Kulturförderung

Unterstützung für Kulturschaffende und Kulturbetriebe - Stadt hat Solidaritätsfonds eingerichtet. 

Künstler - Becker und Bredel

Künstler - Becker und Bredel

Künstler - Becker und Bredel

Oberbürgermeister Uwe Conradt: „Saarbrücken hat als kulturelles Zentrum des Saarlandes und der Region eine facettenreiche Kulturszene zu bieten. Zahlreiche Kulturinstitutionen und eine bedeutende Kreativwirtschaft sind bei uns angesiedelt. Veranstalter, Künstler und Kreative sind durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wirtschaftlich hart getroffen worden. Durch abgesagte Veranstaltungen und Aufträge haben sie momentan kaum oder keine Einnahmen. Deshalb werden wir Betroffene mit unserem Solidaritätsfonds finanziell unterstützen. Unser Ziel ist die Sicherung des Fortbestands der Kulturszene in der Landeshauptstadt.‟

Der Fonds besteht aus zwei Programmen. Eines richtete sich an freie Kulturschaffende, Kulturvereine und -initiativen. Für Kulturbetriebe, -institutionen, Veranstalter und Anbieter von Spielstätten war ein weiteres Programm vorgesehen. Das Ende der Einreichfrist war am 30. Juni. 

Grundvoraussetzung für eine Förderung war, dass Betroffene Veranstaltungen oder Projekte seit März 2020 absagen oder verschieben mussten und dies zu erheblichen Einnahmeausfällen geführt hat. Kulturschaffende und -betriebe waren zur Förderung berechtigt, wenn der Fortbestand nach der Corona-Pandemie beabsichtigt und plausibel ist.

Förderungswürdig waren insbesondere Kosten für Honorare, die Kompensation von Einnahmeausfällen, die Anmietung größerer Räume zur Gewährleistung der Hygiene- und Abstandsregelungen sowie die Kosten für Sicherheit, Absperrungen und Einlasskontrollen.

Programm für freie Kulturschaffende, Kulturvereine und -initiativen

Interessierte konnten einen Betrag von maximal 7.500 Euro für die Durchführung eines Projekts, einer kulturellen Veranstaltung oder Veranstaltungsreihe beantragen. Antragsberechtigt waren freie Kulturschaffende, also Personen, die ihr Einkommen überwiegend aus der künstlerischen Tätigkeit beziehen, sowie Kulturvereine und -initiativen, deren Programm oder Werk eine Bedeutung für die Kultur in der Stadt hat. 

Programm für Kulturbetriebe, -institutionen, Veranstalter und Anbieter von Spielstätten

Berechtigte konnten einen Betrag von maximal 10.000 Euro für die Durchführung eines Projekts, einer Veranstaltung oder Veranstaltungsreihe beantragen. Die folgenden Kulturschaffenden und Einrichtungen konnten Förderung beantragen: Kulturbetriebe und -institutionen wie Theater-, Tanzeinrichtungen oder Kinos, Veranstalter von Kulturveranstaltungen einschließlich der Straßen-, Pop- und Festkultur sowie Anbieter von Spielstätten, in denen kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Die Antragstellenden mussten einen unverschuldeten Verlust an Einnahmen (mindestens 25 Prozent der Einnahmen des Vergleichszeitraums 2019) durch die Corona-Pandemie nachweisen, den sie nicht auffangen konnten. Sie mussten Betreiberin oder Betreiber beziehungsweise Veranstalterin oder Veranstalter sein und ihren Sitz in Saarbrücken haben. Zum Nachweis ihrer kulturellen Bedeutung mussten die Antragstellenden umfassend darlegen, welchen Beitrag sie für die Kultur in Saarbrücken leisten. Außerdem mussten sie zuvor bereits kontinuierlich Kulturveranstaltungen in Saarbrücken durchgeführt haben.

Jury bewilligt Anträge

Bewilligung und Auszahlung der Förderung erfolgten auf Vorschlag einer jeweils dreiköpfigen unabhängigen Jury. Sie wurde durch den Kulturausschuss eingesetzt und haben sich aus Fachexperten der Förderbereiche zusammen gesetzt. 

Weitere Infos zum Solidaritätsfonds

Die Förderung durch den Solidaritätsfonds der Landeshauptstadt Saarbrücken ist nachrangig. Das heißt, dass Kulturschaffende zunächst alle Möglichkeiten zur Kompensation von Einnahmeausfällen durch Bund oder Land ausschöpfen mussten. Wer den einmaligen Zuschuss der Landeshauptstadt erhält, muss diesen nicht zurückzahlen. Der Solidaritätsfonds ist bis Donnerstag, 31. Dezember, befristet und im Hinblick auf die hierfür zur Verfügung stehenden Mittel begrenzt.

Weitere Informationen zur Jury

In der Jury für freie Kulturschaffende, Kulturvereine und -initiativen saßen Maria Grätzel, Orchestermanagerin der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, der Chefdramaturg und künstlerische Leiter des Staatstheaters Horst Busch und Volker Schütz, Multimediakünstler, Fotograf, Experimentalfilmer und Autor.

Die Jury für Kulturbetriebe, -institutionen, Veranstalter und Locationanbieter war besetzt mit der Konzert-Bookerin Trixi Hussong, Professor Oliver Strauch von der Hochschule für Musik und dem Blogger Sascha Markus alias „Der Flaneur“. 

Weitere Informationen und Kontakt

Landeshauptstadt Saarbrücken

Stichwort "Solidaritätsfonds"
Rathausplatz 1
66111 Saarbruecken


E-Mail: kreativ@saarbruecken.de