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Saarbrückens Städtepartnerschaften

Hier erfahren Sie mehr über die Städtepartnerschaften der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Veranstaltungen:

Mittwoch, 06.12.2017

06.12.2017 - 18:30 Uhr
Ratskeller
Diskussion / Talk

Mittwoch, 20.12.2017

20.12.2017 - 18:30 Uhr
Ratskeller
Diskussion / Talk

Die Landeshauptstadt Saarbrücken übernimmt keine Gewähr für Angaben aus dem Veranstaltungskalender.

Verbindungen über Grenzen hinweg

Wappen Nantes

Wappen Nantes

Die erste Partnerschaft mit Nantes entstand 1965 aus Kontakten von Gartenfachleuten. Die „Floralies“ in Nantes und die Bundesgartenschau im Saarbrücker Deutsch-Französischen Garten hatten für Begeisterung gesorgt. Daraus entstand schnell eine Freundschaft zwischen den Städten, die, kurz nach dem zweiten Weltkrieg, im Zeichen der Aussöhnung und der Einbindung der Bundesrepublik in den Westen stand. Die Zahl der Vereine und Einzelpersonen, die in dieser Partnerschaft aktiv waren und sind, ist unüberschaubar. Bis heute ist es immer wieder überraschend, welche neuen Ideen die Kontakte bereichern. Dies wird durch die „jungen Botschafterinnen“ unterstützt, die jeweils für ein Jahr in der Saarbrücker Stadtverwaltung und am deutsch-französischen Kulturzentrum in Nantes an den Kontakten mitwirken, Begegnungsprogramme ziwschen Jugendlichen beider Städte und vor allem Praktika für Studierende vermitteln. Inzwischen gibt es immer mehr Projekte im Dreieck mit Tbilissi, Städtepartner seit 1975, das auch Partnerstadt von Nantes ist. Beispiele: die inzwischen trinationale Sommeruniversität und der in allen drei Städten stattfindende Photomarathon.

Gelebtes Europa

Siegel der Stadt Tbilissi

Siegel der Stadt Tbilissi

Mit der Anbahnung der Partnerschaft mit Nantes gleich nach dem Elysée-Vertrag hat Saarbrücken bereits früh Europakompetenz bewiesen. Die beiden Partnerschaften im Osten – neben Tbilissi kam 1987 Cottbus, damals in der DDR, hinzu – machten sichtbar, dass Saarbrücken mit „Europa“ ganz Europa meinte, über den Eisernen Vorhang hinweg. Die spätere europäische Geschichte hat gezeigt, wie weitsichtig diese Perspektive war.

Gemeinsam stark

Wappen Cottbus

Wappen Cottbus

Alle diese Partnerschaften standen traditionell vor allem für kulturellen Austausch, Jugendbegegnungen und Verständigung über Grenzen hinweg. Nach dem Mauerfall konzentrierte sich die Kooperation mit Tbilissi und Cottbus mehr auf Beratung und Hilfestellungen für die Stadtverwaltungen. Während Cottbus auf administrativem Feld schnell den Anschluss fand, wandelte sich das Zusammenwirken mit Tbilissi immer mehr zur Entwicklungszusammenarbeit, die dann 2002 im mit Hilfe der Bundesregierung gegründeten Städtenetz Kaukasus auf der Basis mehrerer Städtepartnerschaften institutionalisiert wurde und heute noch fortgesetzt wird.

Privates Engagement

In allen Städtepartnerschaften waren stets Vereine, Belegschaften und Einzelpersonen aktiv. Genannt sei hier nur die aus Privatinitiative entstandene Entwicklungszusammenarbeit mit der Stadt Diriamba in Nicaragua. In dreißig Jahren Städtefreundschaft konnten zahlreiche Projekte verwirklicht werden. Seit mehr als zehn Jahren verzichten viele Beschäftigte der Landeshauptstadt bei ihrem Gehalt auf den Betrag hinter dem Komma und unterstützen so die Arbeit des Diriamba-Vereins.

Klein aber fein

Auch einige Stadtteile pflegen Partnerschaften. Diejenige von Dudweiler mit St. Avold in Frankreich ist schon 51 Jahre alt, und die Patenschaft mit Duttweiler in der Pfalz wurde bereits 1959 begründet. Altenkessel ist seit 1966 freundschaftlich mit Coucy-le-Château-Auffrique in der Picardie verbunden, und erst 2012 kam die Partnerschaft Klarenthals mit Schoeneck, gleich auf der anderen Seite der Grenze, hinzu.