Landeshauptstadt Saarbrücken » Rathaus » Presse und Online » Stadtarchiv - Ein neues Domizil für die Stadtgeschichte

Stadtarchiv - Ein neues Domizil für die Stadtgeschichte

Freitag, 14. März 2008

Stadtarchiv Ein neues Domizil für die Stadtgeschichte Das Stadtarchiv Saarbrücken bekommt ein neues Domizil in der ehemaligen Deutschherrnschule in Alt-Saarbrücken. Kulturdezernent Erik Schrader und die Leiterin des Stadtarchivs, Dr. Irmgard Becker, haben heute der Presse die Planung für das neue Archiv vorgestellt. Baubeginn soll noch im Sommer dieses Jahres sein, die Fertigstellung ist für Ende 2009 vorgesehen. Als Kosten für das neue Archiv werden vom städtischen Gebäudemanagement-Betrieb GMS 3,2 Millionen Euro eingeplant. Der Umzug ist dringend notwendig, da das jetzige Archiv mit einer Gesamtfläche von nur 500 Quadratmetern in der Nauwieser Straße nicht den heutigen Anforderungen entspricht. Das Archivmagazin platzt aus allen Nähten, ist mit einer Fläche von 300 Quadratmetern viel zu klein. Zudem ist das Klima für die Bedürfnisse eines Archivs unzureichend. Es gibt keine Werkstatt, die Arbeiten werden im Vorraum des Leseraums erledigt, sagte Dr. Irmgard Becker. Auch der öffentliche Bereich sei unzureichend ausgestattet. Becker: Im Leseraum gibt es nur vier Benutzerarbeitsplätze ohne technische Ausstattung. Ein Ausstellungsraum ist gar nicht vorhanden, als Veranstaltungsraum könne derzeit der Vortragsraum der Musikschule genutzt werden - aber nur, wenn er frei ist. In dem neuen Gebäude werden die Defizite des jetzigen Archivs in der Nauwieser Straße behoben, erklärte Kulturdezernent Erik Schrader. Dort wird mit insgesamt 1606 Quadratmetern Fläche ausreichend Platz zur Verfügung stehen, das Archiv wird einen eigenen Ausstellungsraum und einen eigenen Veranstaltungsraum erhalten. Im Untergeschoss und einem Erdgeschossflügel werden künftig die Archivmagazine auf einer Fläche von 685 Quadratmetern untergebracht. Unter dem Schulhof wird ein Tiefmagazin gebaut, in dem Akten in Fahrregalen gelagert werden. Davor werden die Handbibliothek, das Zeitungsmagazin und die Werkstatt angeordnet. Im Erdgeschoss wird in einem Flügel der öffentliche Bereich eingerichtet, der aus einem Ausstellungsraum, dem Leseraum und einem Veranstaltungsraum besteht. Im Leseraum sollen zehn moderne Benutzerarbeitsplätze, die für Besucher mit Laptop geeignet sind, eingerichtet werden. Das erste Obergeschoss ist den Verwaltungsräumen vorbehalten. Im anderen Flügel werden Sondermagazine für großformatige Karten und Pläne sowie für Fotos untergebracht. Im Fotomagazin wird eine Klimabox integriert, in der Fotonegative mit speziellen klimatischen Anforderungen gelagert werden können. Auch die fachgerechte Lagerung von solchen Sonderformaten ist im jetzigen Archivgebäude nicht möglich, sagte Becker. Zudem können in einer Werkstatt Archivalien fachgerecht gereinigt und für die Lagerung vorbereitet werden. Hier befindet sich auch der Anlieferungseingang. Am 3. April werden die Pläne noch dem Bezirksrat Mitte und dem Werksausschuss GMS zur Kenntnisnahme vorgestellt. Der Stadtrat hatte bereits am 27. März des vergangenen Jahres entschieden, die ehemalige Deutschherrnschule als künftigen Standort des Stadtarchivs zu entwickeln.