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Weitere Dienstleistungen im Bürgerservice

Informationen zu Fischereischeinen, Untersuchungsberechtigungsscheinen und Wehr- oder Zivildienst.

Fischereischein

Voraussetzungen      Gebühr
Fischereischein
(Gültigkeit 1 Jahr)
    - Nachweis über Sportfischerprüfung / alter Fischereischein
    - Personalausweis
    - Passfoto (nur bei Erstausstellung)
10,24 Euro
Fischereischein
(Gültigkeit 5 Jahre)
    - Nachweis über Sportfischerprüfung / alter Fischereischein
    - Personalausweis
    - Passfoto (nur bei Erstausstellung)
51,20 Euro
Jugendfischereischein
(Gültigkeit 1 Jahr)
    - Passfoto (nur bei Erstausstellung)
    - Alter: bis 15 Jahre
5,12 Euro


Ab dem 14. Lebensjahr können auch Jugendliche unter Vorlage der Sportfischereiprüfung einen Jahresfischereischein für 5 Jahre erhalten.

Untersuchungsberechtigungsschein

Jugendliche können vor gesundheitlichen Schäden durch ärztliche Untersuchungen bewahrt werden. Hierbei unterscheidet man zwischen:

Erstuntersuchung
Jugendliche dürfen bei ihrem Eintritt in das Berufsleben nur beschäftigt werden, wenn sie innerhalb der letzten 14 Monate von einem Arzt untersucht worden sind und dem Arbeitgeber eine ausgestellte Bescheinigung darüber vorliegt.
Erforderlich ist eine Erstuntersuchung immer vor der erstmaligen Aufnahme eines unbefristeten oder auf Dauer von mehr als zwei Monaten befristeten Arbeits- oder Berufsausbildungsverhältnisses.

Erste Nachuntersuchung
Ein Jahr nach Aufnahme der ersten Beschäftigung ist die Bescheinigung über die zwingend vorgeschriebene erste Nachuntersuchung vorzulegen. Die Untersuchung darf nicht länger als drei Monate zurückliegen.

Weitere Nachuntersuchungen
Nach Ablauf jedes weiteren Jahres nach der ersten Nachuntersuchung können sich Jugendliche freiwillig nachuntersuchen lassen.

Außerordentliche Nachuntersuchung
Ergibt eine der vorstehend genannten Untersuchungen, dass der/die Jugendliche hinter dem altersentsprechenden Entwicklungsstand zurückgeblieben ist, dass gesundheitliche Schwächen oder Schäden vorhanden sind oder dass die Auswirkungen der Beschäftigung auf die Gesundheit oder Entwicklung des/der Jugendlichen noch nicht zu übersehen sind, so soll der Arzt die außerordentliche Nachuntersuchung anordnen. Der Arzt kann bei den Erst- oder Nachuntersuchungen auch Ergänzungsuntersuchungen durch einen Facharzt veranlassen, wenn er dies für die abschließende Beurteilung für erforderlich hält.

Wehrdienst und Zivildienst

Mit der Änderung des Wehrpflichtgesetzes zum 1. Juli 2011 wurde die gesetzliche Verpflichtung zur Ableistung des Grundwehrdienstes ausgesetzt. Gleichzeitig wurde der im Wehrpflichtgesetz angelegte freiwillige Wehrdienst fortentwickelt.

Zur Gewinnung von Bewerbern für den freiwilligen Wehrdienst übersendet das Bundesamt für Wehrverwaltung allen in Frage kommenden Personen Informationsmaterial über Tätigkeiten in den Streitkräften. Hierfür übermitteln die Meldebehörden dem Bundesamt für Wehrverwaltung Familiennamen, Vornamen und gegenwärtige Anschrift zu Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die im Jahr 2012 volljährig werden.

Die Datenübermittlung unterbleibt, wenn die Betroffenen ihr nach § 18 Abs. 7 des Melderechtsrahmengesetzes widersprochen haben.

Möchten Sie der Weitergabe wiedersprechen, wenden Sie sich persönlich, schriftlich oder per E-Mail buergeramt@saarbruecken.de an eines der Saarbrücker Bürgerämter. Teilen Sie uns Ihre Geburtsdatums und ihren Geburtsort mit, damit ein Vermerk bei ihren persönlichen Meldedaten angebracht wird. Ein entsprechendes Formular steht zum Download im rechten Seitenbereich.

Unterhaltssicherung für Wehrdienst- und Zivildienstleistende

Der Pflichtdienstleistende und die anspruchsberechtigten Familienangehörigen können zur Sicherung ihres Lebensbedarfs bei der zuständigen Unterhaltssicherungsbehörde drei Wochen vor der Einberufung (später auch möglich) die nachfolgend (nicht abschließend) aufgeführten Leistungen beantragen: diese sind nach Maßgabe des Unterhaltssicherungsgesetzes (USG) für die Dauer des Grundwehr-/Zivildienstes bzw. der Wehrübung zu bewilligen, wenn die Kriterien erfüllt sind und alle erforderlichen Unterlagen/Angaben vorliegen.

Bitte beachten Sie:

- Zuständig ist jeweils die Gemeinde/Stadt, in der der Pflichtdienstleistende zum Zeitpunkt der Einberufung wohnt.
- Das Antragsrecht erlischt drei Monate nach Beendigung des Pflichtdienstes (außer im Falle des § 7b Abs. 2).


Durch die Bestimmungen des USG sollen Nachteile, die durch die Einberufung zum Pflichtdienst entstehen können, möglichst ausgeglichen werden; die darin enthaltenen Begrenzungen beziehen sich im Wesentlichen auf das Einkommen und/oder die Situation des Pflichtdienstleistenden vor der Einberufung.


Welche Leistungen werden für die Dauer des Grundwehr-/Zivildienstes übernommen bzw. dem Pflichtdienstleistenden erstattet?

Unterhaltszahlungen für Familienangehörige:

= Unterhalt, Überbrückungs- u. Weihnachtsgeld (§§ 5 ff) - wenn verheiratet: für Ehefrau/Lebenspartner und Kinder -
= Beihilfe bei Geburt eines Kindes während des Pflichtdienstes - wenn er Sorgerecht hat, auch für nichteheliches Kind -


die vor der Einberufung eingegangenen Zahlungsverpflichtungen, zum Beispiel:

= Mietzahlung (§ 7a) - wenn alleinstehend (d.h. nicht mit Familienangehörigen zusammen wohnt) und Mieter einer Wohnung ist -
= Unterhaltszahlung für nichteheliches Kind (§ 6) - wenn er das Sorgerecht hat, erhält das Kind zusätzliche Leistungen -
= Unterhaltszahlung für Eltern/Großeltern (§ 6) - wenn vor Einberufung leistungsfähig und die Eltern/Großeltern bedürftig -
= Beitragszahlung für Versicherungen (§ 7) - Ruhens-/Beiträge für Private Kranken-/Pflege-/Haftpflicht VS (außer Kfz-VS) -
= Ratenzahlung für Bau od. Kauf von Eigenheimen (§ 7) - wenn der Kauf-/Darlehnsvertrag mindestens seit 1 Jahr besteht -
= Kreditzahlung (§ 23) - erstattet werden Stundungszinsen, keine Raten, aber es gibt nichts für Überziehungskredit und Hobby -


bei Selbständigkeit
kann er den Betrieb/die Tätigkeit ruhen lassen oder einen Vertreter einsetzen: Er erhält

= Wirtschaftsbeihilfe (§ 7b) - wenn er bei Einberufung bereits 1 Jahr eine selbständige Tätigkeit ausübte/Inhaber eines Betriebes ist -


Welche Leistungen gibt es bei Wehrübungen?

= Arbeitnehmern mit einem ruhenden Arbeitsverhältnis wird der entfallende Arbeitslohn ersetzt (§ 13);
= Selbständige (keine Jahresfrist wie vor) können Vertreterkosten oder entfallende Einkünfte beantragen (§§ 13a ff); = Arbeitslose, Studenten etc. erhalten die Mindestleistung (§ 13c) - kein ruhendes Arbeitsverhältnis/AG zahlt freiwillig weiter


Wo erhält man die Anträge für Wehrübende?

= vom Kreiswehrersatzamt, zusammen mit dem Einberufungsbescheid und der Arbeitgeberbescheinigung.


Wer in Saarbrücken wohnt, erhält die Anträge für Grundwehr-/Zivildienstleistende im Bürgeramt City.

Ihre Ansprechpartnerin:    
Ingrid Schneider 2. Etage, Zimmer 227 Tel. +49 681 905-1812
Fax +49 681 905-1549