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Schlacht bei Spicheren

Bei der blutigen Schlacht am 6. August 1870 auf der Spicherer Höhe hat Katharine Weißgerber, auch bekannt als "Schultze Kathrin" die Verwundeten versorgt.

Schultze Kathrin als Symbol für uneigennütziges Handeln

Katharine Weißgerber hat bei Kämpfen in Saarbrücken kurz nach Beginn des Deutsch-Französischen Krieges im Jahr 1870 einen schwer verwundeten Soldaten versorgt und für Sterbende einen Priester gesucht.

Bei der Schlacht auf der Spicherer Höhe am 6. August kümmerte sie sich inmitten der Kämpfe um verwundete Soldaten beider Nationen, reichte ihnen Wasser und half, die Verwundeten aus den Gefechtslinien zu schaffen.

Die Schlacht von Spicheren zählt zu den grausamsten Kapiteln des Deutsch-Französischen Krieges, bei der etwa 1.000 Soldaten gefallen und 4.000 verwundet wurden. Bei der Versorgung der Verletzten halfen weitere Bürgerinnen und Bürger aus Saarbrücken, Spicheren und Forbach. Katharine Weißgerber wurde zum Symbol für uneigennütziges Handeln, für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit. 

Der Einsatz von Katharine Weißgerber wurde dem preußischen König Wilhelm gemeldet und sie erhielt das Verdienstkreuz für Frauen. Im Alter von 69 Jahren starb Katharine Weißgerber am Jahrestag der Schlacht, am 6. August 1886.

„Die Schlacht von Spicheren zählt zu den dunkelsten Kapiteln in unserer Stadtgeschichte. Heute sind die Grenzen verschwunden und wir leben in enger Freundschaft mit unseren französischen Nachbarn in einem vereinten Europa. Diese Gedenkveranstaltung sollte uns allen ins Bewusstsein rufen, welches Glück dies darstellt."

Hintergrund

Katharine Weißgerber wurde am 3. August 1818 in Schwarzenholz geboren. Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 war sie als Haushaltshilfe und Kindermädchen bei Familie Karl Schultz in Saarbrücken tätig.

Ehrungen:
•    Ehrengrab im Deutsch-Französischen Garten
•    Benennung der Katharine-Weißgerber-Schule in Klarenthal nach ihrem Vorbild
•    Eine Straße in Saarbrücken ist nach ihr benannt.
•    Eine Straße in Schwarzenholz ist nach ihr benannt.
•    In Schwarzenholz gibt es ein Denkmal mit ihrem Portrait.
•    Der Seniorenstift in Schwarzenholz ist nach ihr benannt.