Tipps zum Umgang mit Fake News

Falschmeldungen - so genannte Fake News - waren bereits vor der Corona Krise ein großes Problem. Dank der sozialen Medien verbreiten sie sich immer häufiger und immer schneller. Wurden sie schon mal in die Welt gesetzt, ist die Eindämmung von Fake News nur schwer möglich. Viele Falschmeldungen sollen gezielt Panik auslösen.

Hier gibt es Tipps, wie Sie Falschmeldungen - nicht nur während der Corona-Pandemie - entlarven können. 

Fake News - Pixabay/Pixel2013

Fake News - Pixabay/Pixel2013

Fake News - Pixabay/Pixel2013

Fake news erkennen

Sind Informationen nur vage oder unvollständig, dann ist eine gesunde Skepsis angebracht. Damit Sie „Fake News“ erkennen, sollten Sie folgende Punkte hinterfragen:

  1. Woher stammt die Info?
    Hier hilft es, den Verfasser der News genauer anzusehen.
  2. Welche anderen Beiträge des Urhebers gibt es?
  3. Sind die bisherigen Beiträge glaubhaft?
  4. Gibt es Belege für die Information?
  5. Wird die Nachricht über andere (größere Medien) verbreitet?
  6. Was ergibt die Online-Recherche zu diesem Thema?
  7. Wie aktuell ist die Nachricht?

Auch unklare Autoren, also wenn die Herkunft der Information nicht eindeutig geklärt ist, kann ein Indiz für Fake News sein. Wer ist der angebliche Experte wirklich, der zitiert wird? Gleiches gilt auch für unklare Quellen und Zitate, bei denen nicht nachvollzogen werden kann, wer sie tatsächlich gesagt hat. Auch veraltete Quellen, die nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen, werden zu Falschmeldungen.

 

Nutzen Sie nur fundierte Quellen

Zeitungen - Congerdesign / Pixabay

Zeitungen - Congerdesign / Pixabay

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Verlässliche Quellen nutzen

Es ist sehr wichtig, sich nur aus verlässlichen Quellen über den Fortgang der Coronavirus-Pandemie zu informieren.

Stop - Pixabay/stux

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Fake News bekämpfen

Derzeit werden viele Falschmeldungen und Gerüchte zum Coronavirus verbreitet. Hier kann man helfen, diese zu finden und aufzuklären!

Beispiele für Fake News zu Corona

  • Ibuprofen verschlimmert den Krankheitsverlauf

    Eines der hartnäckigen Gerüchte dieser Kriste ist, dass die Einnahme von Ibuprofen den Verlauf von Corona verschlimmert. Die Gefahr: Glauben viele Menschen diese Falschinformation, kaufen sie im Ort so lange Alternativmedikamente wie z.B. Paracetamol, bis die Apotheke keins mehr hat. Problematisch wird es, wenn der Nachschub aufgrund der extrem hohen Nachfrage nach einem bestimmten Medikament nicht mehr gewährleistet ist.

    Die Universität in Wien nutzt z.B. in diesem Zusammenhang jede seriöse Plattform um zu dementieren, dass die Meldung, Mediziner ihrer Uni hätten herausgefunden, dass Ibuprofen eine Corona-Lungenerkrankung verschlimmert auch nur den geringsten Wahrheitsgehalt hat.

  • Lebensmittelläden schließen bald

    Während der verschärften Ausgangsbeschränkungen und der Schließung der Geschäfte kam auch die Meldung auf, dass demnächst selbst die Lebensmittelgeschäfte schließen würden. Dies führte zu unnötigen Hamsterkäufen, was wiederum zur Folge hatte, dass bestimmte Produkte wie Mehl, WC-Papier und Hefe nicht immer in allen Geschäften vorrätig waren.

  • Forscher fanden heraus … Ärzte warnen

    Obwohl mittlerweile auch die sozialen Medien wie Facebook und Instagram bemüht sind, Falschmeldungen zu stoppen und mit Verlinkungen zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Weltgesundheitsorganisation WHO für einen fundierten Informationsfluss sorgen, gibt es dennoch geschlossene WhatsApp-Gruppen als beliebte Plattform des Austausches über das Gemeindeleben. 

    Dort verbreiten sich unkontrolliert Gerüchte und Fake News, die oft gespickt sind mit vermeintlich sicheren und seriösen Quellen, wie etwa "Forscher haben festgestellt....Ärzte warnen.... und so weiter. Der genaue Absender bleibt in den meisten Fällen gezielt unklar. Nehmen Sie nicht direkt Ratschläge an, die von einem vermeintlichen Experten kommen - fragen Sie lieber kritisch nach!

Helfen Sie mit

Sie können bei der Verbreitung von Falschmeldungen aktiv mitwirken. Weisen Sie sofort auf Falschmeldungen hin, sobald diese auftauchen. Je schneller alle gemeinsam gegensteuern, desto weniger wird sich die falsche Information verbreiten. Gerade junge Menschen sollten dafür ein sensibles Gespür entwickeln.

Jeder von uns sollte sehr vorsichtig damit sein, Informationen zu teilen. Denn eine geteilte Meldung, die nicht als 100% gesichert gilt, verbreitet sich auf diese Weise weiter. Hier ist auch, gerade im Zusammenhang mit Corona, die Zusammenarbeit mit den lokalen Medien von großer Bedeutung. Wichtig ist auch andere Personen und auch andere Institutionen (z.B. die Vereine im Ort) darauf aufmerksam zu machen, wenn man selbst oder jemand anderes Teil von Falschmeldungen sind.

Weitere zuverlässige Quellen

Saarland

Aktuelle Verfügungen, Fallzahlen und weitere wichtige Informationen zur Corona-Pandemie im Saarland gibt es unter

www.corona.saarland.de

Gesundheitsamt

Hinweise zum Corona-Virus, aktuelle Fallzahlen und wichtige Infos gibt es beim Gesundheitsamt des Regionalverbandes. 

 

https://www.regionalverband-saarbruecken.de/corona/

Robert-Koch-Institut

Aktuelle Infektionsfälle, Risiko-Einschätzung und Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt es beim RKI.

 

http://www.rki.de