Zuhörer eines Vortrags - Kzenon/Fotolia

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Ringvorlesung „Ästhetische Traumdarstellungen im europäischen Kontext“

Die Kultur- und Wissensgeschichte des Traums seit der Antike ist Thema einer Ringvorlesung, die im Sommersemester 2021 vom Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“ an der Universität des Saarlandes veranstaltet wird. Die Vortragsreihe findet dienstags von 18 bis 19.30 über die Plattform MS Teams statt.

Eröffnet wird die Ringvorlesung am Montag, 12. April, um 10.30 Uhr. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Seit 2015 erforscht das Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“ der Universität des Saarlandes, wie Träume im europäischen Kulturraum in Kunst und Kultur dargestellt werden. Dabei geht es beispielsweise um die ästhetische Gestaltung von Träumen in Malerei, Musik, Literatur, Film und anderen Medien.

Zum Start der dritten und letzten Promovierenden-Generation des Kollegs im April 2021 vermittelt die Ringvorlesung „Ästhetische Traumdarstellungen im europäischen Kontext. Theorien. Methoden. Analysen“ die wissenschaftlichen Grundlagen zur Untersuchung von Träumen als Produkt kultureller Arbeit und ästhetischer Konstruktion.

Im Rahmen der Ringvorlesung referieren die am Kolleg beteiligten Promovierenden, Postdocs, Professorinnen und Professoren sowie Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland.

Sie bieten einen Überblick über die Wissensgeschichte des Traums seit der Antike und stellen unterschiedliche (inter)disziplinäre Methoden zur Analyse von Traumdarstellungen vor: von der Narratologie, über die Diskursanalyse und die Hermeneutik bis hin zur Wahrnehmungs- und Rezeptionsästhetik.

Beleuchtet werden darüber hinaus zahlreiche künstlerische Analyse-Beispiele aus inner- und außereuropäischen Kulturräumen, beispielsweise zum Träumen im Hörbuch, im Kino oder in Bilderbüchern.

Programm:

12. April: Peter-André Alt (FU Berlin): Nachtgeschichten der Vernunft. Traum und Traumtheorie in der europäischen Aufklärung

13. April: Manfred Engel (Saar-Uni): Zur Wissensgeschichte des Traumes

20. April: Nine Miedema (Saar-Uni):Traum und Narratologie. Zur Analyse von Zeit und Figur in literarischen Träumen

27. April: Janett Reinstädler (Saar-Uni): Diskursanalyse und Trauminszenierungen im spanischen Theater

4. Mai: Patricia Oster-Stierle (Saar-Uni): Der strukturell-hermeneutische Zugang zur Interpretation am Beispiel von Diderots philosophischem Werk D’Alemberts Traum

11. Mai: Mauro Bertola (Breitkopf & Härtel, Wiesbaden): Opernträume: Kulturgeschichtliche Verflechtungen im Musiktheater nach Wagner

18. Mai: Romana Weiershausen (Saar-Uni): Gehörte Träume: Träume im Hörspiel

25. Mai: Sophia Mehrbrey (Saar-Uni): Traum und Erinnerungspraktiken in europäischer Gegenwartsliteratur

1. Juni: Stephanie Catani (Saar-Uni): Traumfabrik Kino. Träume(n) im Film – Kino als Traum

8. Juni: Christiane Solte-Gresser (Saar-Uni): Nachts. Wort-Bild-Verhältnisse in Traumbilderbüchern

15. Juni: Roland Spiller (Goethe-Universität Frankfurt/Main): Träumen am Amazonas: Ciro Guerras El abrazo de la serpiente

22. Juni: Abdoulaye Samaké (Université de Bamako, Mali): Rezeptionsästhetik in der mediävistischen Traumforschung

29. Juni: Joachim Frenk (Saar-Uni): Viktorianische Träume

6. Juli: Joachim Rees (Saar-Uni): Träume aus Druckerschwärze. Traumdarstellungen in illustrierten Zeitschriften 1850–1918. Überlegungen zu einem kaum erschlossenen Bildarchiv

13. Juli: Laura Vordermayer (Saar-Uni): „Trop beaux pour être vrais“ – das Traumnotat zwischen Autobiographie und Fiktion

20. Juli: Jonas Nesselhauf (Saar-Uni): Erfahrungs(t)räume. Ansätze einer Wahrnehmungsästhetik des Traums, 1880–1900 (Redon, Huysmans, Debussy)

Weitere Informationen:

Anmeldung: per E-Mail an traumkulturen@uni-saarland.de

Das DFG-Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“: Das interdisziplinäre Forschungs- und Qualifizierungsprogramm, das noch bis 2024 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, ist eines von ganz wenigen Programmen in Deutschland mit literaturwissenschaftlichem Schwerpunkt.

Unter der Leitung von Professor Christiane Solte-Gresser erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zehn verschiedenen Fächern seit 2015 gemeinsam mit Doktoranden, Postdoktoranden und Studierenden, wie Träume im europäischen Kulturraum in Kunst und Kultur dargestellt werden.

Mehr unter: www.traumkulturen.de

(Text: Universität des Saarlandes)

Veranstaltungsdetails

Art:
Vortrag
Ort:
World Wide Web

Datum:
01.06.2021 - 18:00 Uhr bis 01.06.2021 - 19:30 Uhr
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