Common Ground - Über Grenzen mitgestalten!

Ein Pilotprojekt für deutsch-französische Bürgerbeteiligung

Pilotprojekt für deutsch-französische Bürgerbeteiligung am grenzüberschreitenden Entwicklungskonzept für den Eurodistrict SaarMoselle gestartet. Eine Kooperation der Landeshauptstadt Saarbrücken und des Gemeindeverbands Forbach.

Unsere Region SaarMoselle neu denken - Reden Sie mit!

Die Projektpartner "Common Ground" beim Kick-off in Forbach - CAFPF

Die Projektpartner "Common Ground" beim Kick-off in Forbach - CAFPF

Die Projektpartner "Common Ground" beim Kick-off in Forbach - CAFPF

Am Mittwoch, 23. November, ist bei einem Kick-off in Forbach ein neues Pilotprojekt der Landeshauptstadt Saarbrücken und des Gemeindeverbands Forbach zur Bürgerbeteiligung an der räumlichen Entwicklung des Eurodistricts SaarMoselle gestartet.

Im Rahmen des Projekts „Common Ground – Über Grenzen mitgestalten!“ sollen Bürgerinnnen und Bürger aus Saarbrücken und dem Gemeindeverband Forbach die Entwicklung und Gestaltung des gemeinsamen Grenzraumes im Eurodistrict SaarMoselle in den kommenden Jahren begleiten. Mit dem Kick-Off haben die vorbereitenden Arbeiten dafür begonnen, wobei inhaltliche Schwerpunkte des Projektes konkretisiert wurden. Im Frühjahr 2023 wird eine Öffentlichkeitskampagne den Startschuss für die eigentliche Beteiligung und erste Aktionen geben.

Bürgermeinungen sollen in Entwicklungsplanung des Eurodistricts SaarMoselle einfließen

Einzelne Schwerpunktthemen wie unter anderem die Zukunft der Mobilität können im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Beispiel in Bürgerdialogen, Workshops oder digitalen Beteiligungsformaten bearbeitet werden. Parallel sollen die Bürgerinnen und Bürger auch Gelegenheit dazu haben, ihre Sicht auf die grenzüberschreitenden Beziehungen zu schildern. Dieses Meinungsbild kann eine Basis für die weitere Entwicklungsplanung im grenzüberschreitenden Raum bilden.

Aufbauend auf den Erfahrungen, die bis 2025 im Pilotprojekt gemacht werden, kann eine dauerhafte Beteiligungsstruktur für den Eurodistrict entstehen.

Ziel ist es, erstmals einen deutsch-französischen Bürgerbeirat ins Leben zu rufen, der eigene Projektideen zu grenzüberschreitenden Planungs- und Entwicklungsprozessen entwickeln soll, um so Lösungen für Hemmnisse im Alltag der Grenzregion zu finden.

Mehrere deutsch-französische Partner beteiligt

Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat sich zusammen mit dem Gemeindeverband Forbach und den zivilgesellschaftlichen Partnern EUROP’Age SaarLorLux e.V. und dem „Conseil de Développement“ im Gemeindeverband Forbach erfolgreich um die Projektförderung beworben. Weitere Partner sind der Eurodistrict SaarMoselle und der Regionalverband Saarbrücken.

Am 27. September hat der Saarbrücker Stadtrat der Umsetzung des Projektes zugestimmt. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 267.000 Euro. Die Robert-Bosch-Stiftung unterstützt das Projekt mit einer Förderung von etwa 210.700 Euro.

Das auf Beteiligungsverfahren spezialisierte Nexus-Institut aus Berlin und das ComX-Institut aus Bochum begleiten die weitere Umsetzung fachlich und wissenschaftlich.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch Oberbürgermeister Uwe Conradt und den Präsidenten des Gemeindeverbands Forbach Jean-Claude Hehn - LHS

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch Oberbürgermeister Uwe Conradt und den Präsidenten des Gemeindeverbands Forbach Jean-Claude Hehn - LHS

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch Oberbürgermeister Uwe Conradt und den Präsidenten des Gemeindeverbands Forbach Jean-Claude Hehn - LHS

COMMON GROUND - "REALLABOR FÜR EIN BÜRGERNAHES EUROPA"

"Dank des Engagements der Robert-Bosch-Stiftung können wir Neuland betreten, weil es grenzüberschreitende Beteiligung in dieser Form und Dimension noch nicht gegeben hat.“ Oberbürgermeister Uwe Conradt

Auch auf politischer Ebene erhält das Projekt großen Zuspruch: Oberbürgermeister Uwe Conradt, Vizepräsident des Eurodistricts SaarMoselle: „Immer wieder wird unsere Region als ein Reallabor für ein bürgernahes Europa bezeichnet. Bei der Ausarbeitung des zukünftigen Agglomerationskonzeptes für den Eurodistrict SaarMoselle möchten wir von Anfang an eine grenzüberschreitende bürgerschaftliche Beteiligung erproben. Dank des Engagements der Robert-Bosch-Stiftung können wir Neuland betreten, weil es grenzüberschreitende Beteiligung in dieser Form und Dimension noch nicht gegeben hat.“

Jean-Claude Hehn, Präsident des Gemeindeverbands Forbach und Bürgermeister von Alsting, bewertet das Vorhaben als experimentelles Projekt, das auf die aktuelle Situation reagiere. Aus seiner Sicht solle es dazu dienen, die demokratische Debatte auf beiden Seiten der Grenze wieder anzuregen und die Ideen aufzunehmen, die den Menschen für die Entwicklung des gemeinsamen Lebensraums wichtig sind.

So können Sie sich mit Ihren Ideen beteiligen:

Common Ground - Bürgerbeteiligung - nexus

Common Ground - Bürgerbeteiligung - nexus

Common Ground - Bürgerbeteiligung - nexus

  • Sie wohnen in Saarbrücken oder im Gemeindeverband Forbach?
  • Sie interessieren sich für unsere Nachbarn und das gemeinsame Zusammenleben?
  • Sie haben Lust, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern auf beiden Seiten der Grenze innovative Ideen für den Raum SaarMoselle zu entwickeln und auszutauschen?

Dann machen Sie mit beim ersten deutsch-französischen Bürgerbeirat!

 

Ansprechpartnerin Common Ground

Lisa-Marie Oevermann
Ansprechpartnerin Common Ground

Telefon: +49 681 905-1420
Fax: +49 681 905 2098
E-Mail: common-ground@saarbruecken.de

Das Programm Common Ground

Logo Common Ground - Robert Bosch Stiftung

Logo Common Ground - Robert Bosch Stiftung

Logo Common Ground - Robert Bosch Stiftung

Regionen, die Nachbarstaaten verbinden – Grenzregionen – sind besondere Räume, die viel Potenzial bieten. Doch obwohl sich die grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen Deutschland und seinen Nachbarstaaten intensiviert haben, hemmen unterschiedliche Verwaltungsstrukturen die gemeinsame Gestaltung der Regionen. Common Ground fördert die grenzübergreifende Beteiligung der Bevölkerung an der Gestaltung ihrer Region.

Acht deutsche Grenzregionen, die aufgrund ihrer engen Verflechtungen viel Potenzial zur Stärkung der Demokratie, des grenzübergreifenden Miteinanders und des Zusammenhalts in Europa haben, werden von der Robert-Bosch-Stiftung über drei Jahre bei der Entwicklung und Ausgestaltung von Beteiligungsprozessen mit ihrer Bevölkerung fachlich, methodisch und finanziell unterstützt.

 

Das Kooperationsgebiet Eurodistrict SaarMoselle

Hin zu einem entgrenzten europäischen Gemeindeverband

Der Eurodistrict SaarMoselle existiert seit 2010 als Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ). Er umfasst sechs deutsche und französische Gemeindeverbände mit rund 170 Städten und Gemeinden, in denen ca. 650.000 Menschen leben, sowie zwei assoziierte Gemeindeverbände.

Der Eurodistrict fördert und entwickelt die deutsch-französische grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen von Projekten in verschiedenen Feldern, von Zweisprachigkeit, über Gesundheit hin zu Wirtschaftsentwicklung, Mobilität und Raumplanung.  

Die langfristige regionale Zukunftsvision ist ein kommunal verfasster europäischer Gemeindeverband mit gleichen Lebensbedingungen, einer einheitlichen Verwaltung und Institutionen auf deutscher und französischer Seite.

Partner und Sponsoren:

Logo LHS
Logo Communauté d'Agglomération Forbach Porte de France
Logo Europ'age e.V.
Logo Eurodistrict SaarMoselle
Logo Regionalverband Saarbrücken
Logo RBSG