Verleihung der Bürgermedaille 2016

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hat am 2. Dezember 2016 die Bürgermedaille an Saarbrücker Bürgerinnen und Bürger vergeben. 

Von links: Bernd Reutler, Stephan Manstein, Axel Hagedorn, OB Charlotte Britz, Veronika Häfele-Zumbusch, Wolfgang Edlinger, Ilona-Maria Kerber, Dr. Armin Kuphal

Von links: Bernd Reutler, Stephan Manstein, Axel Hagedorn, OB Charlotte Britz, Veronika Häfele-Zumbusch, Wolfgang Edlinger, Ilona-Maria Kerber, Dr. Armin Kuphal

Die Bürgermedaille der Landeshauptstadt Saarbrücken kann als Zeichen der ehrenden Anerkennung an Persönlichkeiten und/oder Vereinigungen verliehen werden, die sich über die Erfüllung beruflicher oder satzungsgemäßer Aufgaben hinaus in politischer, wissenschaftlicher, künstlerischer, sozialer, wirtschaftlicher, sportlicher oder anderer Weise für das Wohl der Stadt ausgezeichnet und damit um die Stadt in außerordentlicher Weise verdient gemacht haben.

Das Vorschlagsrecht haben die Oberbürgermeisterin und die Fraktionen im Stadtrat. Über die Verleihung der Bürgermedaille entscheidet der Stadtrat in geheimer Abstimmung in nichtöffentlicher Sitzung. Die Entscheidung bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Ratsmitglieder.

Die Bürgermedaille wird seit 2010 alle zwei Jahre verliehen. 

Veronika Häfele-Zumbusch

OB Britz überreicht Veronika Häfele-Zumbusch die Bürgermedaille

OB Britz überreicht Veronika Häfele-Zumbusch die Bürgermedaille

Genau 20 Jahre lang, von 1996 bis 2016, hat Veronika Häfele-Zumbusch als Vorsitzende das Theater im Viertel e.V., kurz TiV, gelenkt. Das TiV ist Teil des „Netzwerks Freie Szene Saar“, die Kunst und Kultur ohne direkte Anbindung an öffentliche Institutionen schafft. Schon in der Nauwieserstraße, seit 2011 dann am Landwehrplatz, hatte das  TiV einen großen Beitrag zur positiven Entwicklung der Kulturszene Saarbrückens geleistet.

Es ist Zentrum für Theater- und Musikschaffende, die dort proben und ihre Stücke aufführen können, und findet mittlerweile bundesweit Anerkennung für seine Arbeit. Veronika Häfele-Zumbusch hat durch ihr unermüdliches, ehrenamtliches Engagement für die Freie Szene großen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte.

Axel Hagedorn

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz mit Bügermedaillen-Träger Axel Hagedorn

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz mit Bügermedaillen-Träger Axel Hagedorn

Ob als Naturschutzbeauftragter für die Landeshauptstadt, als ehrenamtlicher Naturwächter oder in seiner Funktion als 1. Vorsitzender der NABU-Gruppe Fechingen-Kleinblittersdorf – Axel Hagedorn beweist seit mehr als drei Jahrzehnten ein außerordentliches Engagement im Natur- und Artenschutz.

Pflege und Erhaltung der Kulturlandschaft, aber auch die Nachwuchsförderung durch gezielte Bildungsangebote für Kinder liegen ihm besonders am Herzen - immer getreu dem Motto „Wir sind, was wir tun“.

Ilona-Maria Kerber

Ilona Maria Kerber bei der Verleihung der Bürgermedaille mit OB Britz

Ilona Maria Kerber bei der Verleihung der Bürgermedaille mit OB Britz

Nicht erst seit ihrer Mitgliedschaft im Saarbrücker Seniorenbeirat und im Behindertenbeirat gilt ihr ganzes Engagement Menschen mit Behinderungen – ob im Sport, in der Fastnacht oder im alltäglichen Leben. Sie ist Gründerin der Selbsthilfegruppe „Bewegen statt Behindern“ für Menschen mit Arm- oder Beinamputationen und Vorsitzende der entsprechenden Landesarbeitsgemeinschaft.

Ihre Idee der Bürgersprechstunde im Seniorenbeirat erfüllt sie selbst mit Leben als regelmäßige Zuhörerin und Helferin bei der Lösung persönlicher Probleme. Mit ihrem unermüdlichen persönlichen Einsatz ist Ilona-Maria Kerber Vorbild für alle Betroffenen.

Dr. Armin Kuphal

Dr. Armin Kuphal mit der Oberbürgermeisterin bei der Verleihung der Bürgermedaille

Dr. Armin Kuphal mit der Oberbürgermeisterin bei der Verleihung der Bürgermedaille

Sein Name steht für die Gemeinwesenarbeit in der Landeshauptstadt. Ausgehend von der PÄDSAK (Pädagogisch-Sozialen Aktionsgemeinschaft e.V.) auf dem Wackenberg, einer ehemaligen Bürgerinitiative, hat er die Zusammenarbeit der sieben Gemeinwesenprojekte wesentlich vorangetrieben. Er hat den Auf- und Ausbau sowie die Professionalisierung der Gemeinwesenarbeit geprägt und war lange Jahre zentraler Fürsprecher gegenüber Politik und Verwaltung. 

Die Verbesserung der konkreten sozialen Situation der Menschen ist sein stetes Anliegen. Das Präventionsprogramm gegen Kinderarmut im Regionalverband, die Einrichtung der Kinderhäuser oder das Programm „Förderunterricht Deutsch an Schulen des Saarlandes“ sind nachhaltiger Beleg dafür.

Bernd Reutler

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz überreichte Bernd Reutler die Bürgermedaille

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz überreichte Bernd Reutler die Bürgermedaille

Langjährige vielfältige Aktivitäten im kulturellen Leben der Landeshauptstadt prägen das ehrenamtliche Engagement Bernd Reutlers: Initiator des „Musikpreises Théodore Gouvy“, Realisator von besonderen Projekten im Rahmen der Saarbrücker Sommermusik an historischen Spielorten, Zusammenarbeit mit Künstlern der Freien Szene und Saarbrücker Förderstipendiaten, denen sein besonderer Einsatz gilt.

In diesem Jahr hat er Studierenden der HfM und der HBK im Rahmen eines Projektes zu Théodore Gouvy während der Saarbrücker Sommermusik Gelegenheit geboten, sich dem Saarbrücker Publikum vorzustellen. Auch als Jurymitglied für die Vergabe der Förderstipendien liegt ihm die Arbeit mit jungen Kulturschaffenden besonders am Herzen.

Initiativkreis Wärmestube Saarbrücken e.V.:

Wolfgang Edlinger (links) und Stephan Manstein wurde die Bürgermedaille für ihr Engagement bei der Saarbrücker Wärmestube verliehen

Wolfgang Edlinger (links) und Stephan Manstein wurde die Bürgermedaille für ihr Engagement bei der Saarbrücker Wärmestube verliehen

Stephan Manstein, Wolfgang Edlinger

20 Jahre Wärmestube – das sind 20 Jahre „Warmherzigkeit in kalten Zeiten“.

Stephan Manstein und Wolfgang Edlinger als geschäftsführender Vorstand stehen für das Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer im Vorstand und im Wärmestubenteam, die obdachlosen oder auf der Straße lebenden Menschen in Saarbrücken Schutz, Wärme, Essen und Beratung, aber auch Möglichkeiten zur tätigen Mitarbeit bieten. Sie alle setzen sich in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen, wachsender Armut, vielfältiger Krisen und sozialer Kälte ein für eine soziale, solidarische und bunte Stadt.