden ergänzt die Broschüre „Vielfalt ins Gespräch bringen“, in der zahlreiche in der Kampagne PatchWorkCity erprobte Dialogformate beschrieben sind. Von April bis Juni 2018 haben rund fünfzig Veranstaltungen und Aktionen stattgefunden: vom „Teppich der Vielfalt“ über die PatchWorkCity-Hymne bis zu Dialogveranstaltungen zum Zusammenleben der Religionen und Aktionen im öffentlichen Raum. Die Kampagne ist auch in einem Film anschaulich dokumentiert.

Bundesweite Aufmerksamkeit für PatchWorkCity
PatchWorkCity ist bundesweit auf große Resonanz gestoßen. Der innovative Ansatz des Projekts wurde zum Beispiel mit einem ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand“ des Bundesinnenministeriums ausgezeichnet. Die Saarbrücker Erfahrungen fließen außerdem in die Entwicklung des neuen Nationalen Aktionsplans Integration des Bundes ein.

Kontakt: Landeshauptstadt Saarbrücken, Amt für Entwicklungsplanung, Statistik und Wahlen, martina.meyer@saarbruecken.de, Telefon: +49 681 905-3216, www.saarbruecken.de/patchworkcity