Themengärten

Die Themengärten des DFG bilden eigene Einheiten in der weitläufigen Parklandschaft.

Tal der Blumen

Tal der Blumen

Die französischen Gartenarchitekten Jacques Sgard und Gilbert Samel hatten 1960 die Idee, in diesem Teil des Gartens ein Tal der Blumen anzulegen. 'In dieser üppigen und strengen Natur bringen Blumen und Wasser den Zauber der Farbe und des Lebens. Sie kontrastieren mit den Bäumen und dem satten Grün der Wiesen'.

Der natürliche Aufbau dieses Geländes ist für die Anpflanzung von Blumen, die man jetzt im Tal bewundern kann, wie geschaffen. Opposition, Kontrast, Harmonie der Farben und Formen müssen also die Ordnungen bestimmen. An der Gestaltungsidee der französischen Gartenarchitekten orientierte sich auch der Entwurf zur Neubepflanzung im Rahmen der Restaurierung.

Garten am Silberahorn

Auf dem kontinuierlich ansteigenden Gelände wurde ein Terrassengarten angelegt. Der weichen Modellierung des Uferhanges stehen streng gebaute Formen entgegen: über einem hexagonalen Raster wurde eine Anlage mit Pflanzbeeten, Stützmauern und Sitzangelegenheiten entwickelt. Die verschiedene Staffelung gleichartiger Teile schafft eine dreidimensionale Struktur. 

Blattbunte Gruppenpflanzen und Blumen in leuchtenden Farbkompositionen bestimmen die Bepflanzung der Terrassen. Im Frühjahr etwa Stiefmütterchen, Tulpen, Vergißmeinnicht in farblicher Abstimmung, im Sommer vielfältig bunte Begonien, Fuchsien oder Geranien.

Der Garten am Silberahorn wird in diesem Jahr nach Vorgabe der jungen Saarbrücker Landschaftsarchitektin Susanne Langenbahn bepflanzt. Susanne Langenbahn ging mit ihrem stimmigen Entwurf als dritte Siegerin des 2008 ausgelobten Bepflanzungswettbewerbes für junge Landschaftsarchitekten hervor.

Rosengarten

Der Rosengarten - gegliedert in einen deutschen und einen französischen Teil - wurde von dem französischen Gartenarchitekten Jean P. Bernard geplant.

Das Grundmuster der einzelnen Beetflächen folgt einfachen geometrischen Formen: Rechtecke und Quadratflächen in unterschiedlicher Größe.

Im französischen Teil werden ausschließlich Rosensorten französischer Züchter und im deutschen Teil deutsche Rosenzüchtungen gezeigt. 1992/1993 wurde eine Neubepflanzung vorgenommen, die sich an der Gestaltungsidee Bernards orientierte.  

Rund 8000 Rosen in 120 verschiedenen Arten älterer und jüngerer Züchtungen - Beet- und Zwergrosen, Strauch-, Kletter- und Hochstammrosen wurden gepflanzt. Dem Züchter der bekanntesten Rose der Welt, Francis Meilland, war die Rosenschau 1960 gewidmet. Noch heute blüht im französischen Teil des Rosengartens 'Mme. A. Meilland', in Deutschland bekannt als 'Gloria Dei'.

Jede Rosenterrasse wird von einer vorherrschenden Farbe bestimmt. Vor einer breiten Grünfläche kommt die prächtige Farbigkeit in aller Vielfalt zur Geltung - von der leuchtend weißen 'Via Mala' über die samtigrote 'Lilli Marleen' oder der lila-violetten 'Blue Parfum'.

Ehrental

Ehrental im DFG

Das Ehrental im Deutsch-Französischen Garten, ein parkartiger fast unverändert erhalten gebliebener Geländeabschnitt mit Eichen, Buchen und Winterlinden erstreckt sich zwischen Quellfontäne und Ehrenfriedhof. Auf dem von schattigen, alten Eichen, Linden und Zypressen umrahmten Ehrenfriedhof ruhen Deutsche und Franzosen, die während der Schlacht bei Spichern am 06. August 1870 fielen.

Auf diesem, einem der ältesten Soldatenfriedhöfe Deutschlands, sind Deutsche neben Franzosen, Offiziere neben Mannschaftsdienstgraden und Zivilisten begraben. Auch eine Frau fand hier ihre letzte Ruhe: Katharine Weißgerber, genannt 'Schultze Kathrin'.

Während des Deutsch-Französischen Krieges half sie verwundete Soldaten aus der Gefechtslinie zu bergen und zu versorgen. Dafür wurde sie mit dem Verdienstkreuz ausgezeichnet.