Radverkehrs-Projekte

Überblick über laufende und abgeschlossene Radverkehrsprojekte der Landeshauptstadt. 

Die Landeshauptstadt baut die Radverkehrsinfrastruktur fortlaufend aus. Bei ihren turnusmäßigen Arbeiten an Fahrbahndecken des Hauptstraßennetzes markiert sie, wo es möglich ist, zum Beispiel Radfahrstreifen. Beispiele der vergangenen Jahre sind

  • Feldmannstraße
  • Talstraße
  • Mecklenburgring
  • Schlesienring
  • Saargemünder Straße

Auch bei Baumaßnahmen der öffentlichen Hand wie Eisenbahnstraße, Beethovenplatz, Willi-Graf-Ufer, Barock trifft Moderne, Rabbiner-Rülf-Platz, Dudweiler Straße oder privaten Vorhaben wie Florapark, Möbelmarkt Milchhof, Osthafen oder Parkhaus HTW wird Radinfrastruktur nach dem Stand der Technik geplant und  realisiert. Auch hier werden die Kosten den Projekten zugeschlagen und schonen das Budget für den Radverkehr.

Meerwiesertalweg: Stadt entschärft Unfallschwerpunkte

Markierung des Radweges an der Einmündung zum Kletterpark Meerwiesertalweg - Rainer Bier/StA61

Markierung des Radweges an der Einmündung zum Kletterpark Meerwiesertalweg - Rainer Bier/StA61

Markierung des Radweges an der Einmündung zum Kletterpark Meerwiesertalweg - Rainer Bier/StA61

Neue Markierungen im Meerwiesertalweg sorgen seit dem Frühjahr 2018 für mehr Sicherheit für Radfahrer. Die Landeshauptstadt hat die neuen Markierungen und Piktogramme an den Einmündungen zum Kletterpark sowie den Einfahrten zum Parkplatz des Lebensmittelmarktes "Netto" angebracht. 

Dort war es laut einer Unfallstatistik von 2010 bis 2017 häufig zu Zusammenstößen von Kraftfahrzeugen und Radfahrern gekommen. Der Radweg zur Universität im Meerwiesertalweg kann von Radfahrenden in zwei Richtungen befahren werden. Ein- und abbiegende Autofahrer rechnen allerdings nicht immer mit den vorfahrtsberechtigten Radfahrern.

Nun machen rot markierte Einmündungen und Einfahrten sowie Fahrradpiktogrammen mit Zweirichtungspfeilen auf die Radfahrer aufmerksam. An der Einmündung zur Straße "An der Trift" haben solche Markierungen zu einem Rückgang der Unfälle mit Radfahrenden geführt.

Stadt entschärft Unfallschwerpunkte im Meerwiesertalweg

Neuer Verkehrskreisel in Fechingen: Stadt verbessert Radanbindung

Mit dem Neubau des Kreisels im Bereich Provinzialstraße/An der Heringsmühle in Fechingen hat die Landeshauptstadt den Verkehrsfluss verbessert und die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger erhöht. Die Arbeiten laufen seit Mai 2017 und sind abgeschlossen. 

An zwei von drei Kreiselzufahrten erleichtern barrierefreie, gesicherte Überwege künftig das Überqueren der Straße. Den Radverkehr leitet die Stadt parallel zu den Fußgängern über Mittelinseln. Er wird - wie die Fußgänger - nun ebenfalls konsequent gegenüber dem Kfz-Verkehr bevorrechtigt.  

Im Kreisel selbst gibt es eine Hochboardführung parallel zum Gehweg. Unfallauswertungen haben ergeben, dass sie Sicherheit in Situationen wie in der Straße An der Heringsmühle verbessern. Auf der durchgehenden Fahrbahn des Kreisverkehrs markiert die Stadt Schutzstreifen für Radfahrer. Im Kreisel ist auch der linksfahrende Radverkehr zugelassen. Grund sind die Platzverhältnisse, die für Mittelinseln nicht ausreichen. 

Damit die Verkehrsteilnehmer die Situation vor Ort besser erfassen können, wurden die Konfliktbereiche auf der Fahrbahn rot markiert und Fahrradpiktogramme aufgebracht. Auch auf den Straßen, die zum neuen Kreisel führen, hat die Stadt dort, wo es möglich war, Radschutzstreifen angelegt.

Auch für den saarländischen Rad-Tourismus ist der Neubau des Kreisels eine Verbesserung, denn der Saar-Nahe-Höhenradweg ins Wogbachtal verläuft über diese Strecke. Mehr Infos zu der Tour gibt es unter www.urlaub.saarland.

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Fortlaufende Markierungsarbeiten

Beispielhaft waren die Markierungsarbeiten in der Saargemünder Straße in St. Arnual. Im Jahr 2016 wurden dort vom Bereich Schenkelbergstraße bis stadtauswärts zur B 406 großflächig bei einer Asphalterneuerung Fahrradschutzstreifen für den Radverkehr angelegt. Schutzstreifen sind im Gegensatz zu den Radfahrstreifen Bestandteil der Kfz-Fahrbahn, Autos sollen jedoch nur in Ausnahmen die Fahrradstreifen mitbenutzen (beispiels­weise bei einer Begegnung mit Bussen oder Lastwagen).

Fährt ein Radfahrer auf dem Schutzstreifen, müssen Kfz hinter ihm bleiben bis sie ohne Gefährdung des Radfahrers, also mit mindestens 1,5 Metern Abstand, überholen können. Um Radfahrer vor sich plötzlich öffnenden Autotüren zu schützen, wird zwischen dem Radschutzstreifen und den Längsparkständen ein sogenannter Sicherheits­trenn­streifen markiert.

Hervorzuheben sind im Bereich Saargemünder Straße/Bruchstraße die Piktogramme "Abbiegepfeile" für den Radverkehr in Richtung St. Arnualer Markt. Die Piktogramme im Abbiegebereich schaffen zum einen Verkehrssicherheit der Radfahrer untereinander, zum anderen erhöhen sie die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer.

Kleinere Maßnahmen

Häufig bringen kleinere Maßnahmen einen entscheidenden Sicherheits- oder Komfortgewinn für den Radverkehr. Hierzu zählen: 

  • Markierung von Fahrbahnpiktogrammen auf der Fahrbahn (sinnvoll: mit Fahrtrichtungs- und Abbiegepfeilen)
  • Bordsteinabsenkungen
  • Poller gegen das Zuparken von Wegen und Einmündungen
  • Öffnung von Einbahnstraßen
  • Roteinfärbung von Radwegen im Konfliktbereich
  • Freigabe von Busspuren
  • Randbefestigung schmaler Radwege
  • Beseitigung von (Dauer-) Pfützen

Leinpfad entlang der Saar Höhe Saarlandmuseum - StA61/Rainer Bier/Nadja Bautz

Leinpfad entlang der Saar Höhe Saarlandmuseum - StA61/Rainer Bier/Nadja Bautz

Leinpfad entlang der Saar Höhe Saarlandmuseum - StA61/Rainer Bier/Nadja Bautz