Die Konferenz zur Zukunft Europas

Die "Konferenz zur Zukunft Europas" soll den Dialog zwischen Bürgern/-innen, Experten und EU-Institutionen fördern.

Logo der Konferenz zur Zukunft Europas - EU-Kommission

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Anlässlich des Europatages am 9. Mai 2021 wird die „Konferenz über die Zukunft Europas“ in Straßburg offiziell gestartet. Bei der „Konferenz zur Zukunft Europas“ handelt es sich um einen langfristigen Kommunikations-Prozess mit einer Reihe von Debatten und Diskussionen, bei denen die Menschen aus ganz Europa ihre Ideen austauschen und die gemeinsame Zukunft Europas diskutieren und mitgestalten können. Organisiert wird die Konferenz von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat.

Bei der Konferenz wird es neben thematischen Fragen auch um die rechtlichen Änderungen gehen, die nötig wären, um die Zukunft der EU bestmöglich zu gestalten. Dabei sollen Bürger/-innen aller Gesellschaftsschichten in die Debatte einbezogen werden. Die Möglichkeit dazu bietet unter anderem die digitale Plattform sowie viele lokale und regionale Versammlungen, bei denen die EU-Bürger/-innen ihre Meinungen und Anregungen einbringen können. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2022 während der französischen Ratspräsidentschaft in der EU veröffentlicht werden.

Bestandteile der Konferenz sind

  • eine mehrsprachigen digitale Plattform können Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen austauschen und Online-Beiträge einreichen. Sie werden während der gesamten Konferenz auf der Plattform gesammelt, analysiert, überwacht und veröffentlicht.
  • dezentrale Veranstaltungen  sollen in ganz Europa virtuell, als Präsenzveranstaltung oder in hybrider Form stattfinden.
  • nationale und Europäische Bürgerforen werden verschiedene Themen erörtern und ihre Vorschläge unterbreiten. Sie werden in Bezug auf die geografische Herkunft, das Geschlecht, das Alter, den sozioökonomischen Hintergrund und/oder das Bildungsniveau der Bürgerinnen und Bürger repräsentativ sein.
  • Plenarversammlungen der Konferenz  sollen sicherstellen, dass die Empfehlungen der Bürgerforen nach Themen geordnet erörtert werden, mit offenem Ergebnis und ohne dass der Gegenstand auf vorab bestimmte Politikbereiche beschränkt wird. Die Plenarversammlung der Konferenz setzt sich gleichberechtigt aus Vertretern des Europäischen Parlaments, des Rates und der Europäischen Kommission sowie Vertretern aller nationalen Parlamente und aus Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Der Ausschuss der Regionen, der Wirtschafts- und Sozialausschuss, die Sozialpartner und die Zivilgesellschaft werden ebenfalls vertreten sein. Wenn über die internationale Rolle der Union diskutiert wird, wird der Hohe Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik hinzugezogen. Es können auch Vertreter wichtiger Interessenträger eingeladen werden.

Die digitale Plattform

Die digitale Plattform ist seit 19. April online und bietet allen Bürgern/-innen die Möglichkeit sich einzubringen und an der Konferenz zur Zukunft Europas mitzuwirken.
Die Plattform ist in 24 Amtssprachen verfügbar. Die Menschen können über die Plattform miteinander in Kontakt treten und ihre Vorschläge mit anderen Bürgern/-innen aus allen Mitgliedstaaten erörtern. Möglichst viele Menschen aus allen Gesellschaftsschichten sollen über die Plattform ihren Beitrag zur Gestaltung ihrer Zukunft zu leisten, aber auch über die sozialen Medien mit dem Hashtag #DieZukunftGehörtDir für die Plattform werben.
Alle Veranstaltungen, die auf der Plattform registriert werden, werden auf einer interaktiven Karte angezeigt, auf der die Möglichkeit besteht, Veranstaltungen zu  recherchieren und sich online anzumelden
Veranstaltungsorganisatoren/-innen bietet die Plattform die Möglichkeit, ihre Veranstaltungen als Beiträge zur „Konferenz“ anzumelden. Die Organisatoren können das auf der Plattform verfügbare Instrumentarium nutzen, um ihre Initiativen zu organisieren und bekannt zu machen.
Darüber hinaus haben alle Nutzer/-innen die Möglichkeit, ihre Meinungen zu Themen einzubringen. Die digitale Plattform bietet folgende zentrale Themen an: Klimawandel und Umwelt; Gesundheit; eine stärkere und gerechtere Wirtschaft; soziale Gerechtigkeit und Beschäftigung; die Rolle der EU in der Welt; Werte und Rechte, Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit; digitaler Wandel; Demokratie in Europa; Migration; Bildung, Kultur, Jugend und Sport. Diese Themen werden durch ein Angebot für Querschnittsthemen und andere Themen („sonstige Ideen“) ergänzt, so dass alle Fragen und Themen zur Sprache gebracht werden können. Die wichtigsten Ideen und Empfehlungen der Plattform sollen als Input für die europäischen Bürgerforen und die Plenarversammlungen genutzt, wo sie zur Erstellung der Schlussfolgerungen der Konferenz erörtert werden.

Spielregeln

Von allen Teilnehmern und bei allen Veranstaltungen ist die Charta der Konferenz zur Zukunft Europas einzuhalten, in der Standards für eine respektvolle europaweite Debatte festgelegt sind.

Es wird für vollständige Transparenz – ein wesentlicher Grundsatz der Konferenz – gesorgt sein, da alle Beiträge und Veranstaltungsergebnisse gesammelt, analysiert, überwacht und öffentlich zugänglich gemacht werden. Die wichtigsten Ideen und Empfehlungen der Plattform werden als Input für die europäischen Bürgerforen und die Plenarversammlungen genutzt, wo sie zur Erstellung der Schlussfolgerungen der Konferenz erörtert werden.

„Ich wünsche mir, dass sich alle Menschen in Europa aktiv an der Konferenz zur Zukunft Europas beteiligen und so die Prioritäten der EU maßgeblich mitbestimmen.“ Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission