Kolumne des Oberbürgermeisters

In seiner Kolumne berichtet Oberbürgermeister Uwe Conradt regelmäßig über aktuelle Themen und das Stadtgeschehen. 

Bevölkerungsschutz und Krisenvorsorge – Informieren, vorbereiten, zusammenhalten

Oberbürgermeister Uwe Conradt - LHS

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Liebe Leserinnen und Leser,

Bevölkerungsschutz klingt für viele nach etwas, das im Ernstfall „die anderen“ übernehmen. Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Verwaltung. Doch die Realität ist: Bevölkerungsschutz geht uns alle an. Gerade in Zeiten, in denen Krisen näher rücken, sei es durch Naturereignisse, technische Ausfälle oder auch geopolitische Entwicklungen.

In Saarbrücken verstehen wir Bevölkerungsschutz als gemeinsame Aufgabe. Er umfasst alle Maßnahmen, die Menschen und ihre Lebensgrundlagen vor Katastrophen und schweren Notlagen schützen. Doch staatliche Hilfe kann nicht immer sofort überall sein. Deshalb ist es entscheidend, dass jede und jeder von uns und wir als Stadtgesellschaft vorbereitet sind.

Blaulichtfach Zivilschutz an Saarbrücker Schule Oberbürgermeister Uwe Conradt

Mit gutem Beispiel geht hier die Gemeinschaftsschule Bruchwiese voran. Dort wird Zivilschutz inzwischen im sogenannten Blaulichtfach unterrichtet. Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie Gefahren einschätzen, Erste Hilfe leisten oder sich in Krisensituationen richtig verhalten. Das ist gelebte Vorsorge und ein wichtiger Beitrag zu mehr Verantwortung in unserer Stadt.

Gleichzeitig endet Verantwortung nicht an unseren Stadtgrenzen. Die Anfang April erfolgte Hilfslieferung in unsere ukrainische Partnerstadt Kowel zeigt, dass Bevölkerungsschutz und -hilfe auch internationale kommunale Zusammenarbeit erfordert. Wir helfen damit denen, die am schwersten vom russischen Angriffskrieg betroffen sind: Alten, Kranken und Behinderten.

Da die geopolitische Sicherheitslage so ist, wie sie ist, mein Appell: Lassen Sie uns gemeinsam vorsorgen. Verwaltungen müssen ihre Strukturen stärken, Unternehmen Notfallpläne entwickeln und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen. Aber auch die private Vorsorge ist von enormer Wichtigkeit. Hier können auch Sie einen Beitrag leisten: Von Absprachen im eigenen Umfeld bis hin zum Engagement im Katastrophenschutz, von der baulichen Vorsorge bis hin zur dringend empfohlenen Bevorratung von Lebensmitteln für mindestens 72 Stunden.

Bevölkerungsschutz beginnt nicht erst im Katastrophenfall, er beginnt mit Vorsorge in Zeiten vor der Krise. Lassen Sie uns gemeinsam die notwendigen Maßnahmen ergreifen.

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Uwe Conradt
Oberbürgermeister

Mitteilungsblatt

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