Hochwasser- und Starkregen-Vorsorgekonzept
Ziele des Konzeptes
Workshop - Shutterstock/nutawut
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Die Landeshauptstadt erstellt ein Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept. Das Konzept soll dabei helfen, Schäden künftig bei großen Hochwassern und extremen Starkregen zu minimieren.
Ziel ist ein Konzept für das gesamte Stadtgebiet mit konkreten Maßnahmevorschlägen zur Minimierung von Schäden durch Hochwasser und Starkregen. Zudem soll es bei baulichen Maßnahmen Aussagen zum Verhältnis von Kosten und Nutzen treffen.
Schwerpunkte
Die Schwerpunkte des Konzeptes bilden
- die Optimierung der Warnung
- die Gefahenabwehr
- die Risikokommunikation
- Bauliche Anpassungen.
Dabei prüft die Landeshauptstadt unter anderem die Gewässerunterhaltung, das Freihalten von Abflüssen, Sand-, Schlamm- und Geröllfänge, Wasserrückhaltemögliochzkeiten, technischnen Schutzmöglichkeiten an Bächen, Gebäude- und Anlagenschutz, Sicherstellung der Ver- und Entsorgung aber auch das richtige Verhalten bei Hochwasser oder Sturzfluten oder die Organisation von Nachbarschaftshilfen.
Bereits vorhandene Informationen
Dabei berücksichtigt die Landeshauptstadt bereits vorhandene Vorsorgemaßnahmen wie
- bereits vorhandene Steckbriefe zu Risikogebieten
- Gewässerpflege- und Entwässerungspläne
- Maßnahmen in Folge des Pfingsthochwassers.
Darüber hinaus soll die Dokumentation des Pfingsthochwassers 2024 ausgewertet werden.
Für Bürgerinnen und Bürger
Mit dem Konzept will die Stadtverwaltung ihre Bürgerinnen und Bürger
- über die Gefahren informieren
- für die Gefahren sensibilieren
- zur Eigenvorsorge motivieren.
Sie will zudem
- Schadensurschen aufzeigen
- Hochwasser- und Starkregenvorsorge umfassend vorantreiben.
Beteiligung
Bürgerinnen und Bürger können sich am Prozess zur Erstellung beteiligen. Erste Informationen zum Projekt gibt es am 3. März bei einer Auftaktveranstaltung im Festsaal des Rathauses St. Johann. Zu diesem Termin wird die Landeshauptstadt einen Zeitplan mit zahlreichen weiteren Terminen und Workshops veröffentlichen.
Derzeit geplant sind verschiedene Workshops in den Saarbrücker Stadtbezirken für interessierte und betroffene Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus soll es Workshops mit Gewerbetreibenden geben.
Über die Termine informiert die Landeshaupstadt auf dieser Seite. Zudem sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Ideen, Erkenntnisse und Anregungen über unten stehende E-Mailadresse einzubringen.
Dabei erhofft sich die Landeshauptstadt vor allem erkenntnisreiche Hinweise und Erfahrungsberichte Betroffener vergangener Hochwasser.
Hintergrund
Klimaexperten gehen davon aus, dass Menschen aufgrund des Klimawandels in Zukunft vermehrt mit extremen Wetterereignissen vor allem durch Starkregen rechnen müssen. Zuletzt war dies in Saarbrücken beim Pfingsthochwasser 2024 der Fall, davor in den Jahren 2016 und 2018.
Zudem zeigt die Hochwassergefahren- und -risikokarte des Saarlandes, dass neben der Saar die größeren Nebenbäche von Hochwasser bedroht sind. Dies sind
- Rohrbach
- Sulzbach
- Fischbach
- Saarbach.
Das hat sich beim Pfingsthochwasser bestätigt. Zudem kann es in der hügeligen bis bergigen Landschaft bei Starkregen schnell Sturzfluten mit kurzen Vorwarnzeiten kommen. Meist lehmig-tonige Böden der umliegenden Waldgebiete können die Sturzfluten nicht so gut abpuffern wie zum Beispiel sanige Böden.
Die Unterläufe der Nebenbäche sind zudem oftmals kanalisiert und verrohrt und können größere Hochwasser im Stadtgebiet nicht schadlos abführen.
Diese Termine stehen bereits fest
Ansprechparter - Platzhalter
Tanja John
Leitung Digitale Medien
Marketing und Kommunikation
Telefon:
+49 681 905-1496
E-Mail:
internet@saarbruecken.de

Tanja John - LHS
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Weitere Informationen
Landeshauptstadt Saarbrücken erstellt das Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Betreuungszentrum für Hochwasserpartnerschaften (HPI). An der Erstellung beteiligt sind zahlreiche Ämter und Bereiche der Stadtverwaltung unter der Leitung des städtischen Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE).
Förderung
Das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz (MUKMAV) fördert das Projekt.