Montag, 27. Mai 2019

Austritt von unbekannter Flüssigkeit mit Personenschaden

Am Freitag, 24.Mai 2019 wurde die Feuerwehr Saarbrücken um kurz nach 20 Uhr zum Postverteilzentrum in Saarbrücken gerufen. Die Anruferin teile mit, dass aus einem Versandstück eine unbekannte Flüssigkeit ausgetreten sei und mehrere Personen über Reizungen der Augen klagen würde.

Symbolbild - Gefahrguteinsatz

Symbolbild - Gefahrguteinsatz - FWSB|BFS

Von der Leitstelle wurde daraufhin eine Teileinheit des Gefahrstoffzuges entsandt.

Vor Ort wurde die Dienstaufsicht der Post befragt und gab an, dass im Verteilzentrum ein Versandstück in der Größe DIN A5 beim Verteilen aufgeplatzt sei und eine unbekannte Flüssigkeit ausgetreten war. Zwei Mitarbeiter kamen mit der Flüssigkeit in Kontakt und wurden noch vor Eintreffen der Rettungskräfte selbstständig ins Krankenhaus gefahren. Drei weitere Mitarbeiter wurden vor Ort durch den Notarzt gesichtet, behandelt und zur weiteren Versorgung in Krankenhäuser verbracht.

Die Feuerwehr ging mit Atemschutzgeräten und Schutzhandschuhen vor um das Verpackungsstück zu sichern und etwaige Hinweise auf die Flüssigkeit zu untersuchen. Nach der Begutachtung des Versandstückes konnte aufgrund des Absenders, des Empfängers und der Einschätzung des Leitenden Notarztes ein Rückschluss auf die Flüssigkeit vorgenommen werden. Demnach handele es sich um einen Stoff zur Konservierung. Eine abschließende Kontrolle ergab, dass keine weiteren Gefahren oder Reizungen mehr eintraten oder ein unangenehmer Geruch wahrzunehmen ist.

Das Versandstück wurde von der Polizei gesichert. Die Einsatzstelle wurde an die Dienstaufsicht der Post übergeben

Im Einsatz waren:

Führungsdienste (C-Dienst/ B-Dienst), HLF, TLF, Rüstwagen Gefahrgut und der Gerätewagen Messen von den beiden Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr.

Vom Rettungsdienst wurden vier Rettungswagen, ein Krankentransportwagen, der Rettungshubschrauber sowie der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und der Leitende Notarzt zur Einsatzstelle beordert. Von der Polizei wurden mehrere Kommandos entsendet. Das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz entsendete auf Anforderung ebenfalls eine Mitarbeiterin.

Amt für Brand- und Zivilschutz

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