Nein! zu Gewalt gegen Beschäftigte

Vertreter der Landeshauptstadt und ihrer Gesellschaften haben eine gemeinsame Grundsatzerklärung gegen Gewalt an Beschäftige unterzeichnet.  

Oberbürgermeister Uwe Conradt während der Pressekonferenz zur Grundsatzerklärung - LHS

Oberbürgermeister Uwe Conradt während der Pressekonferenz zur Grundsatzerklärung - LHS

Oberbürgermeister Uwe Conradt während der Pressekonferenz zur Grundsatzerklärung - LHS

In einer gemeinsamen Online-Pressekonferenz am Dienstag, 8. Februar 2022, haben die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der städtischen Gesellschaften, die städtische Personalratsvorsitzende Leslie Poure und Oberbürgermeister Uwe Conradt erklärt, gemeinsam gegen Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst und Sektor vorzugehen.

Dazu haben die Vertreter der Gesellschaften des Stadtkonzerns und die Landeshauptstadt eine Grundsatzerklärung (Letter of Intent) unterzeichnet. Mit dieser verpflichten sich die Gesellschaften, das Thema vertrauensvoll und systematisch in ihren Betrieben anzugehen. Die Erklärung soll zudem Basis für eine gemeinsame Kampagne gegen Gewalt gegen Beschäftige im öffentlichen Dienst und Sektor dienen. Die Ausschreibung der Kampagne wird zurzeit bereits vorbereitet.

Dienstvereinbarung zum Schutz der Beschäftigten

Aachener Modell mit vier Ausprägungen von Gewalt

Bereits im März 2021 hat die Stadtverwaltung mit dem Personalrat eine Dienstvereinbarung zum Schutz der Beschäftigten getroffen. Grundlage ist das sogenannte „Aachener Modell‟. Das „Aachener Modell“ unterscheidet unterschiedliche Ausprägungen von Gewalt und ordnet diese vier verschiedenen Stufen zu. Mit diesem Modell können Übergriffe verwaltungsweit strukturiert erfasst werden.

Durch eine kontinuierliche Analyse der Vorfälle sollen künftig konkrete Gegenmaßnahmen zum Schutz der Beschäftigten noch besser koordiniert und umgesetzt werden, zum Beispiel der Einsatz von Sicherheitsdiensten, bauliche Maßnahmen, Schulungen oder auch psychologische Betreuung.

Die Landeshauptstadt unterstützt in Fällen von körperlicher Gewalt die Beschäftigten, die eine Strafanzeige erstatten möchten und stellt als Dienstherr und Arbeitgeber auch selbst Strafanzeige.

Verwaltungsweit: Auswertung der Daten für 2021 läuft

Relevantes Maß an Übergriffen - Zahlreiche Strafanzeigen

Die Auswertung der verwaltungsweiten Daten für 2021 dauert noch an, erste Erkenntnisse belegen, dass Übergriffe auf die Beschäftigten ein relevantes Ausmaß haben. Alleine bei der Berufsfeuerwehr Saarbrücken waren im vergangenen Jahr elf Personen von Übergriffen betroffen, die dazu geführt haben, dass Strafanzeigen gestellt wurden. Beim Ordnungsamt wurden in 13 Fällen Strafanzeigen aufgrund von Vorfällen gestellt.

Zur Beratung und der Handlungsempfehlungen hat die Landeshauptstadt ein eigens dafür zuständiges Gremium gebildet. 

Download

Sehen Sie sich den Letter of Intent und die Dienstvereinbarung als PDF-Datei an oder downloaden Sie die Dokumente.