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Kolumne der Oberbürgermeisterin

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz schreibt in ihrer wöchentlichen Kolumne über aktuelle Stadtthemen.

Tolles Ausflugsziel: das Historische Museum Saar (22. Februar 2017)

Charlotte Britz (Foto: Iris Maurer)

Charlotte Britz (Foto: Iris Maurer)

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wer gerne ins Museum geht, hat in Saarbrücken die Qual der Wahl. Kunstliebhaber können gleich mehrere schöne Ausstellungsorte besuchen. Einer davon ist das Historische Museum Saar am Schloss im barocken Zentrum unserer Stadt. Egal ob Sie hier leben und sich für Geschichte interessieren oder Gästen die Vergangenheit des Saarlandes näherbringen wollen – dieses Museum ist ein tolles Ausflugsziel.

Saar-Geschichte anschaulich und kompakt zusammengefasst

In der Dauerausstellung „Saargeschichte seit 1870“ können Sie sich auf eine spannende Zeitreise entführen lassen. Die fünf Abteilungen spiegeln anschaulich die wechselvolle Geschichte der Grenzregion an der Saar wider. Es geht um die Ära des Wilhelminischen Kaiserreichs, die beiden Weltkriege, die Zeit des Saargebiets unter der Verwaltung des Völkerbundes (1920-1935) und die Jahre des von Deutschland getrennten Saarstaats (1947 bis 1955).

Die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg ist sogar eine der größten in Deutschland. Bringen Sie also am besten Zeit und Muße mit. Die beiden saarländischen Sonderwege im 20. Jahrhundert, die mehrfachen Grenzverschiebungen und die Anfänge der heutigen Europäischen Union sind vor allem für Gäste aus dem Ausland und aus anderen Bundesländern faszinierend und im Historischen Museum Saar hervorragend zusammengefasst an einem Ort erfahrbar.

Hier befindet sich auch eine der wichtigsten Gedenkstätten zur NS-Zeit an der Saar: In die Ausstellung zum Nationalsozialismus ist eine Original-Gestapozelle integriert. Ab 1935 hatte die Gestapo ihren Sitz im Saarbrücker Schloss. An den Wänden der Zelle sind zahlreiche Inschriften der inhaftierten Zwangsarbeiter erhalten. Ein bedrückendes Zeugnis dieser dunklen Zeit.

Tief unter der Erde wird Vergangenheit lebendig

Ausstellungsräume gibt es in jedem Museum. Das Historische Museum Saar hat aber noch mehr zu bieten: Sie können vierzehn Meter unter den Schlossplatz in die unterirdische Burg hinuntersteigen – eine deutschlandweit einzigartige Sehenswürdigkeit, die vor allem Familien mit Kindern und Touristen begeistert. Hier kann man 800 Jahre Geschichte an einem historischen Ort hautnah erleben. Es gibt Reste mittelalterlicher Wehranlagen zu entdecken, eine Schießkammer, Kasematten, einen „Geheimgang“ und ein Verlies. Diese Bauten lagen über Jahrhunderte unter der Erde verborgen. Moderne Medien und rekonstruierte historische Geräte lassen Geschichte für Kinder und Erwachsene lebendig werden. Angebote zum Mitmachen und Ausprobieren laden die Besucher ein, aktiv zu werden und sich vergangene Zeiten selbst zu erschließen.  

Neuer Direktor mit neuen Ideen

Seit einigen Monaten leitet Simon Matzerath das Historische Museum Saar. Ich hatte schon Gelegenheit, mich mit ihm zu unterhalten, und freue mich darauf zu sehen, wie er die neuen Ideen umsetzen wird, die er nach Saarbrücken mitgebracht hat. Unter anderem möchte er gemeinsam mit seinem Team das Museum noch besucher- und familienfreundlicher gestalten. Dafür wünsche ich ihm und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin viel Erfolg!

Wenn Sie Lust bekommen haben, das Historische Museum zu erkunden und nachzuschauen, was es alles dort zu entdecken gibt, finden Sie mehr Informationen auch im Internet entweder unter www.saarbruecken.de/kultur oder unter www.historisches-museum.org.

Viel Spaß beim nächsten Museumsbesuch wünscht Ihnen

Ihre

Unterschrift Charlotte Britz