100 Jahre Ende Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg war die "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts.

Am 11. November 1918 - vor 100 Jahren - endete für das Deutsche Reich im Wald von Compiègne bei Paris der Erste Weltkrieg. Deutschland war seit 1914 mit seinen Verbündeten unter anderem gegen Frankreich, Großbritannien, Russland und seit 1917 auch gegen die USA im Kampf.

Die letzte deutsche Offensive endete im Herbst 1918. Revolutionäre zwangen Kaiser Wilhelm II. zur Abdankung und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg forderte sofortige Waffenstillstandsverhandlungen. Staatssekretär Matthias Erzberger und eine zivile Delegation starteten die ersten Gespräche.

Auf einer Waldlichtung trafen sich am 8. November 1918 die Unterhändler mit dem französischen Marschall Ferdinand Foch in einem Eisenbahn-Salonwagen zu den Verhandlungsgesprächen.

Am 10. November forderten Militär und Reichsregierung die Unterschrift. Deutsche und Alliierte begannen am 11. November um 02.15 Uhr letzte Gespräche. Am Vormittag wurde das Waffenstillstandsdokument von Erzberger und Foch unterschrieben und damit in Kraft gesetzt.

Deutschland musste daraufhin etwa 14 Prozent seiner Fläche abtreten, die Hochseeflotte und schwere Waffen ausliefern und zusätzlich hohe Reparationszahlungen leisten.

Der Erste Weltkrieg war die "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts, eines Jahrhunderts von Gewalt, Krieg und Vertreibungen. Diese weltweite Katastrophe kostete Millionen Soldaten und Zivilisten das Leben und zerstörte große Teile Europas.

Zum 100-jährigen Gedenken des Endes des Ersten Weltkrieges fanden im Jahr 2018 verschiedene Gedenkveranstaltungen statt. In Berlin hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ein Plädoyer für eine beherzte Fortsetzung des europäischen Einigungswerks gehalten. „Wenn man das schlimmste wieder verhindern möchte, dann muss man dafür sorgen, dass die europäischen Wasser in festen Kanälen laufen. Deshalb brauchen wir die Europäische Union trotz aller Schwächeanfälle, die sie hat“, sagte Juncker. „Europa bleibt der schönste Ort zum Leben und das wissen alle – mit Ausnahme der Europäer.“

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