Informationen für Gründerinnen

Frauen sind bei Existenzgründungen nach wie vor unterrepräsentiert. Es gibt einige Besonderheiten bei Gründungen durch Frauen. 

Frauen (Quelle: korvin1979 - Fotolia.com)

Nach wie vor müssen viele Frauen mit der Doppelbelastung Beruf/Familie zurechtkommen.

Ein häufiger Grund, von einer Gründung Abstand zu nehmen. Erwerbsunterbrechungen für Kindererziehung können bei einer Vollzeit-Selbständigkeit zu erheblichen Einbußen führen.

Andererseits gründen Frauen mit Kindern unter drei Jahren wesentlich häufiger als Frauen ohne Kinder. Die Selbständigkeit bietet oft die Möglichkeit, Arbeit flexibler einzuteilen als es bei einer Festanstellung möglich wäre.

Das Interesse von Frauen an einer Existenzgründung kann auch zu einer Nebenerwerbsgründung führen, die in der Regel die Vereinbarkeit von Familie und Selbständigkeit erleichtert.

Laut einer Studie der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) aus 2011 „Gründerinnen – Frauen als eigene Chefs“ gründen Frauen am häufigsten im Bereich der persönlichen Dienstleistungen (z.B. im Gesundheitswesen, im Bereich Bildung). Hier ist am ehesten eine reduzierte Stundenzahl bzw. ein Nebenerwerb möglich und in der Regel erfordern diese Gründungen ein geringeres Startkapital.

Auch bei einer Gründung im Team bleibt dem Einzelnen mehr Zeit bzw. größere Flexibilität. Frauen sind bei Gründungen risikobewusster als Männer. Bei einer Gründung im Team sind die Risiken verteilt. Kinderbetreuung oder Vertretung lassen sich leichter regeln. Erfahrungsgemäß funktionieren kleinere Teams von 2-3 Personen besonders gut, klare Vereinbarungen und Aufgabenteilung sind wichtig und sollten schriftlich festgelegt werden.