Weihnachtsbräuche aus aller Welt

Mit über zwei Milliarden Gläubigen ist das Christentum die Religion mit der größten Anhängerzahl - daraus resultieren facettenreiche Arten, Weihnachten zu feiern. Saarbruecken.de präsentiert hat die schönsten Traditionen und Bräuche der verschiedensten Länder - auch als Inspiration für's eigene Fest. In diesem Sinne: Joyeux Noël!

Weihnachten in der Slowakei

In der Slowakei sind, genau wie in Deutschland, Weihnachtsmärkte sehr beliebt und daher im ganzen Land in der Weihnachtszeit weit verbreitet. Ein wichtiger Tag ist der Barbaratag, an dem junge Mädchen in Gedenken an die heilige Barbara, die einst ihr Leben für ihren Glauben gab, Kirschzweige ins Wasser stellen. Diese sollen Liebesglück für das nächste Jahr bringen, sofern sie bis Weihnachten blühen.

Am 12. Dezember erschrecken 'Slowakinnen' ihre Männer

Eine slowakische Besonderheit trägt sich am 12. Dezember zu. An diesem Tag ziehen Frauen in Gruppen von Haus zu Haus, um (ihre) Männer zu erschrecken. Am Weihnachtstag gibt es bei Einbruch der Dunkelheit Pilzsuppe, Fisch und Sauerkraut, die das Festmahl darstellen. Dazu gibt es Gebäck. Im Laufe des Abends bringt das Christkind, hier Ježiško genannt, die Geschenke.

Den ersten Tag nach Weihnachten feiert man traditionell mit der Familie, während der 26. Dezember mit Freunden verbracht wird.

Weihnachten in den Niederlanden

Die Weihnachtszeit beginnt in den Niederlanden erst am 6. Dezember. Nachdem der dort genannte Sinterklaas die Kinder besucht hat, werden Weihnachtsbäume und Adventskränze aufgestellt. Anders als in Deutschland werden die Kinder bereits am 5. Dezember von Sinterklaas beschenkt. Der Kerstavond am 24. Dezember hat in den Niederlanden eine weniger große Bedeutung.

Kerstkransje am Weihnachtsbaum

An Weihnahten wird sehr viel Wert auf das Essen und das Zusammenkommen der Familie gelegt. Das traditionelle Essen besteht aus einem gefüllten Truthahn, Rouladen und Raclette.

Ein weiterer schöner Brauch in den Niederlanden ist das Aufhängen der Kerstkransje am Weihnachtsbaum. Das sind kleine Weihnachtskränze, die während der Weihnachtszeit gepflückt und vernascht werden dürfen.

Außerdem gibt es ganz traditionell Weihnachtsstollen, der im Unterschied zum deutschen Stollen aber mit Marzipan gefüllt ist. Bis Silvester werden außerdem noch Olibollen (in Öl gebackes Siedegebäck) und Nieuwjaarsrolletjes (gerollte und gefüllte Waffeln) vernascht.

Weihnachten in Frankreich

In Frankreich wird die Adventszeit nicht so ausgiebig gefeiert. Die wenigsten Haushalte haben einen Adventskranz. Auch der heilige Nikolaus befüllt am 6. Dezember nicht die Stiefel der Kinder.

Der Weihnachtsbaum wird erst kurz vor Heiligabend gemeinsam mit einer Krippe aufgestellt. Im Unterschied dazu ist in Frankreich das Weihnachtsessen von besonderer Bedeutung. Das Abendessen besteht aus sieben Gängen und beginnt mit einem Aperitif begleitet von Oliven oder Chips.

Zusammensein als Mittelpunkt der Feierlichkeiten  

Das Essen wird eröffnet mit Austern und Räucherlachs, meist begleitet von einem herben Weißwein. Anschließend folgt die Foie gras (gestopfte Gänseleber) mit verschiedenen Pasteten und einem lieblichen Weißwein. 

Der Hauptgang des Weihnachtsessens, das in einigen Teilen Frankreich Réveillon heißt, besteht aus einem mit Kastanien gefüllten Truthahn. Alternativ kann auch Lamm- oder Rinderbraten oder Kapaun mit Pflaumenfüllung serviert werden.

Dazu gibt es Gemüse und Rotwein.  Im Anschluss wird in manchen Regionen Frankreichs sogar noch Fisch serviert. Zum Schluss gibt es noch eine Käseplatte, die Bûche de Noël (ähnlich dem Weihnachtsstollen) und weitere kleine Delikatessen.

Weihnachten in Irland

In Irland werden vor Weihnachten Mistelzweige an die Türen gehängt, die böse Geister verjagen und Glück bringen sollen. Der Weihnachtsmann besucht dann am Abend des 24. Dezember die Familien, um ihre Weihnachtsstrümpfe zu füllen, die am nächsten Morgen erst geleert werden dürfen.

Gerne werden am Weihnachtsabend Räucherlachs, Truthahn, Krabben und Plumpudding verspeist.

Eine besondere Tradition ist hier das Weihnachtsschwimmen am Morgen des 25. Dezember, das jedes Jahr viele Besucher anlockt. Für den guten Zweck nimmt man ein Bad im kalten Meer. Zum Aufwärmen nach dem Schwimmen ist vor allem der weihnachtliche Whisky-Punsch mit braunem Zucker, Gewürznelken und Zitronen sehr beliebt. 

Weihnachten in Tschechien

Hier fastet man am Weihnachtstag bis abends es das traditionelle Weihnachtsessen gibt. Dieses besteht aus Kartoffelsalat und Karpfen, die man noch lebend kauft und vor Weihnachten mehrere Tage in der Badewanne verwöhnt.

Es heißt, Menschen, die den ganzen Weihnachtstag nichts gegessen haben, könnten am Abend ein goldfarbenes Glücksschwein, ein sogenanntes Zlaté prasátko, sehen. Nach dem Festmahl werden die vom Christkind gebrachten Geschenke ausgepackt.

Ein beliebtes Ritual ist das kreuzweise Äpfelschneiden. Sind die „Häuschen“ sternförmig angeordnet, hat man ein gutes Jahr vor sich, findet man eine Kreuzform vor, wird das Jahr schlecht werden. Kinder lassen auch gerne mit Kerzen bestückte Nussschalen in einer Schüssel Wasser schwimmen. Diese werden angepustet, bis die Kerzen ausgehen. Es heißt, das Kind mit der am längsten brennenden Kerze wird am ältesten werden.

Des Weiteren werfen viele Mädchen ihre Schuhe hinter sich. Bleibt der Schuh dabei mit der Spitze zur Tür liegen, wird das Mädchen bald heiraten. Auch das bei uns eher an Silvester beliebte Bleigießen wird in der Weihnachtszeit in Tschechien praktiziert.

Weihnachten in Griechenland

Schon 40 Tage vor Weihnachten beginnt man in Griechenland mit dem Fasten, bei dem man gänzlich auf Fleisch- und Milchprodukte verzichtet.

Am 24. Dezember laufen die Kinder von Haus zu Haus und singen Kalandas, Lieder zur Ankündigung von Jesus Geburt, die Glück bringen sollen. Als Dank für den Gesang gibt es für die Kinder Geld und Süßigkeiten.

Eine griechische Besonderheit an Weihnachten: das bunt geschmückte Karavaki.

Ein weiterer beliebter Brauch in Griechenland ist das Verbrennen eines Weihnachtsscheits, des sogenannten Christoxilo, in der Nacht des 23. Dezember. Der Christoxilo soll mit der entstandenen Wärme das Christkind an seinem Geburtstag wärmen.

Trotz der besonderen Bedeutung des Christkinds wird die Aufgabe des Geschenkeverteilens dem heiligen Vassilios zuteil, der die Gaben am 1. Januar unter die Betten der Kinder legt.

Abends gibt es dann Feigen, Rosinen, Nüsse und Mandeln und zum Nachtisch essen die Griechen traditionell griechisches Weihnachtsgebäck.

Eine besondere Köstlichkeit ist auch der Vasilópita, ein Weihnachtskuchen, in dem eine Goldmünze versteckt ist, die demjenigen, der sie in seinem Kuchenstück hat, Glück im neuen Jahr bringen soll.

Statt eines Weihnachtsbaumes stellt man ein Karavaki vor die Fenster oder auf die Esstische. Dieses kleine, aus Holz geschnitzte Boot wird mit Lichtern dekoriert , erhellt die Häuser und strahlt so einen weihnachtlichen Glanz aus.

 

Weihnachten in Kenia

Da es in Kenia an Weihnachten sehr warm ist, verschönert man die Straßen in der Weihnachtszeit mit Kunstschnee, der weihnachtliche Gefühle erweckt. Am Weihnachtstag geht man in die Kirche und isst dann gemeinsam mit der Familie.

Das Festmahl besteht häufig aus Fladenbrot und Hühnerfleisch. Da der Preis für Hühner um Weihnachten herum immer sehr hoch ist, kauft man die Hühner bereits einige Monate vor Weihnachten.

In reicheren Familien wird statt des Hühnchens eine Ziege geschlachtet und verspeist. Geschenke gibt es nur selten, da ein Großteil der Bevölkerung sich diese nicht leisten kann und der Weihnachtsgrundsatz „Den Bauch voll bekommen“ vorrangig gilt.

Weihnachten auf den Philippinen

Silvester - adpic

Silvester - adpic

Silvester - adpic

Auf den Philippinen beginnt die Weihnachtszeit schon sehr früh. Bereits Anfang November sind die Schaufenster weihnachtlich dekoriert und das Radio stimmt die Menschen mit  Weihnachtsliedern auf die bevorstehenden Feierlichkeiten ein.

Einen Monat später sind weihnachtliche Papierlaternen, die sogenannten Paroles, in den Fenstern und teilweise in öffentlichen Verkehrsmitteln zu sehen. Die kirchliche Weihnachtszeit beginnt am 16. Dezember nach dem ersten Hahnenschrei.

Bis zum 24. Dezember findet täglich die Frühmesse Misa de Gallo statt, an die morgens vor der Messe mit Feuerwerk und Festumzügen erinnert wird.

Gefrühstückt wird in diesen Tagen nach der Messe im Kircheninnenhof, es gibt warme Reiskuchen und Ingwerbier. In der Nacht zum 25. Dezember beginnt die Noche Buena, die man im familiären Kreis nach der Mitternachtsmesse und dem gemeinsamen Essen feiert.

Je nach Altersgruppe gibt es verschiedene Weihnachtsfeste, für jeden ist etwas dabei.

Neben dieser Feier werden weitere Weihnachtsfeste für drei verschiedene Altersklassen veranstaltet.

Am Weihnachtstag gibt es für die Kinder auf den Philippinen Geschenke und Ratschläge von Erwachsenen und am 28. Dezember findet das Kinderfest „Niños Innocentes“ statt, das es den Kindern erlaubt, Lügenmärchen zu erzählen und Streiche zu spielen.

Jugendliche feiern an Neujahr ein Weihnachtsfest mit Feuerwerk und am ersten Sonntag des neuen Jahres endet die Weihnachtszeit mit dem  sogenannten „Weihnachten für alte Menschen“.

 

Weihnachten in Polen

In Polen läutet man die Weihnachtszeit traditionell am ersten Advent mit dem Brauch des Fastens bis Weihnachten ein.

An Weihnachten selbst feiern die Polen mit der ganzen Familie. Dabei beenden sie mit der Wigilia, dem Weihnachtsessen, die Fastenzeit. Nach dem Aufgang des ersten Sterns am Himmel setzt man sich zusammen an den Tisch, um mit der Wigilia zu beginnen.

Eine besondere Geste der Gastfreundschaft: das zusätzliche Gedeck auf dem Tisch.

Eine polnische Besonderheit ist das zusätzliche Gedeck an einem leeren Platz am Tisch. Es für einen unerwarteten Besucher gedacht, der sonst vielleicht ein einsames Weihnachten verbringen müsste oder für Besuch, der einfach mal vorbeischauen will.

Erst wenn das Essen beendet ist, dürfen die Geschenke ausgepackt werden. Nach der Bescherung machen sich alle auf den Weg zur Mitternachtsmesse. 

Zu Essen gibt es, in Anlehnung an die zwölf Apostel, zwölf verschiedene Gerichte. Diese sind, bis auf den traditionell aufgetischten Karpfen, vegetarisch. Auf was man auf dem Tisch allerdings nicht verzichten sollte, sind Rote-Beete-Suppe (gelegentlich auch Pilzsuppe), Maultaschen und Käsekuchen. Diese Speisen sind an Weihnachten besonders beliebt und fast immer unter den zwölf Weihnachtsgerichten zu finden.

Weihnachten in Peru

Weihnachtskrippe - Foto: Smileus/shutterstock.com

Weihnachtskrippe - Foto: Smileus/shutterstock.com

Weihnachtskrippe - Foto: Smileus/shutterstock.com

In Peru kommt in der Weihnachtszeit vor allem der Krippe eine große Bedeutung zu, die schon vier Wochen vor Weihnachten in Wohnungen, Kirchen und an öffentlichen Plätzen aufgebaut wird.

Das Jesuskind legt man dann um Mitternacht des 24. Dezembers, dem Tag seiner Geburt, in die Krippe, die bis dahin leer war.

Ein beliebtes Weihnachtsgebäck ist Panetón, ein Kuchen mit Früchten, zu dem man üblicherweise einen warmen Kakao trinkt.

Am Abend des Weihnachtstages wird ein riesiges, buntes Feuerwerk gezündet.

Weihnachten in Bolivien

Der Brauch der Posada ist in Bolivien äußerst beliebt.

In Bolivien ziehen die Kinder in den letzten neun Tagen vor Weihnachten von Tür zu Tür und bitten singend um Aufnahme, in Anlehnung an Maria und Josef in der Weihnachtsgeschichte, die auf der Suche nach einer Bleibe von Haus zu Haus zogen. Diesen Brauch nennt man Posada.

Auch in Bolivien kommt der Krippe eine große Bedeutung zu. Sie wird an öffentlichen Plätzen und in privaten Haushalten aufgebaut und um sie herum stellt man ganze Landschaften mit Feldern, Flüssen und Wegen aus Papier.

In die Landschaften stellt man zudem Menschen und Tiere mit ihren Geschenken, die sie dem Jesuskind überreichen wollen. Den Weg dorthin zeigt ihnen der Stern von Bethlehem über der Krippe.

Eine Weihnachtsspezialität: die Buñuelos de Navidad

Eine weihnachtliche, krapfenähnliche Spezialität in Bolivien sind die Buñuelos de Navidad, die die ganze Familie am Weihnachtsmorgen bäckt. Die Häuser dekoriert man mit Palmzweigen, Lichterketten und Girlanden.

Weihnachten in Japan

Paar beim Shoppen - LHS

Paar beim Shoppen - LHS

Paar beim Shoppen - LHS

Obwohl weniger als zwei Prozent der Japaner Christen sind, ist das Weihnachtsfest hier sehr verbreitet. Zwar werden die Kinder auch hier von Santa Claus beziehungsweise Santa Kurôsu beschenkt, allerdings ist Weihnachten in Japan vor allem ein Tag für Pärchen und Verliebte.

Für diesen Tag werden bereits einige Wochen zuvor die Bäume und Schaufenster aufwendig mit bunten Lichtinstallationen geschmückt, in deren Glanz viele Pärchen am Weihnachtsabend spazieren gehen.

Danach geht es für die Verliebten ins Restaurant zu einem romantischen Essen im Kerzenschein. Auch hier ist eine Reservierung einige Monate zuvor dringend notwendig, wenn man einen Platz in einem der Restaurants ergattern möchte.

Nach dem Essen siedeln viele Pärchen in ein Hotel über, um den Tag gebührend ausklingen zu lassen. Da besonders junge Leute noch bei ihren Eltern oder in einer WG wohnen, sind die Hotels beliebte Orte, um den Tag in Zweisamkeit zu beenden.

Weihnachten in Island

Wichtel (Foto: Anton Rybkin) - Shutterstock

Wichtel (Foto: Anton Rybkin) - Shutterstock

Wichtel (Foto: Anton Rybkin) - Shutterstock

Obwohl viele Isländer Christen sind, orientieren sie sich bei ihren Weihnachtsbräuchen auch an den alt-isländischen Sagen.

So legen 13 Kobolde, sogenannte Jólesveinar, in der Zeit vom 12. bis zum 24. Dezember Geschenke und Süßigkeiten in die Schuhe der Kinder.

Ungezogene Kinder erhalten statt Geschenken alte Kartoffeln.

Weihnachtsbäume findet man erst seit kurzer Zeit in isländischen Häusern, da diese aus dem Ausland importiert werden müssen.

Auch wenn kein riesiges Festmahl auf den Tisch kommt, ist es wichtig, ein Laufabrauð (ein schön verziertes Laubbrot) zum Essen anzubieten.

Weihnachten in Italien

Seit 1977 läuft in Italien jedes Jahr zu Weihnachten der Film "Die Glücksritter" (italienisch: "Una poltrona per due") mit Dan Aykroyd und Eddie Murphy.

Weihnachten in Mexiko

Engelsaugen - Andrea Dumont/Fruchteria

Engelsaugen - Andrea Dumont/Fruchteria

Engelsaugen - Andrea Dumont/Fruchteria

In Mexiko klingen die Weihnachtsfeierlichkeiten am 16. Dezember mit der neuntägigen Posadas an. Hier steht ein Tag jeweils für einen Monat der Schwangerschaft Marias. So stellt man Marias und Josephs Reise nach Bethlehem und die anschließende Herbergssuche dar.

Dementsprechend lädt am letzten Tag der Posada, dem Weihnachtstag, ein Gastwirt seine Familie zu sich nach Hause ein, um ihnen eine Bleibe zu gewähren, so wie es einst auch mit Maria und Joseph geschah.

Weihnachten ist hier ein fröhliches Familienfest mit Musik. Zur Feier des Tages wird in den Haushalten eine Piñata, eine mit Süßigkeiten gefüllte Figur aus Pappmaché, zerschlagen, es werden der bowlenähnliche Ponche getrunken und süße Buñuelos gegessen.

Als Hauptgericht kommt in vielen Familien Truthahn oder Kabeljau auf den Tisch. Auch in Mexiko wird das Jesuskind erst am Weihnachtsabend, genauer gesagt um Mitternacht, in die Krippe gelegt, um seine Geburt zu feiern.

Krippe & Pastorelas

Erst wenn die Krippe gefüllt ist, dürfen die Geschenke ausgepackt werden. In einigen Familien werden die Geschenke sogar erst am 6. Januar geöffnet, dies ist der Geschichte der heiligen drei Könige nachempfunden, die dem Jesuskind die Geschenke an diesem Tag brachten.

Häufig werden auch die Pastorelas in der Vorweihnachtszeit aufgeführt, die die Wanderung der Hirten zum Jesuskind auf witzige Weise darstellen.

Weihnachten in Schweden

St. Johanner Markt - LHS

St. Johanner Markt - LHS

St. Johanner Markt - LHS

In Schweden nutzt man ähnlich wie in Deutschland die Adventssonntage zur Einstimmung auf Weihnachten.

Ein besonderer Brauch ist dabei das Luciafest am 13. Dezember. Lucia besucht gemeinsam mit Sternenknaben in ihrem weißen Gewand Kindergärten, Schulen, Altenheime und Arbeitsplätze. Dabei singt sie und verteilt Pfefferkuchenmänner.

Außerdem ist ein besonderes Highlight immer noch der Weihnachtsbaum. Viele Schweden schlagen den Baum selbst im eigenen Wald. Am Knutstag, dem 13. Januar wird der Weihnachtsbaum geplündert.

Der Schmuck, die Kerzen und eventuell Süßigkeiten werden erst im Januar abgenommen und der Baum aus der Wohnung entfernt. Besonders Kinder freuen sich über diesen Tag.

Ein weiterer Brauch ist das schwedische Julbord, ein weihnachtliches Smörgåsbord (Buffet) in der Adventszeit oder am Heiligabend gemeinsam mit der Bescherung.

Die Auswahl an der schwedischen Weihnachtstafel ist besonders groß.

Hier nehmen sich die Schweden sehr viel Zeit, um das Julbord in Ruhe und Gemütlichkeit genießen zu können.

Typische Speisen sind dabei sauer eingelegte Heringe, Lachs, frischer Dill, Krabben, Räucheraal, Roastbeef, Leberpastete und halbierte Eier.

Daneben gibt es Köttbullar (Fleischbällchen), Prinskorv (geräucherte Würstchen), Janssons frestelse (Kartoffelgratin), Julskinka (Schinken) und Rote-Bete-Salat.

Als Beilagen und Nachspeise werden kleine Kartoffeln, Knäckebrot, Baguettes, salziges Kräcker, Butter, Käse, süße Desserts, Früchte, Nüsse und Plätzchen serviert.

Weihnachten in Südafrika

Saarbrücker Maifest auf den Saarterrassen - LHS

Saarbrücker Maifest auf den Saarterrassen - LHS

Saarbrücker Maifest auf den Saarterrassen - LHS

In Südafrika wird Weihnachten auf viele verschiedene Arten gefeiert, je nachdem, welcher Bevölkerungsgruppe man angehört.

Der englisch geprägte Teil des Volks lässt zum Beispiel Kekse und Milch für den Weihnachtsmann stehen.

Aber auch wenn es kulturelle Unterschiede gibt, wird überall ausgelassen gefeiert, man singt, lacht und tanzt.

Man schmückt Baobab und Affenbrotbäume als Ersatz für den Weihnachtsbaum und geht in die Kirche.

Eine weitere Besonderheit sind das traditionelle Barbecue-Essen am Strand und das Beobachten des Sonnenaufgangs am 25. Dezember.

Eine sehr menschliche Geste ist das Verteilen des übriggebliebenen Essens am die ärmsten Menschen im Land am 26. Dezember.

Weihnachten in Norwegen

Foto: Shirley Hirst / Pixabay

Foto: Shirley Hirst / Pixabay

Foto: Shirley Hirst / Pixabay

An Weihnachten werden in Norwegen Besen und ähnliches versteckt, um böse Geister, die am Weihnachtsabend die Erde besuchen,  daran zu hindern, sich die Besen für einen Flug durch den Himmel zu stehlen.

Bereits in der Vorweihnachtszeit veranstalten viele Arbeitgeber für ihre Beschäftigten ein großes Essen, das sogenannte Julbord. In den Familien isst man an Weihnachten häufig Schweine- oder Lammrippchen mit Gemüsebeilagen.

Im Laufe des Weihnachtstages kommt der Julenissen vorbei, der den Kindern ihre Geschenke bringt. Dazu legt er die Gaben unter den Weihnachtsbaum, die die jüngste Person der Familie an die anderen verteilt.

Die Weihnachtstage werden sehr gegensätzlich gefeiert. Während der Tag am 25. Dezember eher ruhig und gemächlich angegangen wird, feiert man am 26. Dezember in Bars und Diskotheken oder geht ins Kino. Kinder ziehen an diesem Tag als Ziegenböcke verkleidet von Tür zu Tür und fragen nach Süßigkeiten.

Weihnachten in der Ukraine

LHS

LHS

LHS

In der Ukraine dekoriert man traditionell Weihnachtsbäume mit Spinnwebattrappen, die Glück bringen sollen. Hintergrund ist die Geschichte einer armen Frau, die nicht genug Geld hatte, um sich Baumschmuck zu kaufen.

An Weihnachten war ihr Baum jedoch mit glitzernden Spinnweben geschmückt und strahlte einen besonderen weihnachtlichen Glanz aus.

Der traditionelle Didukh, eine Weizengarbe, wird an Weihnachten, das am 6. Januar gefeiert wird, vom Hausherren in eine Ecke gestellt, um daran zu erinnern, dass Josef im Stall in Betlehem einen Spalt in der Wand mit Weizengarbe ausstopfte.

Bis Weihnachten wird gefastet, an Weihnachten selbst stellt man zwölf verschiedene Gerichte in Gedenken an die zwölf Apostel auf den Tisch, darunter die Süßspeise Kutja aus Weizen, Honig, Mohn, Rosinen und Nüssen. Bereits an Silvester kommt Väterchen Frost und bringt Geschenke.

Weihnachten in den USA

Nikolausstiefel mit Plätzchen - tunedin/Fotolia.com

Nikolausstiefel mit Plätzchen - tunedin/Fotolia.com

Nikolausstiefel mit Plätzchen - tunedin/Fotolia.com

In den USA kommt am 25. Dezember Santa Claus auf seinem Schlitten vorbei und legt den Kindern durch den Kamin ihre Geschenke in die Strümpfe.

Hilfe bekommt der Weihnachtsmann von seinen Elfen und Rentieren, allen voran Rudolph mit der roten Nase.

Außerdem ist es Brauch, eine Essiggurke versteckt am Weihnachtsbaum anzubringen. Wer sie findet, bekommt ein zusätzliches Geschenk.

Fast alle US-Amerikaner feiern Weihnachten, obwohl es eine große kulturelle Diversität in diesem Land gibt. Sehr beliebt sind auch die amerikanischen Weihnachtsfilme, die die Weihnachtsstimmung in die Wohnzimmer transportieren.

Das Weihnachtsessen ist oft ein Truthahngericht. Eine weitere Besonderheit sind die mit bunten Lichterketten geschmückten Häuser. In den wärmeren Bundesstaaten wird beim Dekorieren auch mit Kunstschnee nachgeholfen.

In New York bringen über 5000 Leuchten den Weihnachtsbaum am Rockefeller Center zum Leuchten. 

Weihnachten in Venezuela

Rollschuhe - LightField Studios/shutterstock.com

Rollschuhe - LightField Studios/shutterstock.com

Rollschuhe - LightField Studios/shutterstock.com

Zu Beginn der Weihnachtszeit ziehen Sänger von Haus zu Haus und singen traditionelle Weihnachtslieder, die sogenannten Aguinaldos.

In der Weihnachtszeit bereiten die Venezolaner gerne Hallaca zu. Dies ist eine Teigtasche aus Maismehl mit Fleisch und Gemüse, das von Familie zu Familie variiert. Daher tauscht man die Hallacas kurz vor Weihnachten oft untereinander aus.

Ein besonderer Brauch in Venezuela, vor allem in der Hauptstadt Caracas, ist das Rollschuhlaufen auf dem Weg zur Weihnachtsmesse. Ganze Straßen werden an diesem Tag gesperrt, um den Menschen einen sicheren Weg zur Kirche zu garantieren.

Wegen der landesweiten Armut in Venezuela fällt die Bescherung am Abend des 24. Dezember eher klein aus, dafür wird das Fest aber sehr fröhlich mit Tänzen und Gesang ausgelegt.

Frittierte Hühnchen und die Weihnachtstorte dürfen an Weihnachten nicht fehlen!

Ein beliebtes Festmahl für diejenigen, die nicht in Restaurants essen, sind frittierte Hühnchen von Kentucky Fried Chicken (KFC), die man teilweise bereits Anfang Dezember vorbestellen muss, um sie an Weihnachten genießen zu können.

Diese Beliebtheit geht auf einen amerikanischen Kunden zurück, der an Weihnachten in Japan ein truthahnähnliches Festmahl suchte. KFC hat diese Geschichte erfolgreich vermarktet.

Auch die Weihnachtstorte Kurisumasukēki, die größtenteils aus Sahne besteht und deshalb oft weiß glänzt, ist eine beliebte Weihnachtssüßigkeit. Sie wird oft festlich verziert und mit Erdbeeren geschmückt.

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