shutterstock/Gregory Fer

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Frühlings Erwachen

Schauspiel nach Frank Wedekind

Schulangst und ungewollte Schwangerschaft

Nehmen wir uns kurz Zeit für eine Erinnerung. Erinnern wir uns an unsere erste Liebe, die ersten tollpatschigen Körperkontakte mit der großen "Flamme" und das kindlich schlechte Gewissen, wenn uns die Eltern halb wissend, halb ahnungslos angeschaut haben, wenn wir zu spät von der Party oder mit rotem Kopf aus dem Kinderzimmer kamen. Wie fühlt sich das an? Melancholisch?

Frank Wedekind hat in seinem Drama "Frühlings Erwachen" genau diese Momente zu großem Theater verarbeitet – und das schon 1881. Doch geht es ihm nicht nur um Aufklärung und die Frage, welche Moralvorstellungen wir der nächsten Generation mit auf den Weg geben sollen, sondern um unsere Gesellschaft als Ganzes. Natürlich denken wir an die Moralvorstellungen des preußischen Kaiserreichs, an Zucht und Ordnung, hochgeschlossene Kragen und Uniformen.

Begehren und Aufbegehren

Die moralische Pickelhaube, die Melchior, Moritz und Wendla tragen, ist dabei eine Metapher für das Begehren, das im Wort "Aufbegehren" steckt. Steckt man selbst in der Pubertät, sind viele Erfahrungen schmerzhaft und scheinen so überfl üssig wie Akne. Sind wir erwachsen geworden, sollten wir uns dann und wann an die Gefühle von damals erinnern, erst recht, wenn wir selber Jugendliche bei der Achterbahnfahrt der Hormone begleiten.

"Frühlings Erwachen" konnte erst 25 Jahre nach der Fertigstellung des Textes uraufgeführt werden, und Frank Wedekind war das Enfant terrible des Theaters im Vorkriegsdeutschland. Bis heute ist sein Stück die Messlatte für alle, die sich mit dem Thema Moral und Erwachsenwerden beschäftigen.

Die Regisseurin

Magali Tosato gründete gemeinsam mit der Autorin und Übersetzerin Lydia Dimitrow und der Bühnenbildnerin Franziska Keune das Theaterkollektiv mikro-kit. Sie inszenierte in der Spielzeit 2018/ 2019 ihr Stück "Mettlach" in der Alten Feuerwache.

Weitere Informationen

Premiere am Freitag, 8. November, in der Alten Feuerwache

Besetzung

Inszenierung: Magali Tosato
Bühnenbild und Kostüme: Mirella Oestreicher
Musik: Hans Block
Dramaturgie: Simone Kranz
Mit: Michael Wischniowski, Sébastien Jacobi, Gaby Pochert, Laura Trapp, Thorsten Rodenberg, Barbara Krzoska

Veranstaltungsdetails

Art:
Theater
Ort:
Alte Feuerwache
Am Landwehrplatz 2
66111 Saarbrücken
Telefon:
+49 681 3092-0
Internet:
http://www.saarlaendisches-staatstheater.de
Datum:
16.11.2019 - 19:30 Uhr
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Weitere Informationen und Tickets

Vorverkaufskasse
Tel. +49 681 3092-486
E-Mail: kasse@staatstheater.saarland
Internet: www.saarlaendisches-staatstheater.de

Abokasse
Tel. +49 681 3092 482
Besuchergruppen
Tel. +49 681 3092 484

Abendkasse
(1 Stunde vor Vorstellungsbeginn)

Staatstheater: Tel. + 49 681 3092 286
Alte Feuerwache: Tel. +49 681 3092 203
sparte4: Tel. +49 681 9590571
Congresshalle: Tel. +49 681 418 05 48

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