LE NOZZE DI FIGARO - Martin Kaufhold

LE NOZZE DI FIGARO - Martin Kaufhold

LE NOZZE DI FIGARO - Martin Kaufhold

Die Hochzeit des Figaro

Le Nozze Di Figaro: Opera buffa von Wolfgang Amadeus Mozart; Libretto von Lorenzo Da Ponte basierend auf der Komödie "La Folle Journée ou le Mariage de Figaro" von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

Was für eine Komödie! Mozarts "Le Nozze di Figaro" hat alles, was man sich von einem unterhaltsamen Opernabend nur wünschen kann: Briefe verschiedenster Art, die verloren gehen oder in die Irre leiten, Heiratsverträge, Verkleidungen, Irrungen und Verwirrungen, Verwechslungen und Blamagen.

Doch hinter all dem Spaß lauert die Tragödie: Abgründe der menschlichen Seele tun sich in Mozarts Musik auf. Da ist die Gräfin, die eine Liebesheirat einging, von der notorischen Untreue ihres Gatten aber nun an den Rand der Verzweiflung getrieben wird; Figaro, dem kurz vor der bevorstehenden Hochzeit mit Susanna zunehmend die Felle wegschwimmen und Barbarina, die mehr als nur eine Nadel verloren hat …

Regie

Die junge Regisseurin Eva-Maria Höckmayr, die der Opernwelt an der Berliner Staatsoper Unter den Linden in der vergangenen Saison eine umjubelte "Krönung der Poppea" bescherte, setzt Mozarts Opera buffa zur Eröffnung der Spielzeit 2019/2020 für das Saarländische Staatstheater in Szene.

Es ist Höckmayrs erste Regiearbeit für das Saarbrücker Haus – von der ersten Minute an hat die Energie des Ensembles sie begeistert. Es ist ihr Anliegen, alle Figuren bis zur kleinsten Rolle feinfühlig und präzise zu zeichnen, Subtext und Hintergründe klar und präzise auszuleuchten.

Optisch spielt sich die Inszenierung vom Hier und Heute zur Epoche des Rokoko: Anfangs schlichte Kostüme (Julia Rösler) gewinnen mehr und mehr an Opulenz, je turbulenter das Verwirrspiel, desto üppiger die Staffage, je mehr die Figuren zu verbergen oder zu verlieren haben, desto mehr Kleider benötigen sie als Schutzpanzer.

Im Saarbrücker "Figaro", komplett aus dem hauseigenen Opernensemble besetzt, feiern übrigens gleich fünf Sängerinnen und Sänger ihre Rollendebüts: Marie Smolka (Susanna), Olga Jelinkova (Gräfin) und Carmen Seibel (Cherubino) singen ihre Partien zum ersten Mal, ebenso Markus Jaursch und Stefan Röttig, die alternierend in die Rolle des Figaro schlüpfen. (Text: SST)

BESETZUNG

Musikalische Leitung: Sébastien Rouland
Inszenierung: Eva-Maria Höckmayr
Bühnenbild: Volker Thiele; Kostüme: Julia Rösler; Lichtdesign: Daniel Müller; Dramaturgie: Renate Liedtke; Einstudierung Chor: Jaume Miranda
Mit: Peter Schöne/Salomón Zulic del Canto, Olga Jelinkova/Valda Wilson, Marie Smolka, Markus Jaursch/Stefan Röttig, Carmen Seibel, Judith Braun, Hiroshi Matsui, Algirdas Drevinskas/Sung min Song, Alto Betz/Vadim Volkov, Bettina Maria Bauer, Saarländisches Staatsorchester, Opernchor des Saarländischen Staatstheaters, Statisterie

Veranstaltungsdetails

Art:
Theater
Ort:
Saarländisches Staatstheater
Schillerplatz 1
66111 Saarbrücken
Telefon:
+49 681 3092-486
Internet:
http://www.saarlaendisches-staatstheater.de
Datum:
30.11.2019 - 19:30 Uhr
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