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Saarbrücker Umweltdezernent unterstützt Forderung nach Polizeiuniformen aus fairem Handel

Dienstag, 13. Mai 2014

Der Saarbrücker Umweltdezernent Thomas Brück, verantwortlich für das Thema „Fairer Handel“, unterstützt ausdrücklich die Forderung des Netzwerkes Entwicklungspolitik Saarland e.V. (NES) nach fair gehandelten Polizeiuniformen.

Foto von Dhiraj Kanaujiya (20, Indien) Durch den Verkauf dieser Karte verdient Dhiraj Geld für seine Ausbildung, Weitere Infos zu ihm und seinem Bild findet man unter www.fairmail.info

Angesichts der angekündigten Beschaffung von neuen Polizeiuniformen durch die Länder Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen hat NES gefordert, dass die Uniformen unter fairen Bedingungen produziert werden sollten.

„In Anbetracht der zum großen Teil menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen in Ländern wie Bangladesh viele Textilien produziert werden, darf die öffentliche Hand nicht einfach wegsehen, sondern muss die Einhaltung von Mindeststandards fordern“, so die Forderung von Thomas Brück. Die Landeshauptstadt bemüht sich bei ihren Beschaffungen um die Einhaltung von Normen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, die unter anderem Kinderarbeit verhindern sollen. Das städtische Amt für Grünanlagen, Forsten und Landwirtschaft hat im vergangenen Jahr mit der Beschaffung von Arbeitskleidung aus fairem Handel begonnen. Diese ist zwar in der Anschaffung etwas teurer, aufgrund der besseren Qualität jedoch langlebiger und deshalb wirtschaftlicher.

„Die Forderung nach einem Mindestlohn in Deutschland und gerechte Preise im Welthandel gehen für mich Hand in Hand“, so der Saarbrücker Umweltdezernent. Für sehr hilfreich für die Beschaffung hält er die Forderung des Entwicklungshilfeministers Gerd Müller, noch in diesem Jahr ein neues Siegel für nachhaltig produzierte Kleidung einzuführen. Dieses soll soziale und ökologische Mindeststandards bringen und die Vielzahl existierender Siegel ersetzen. „Es würde den Einkäufern in den öffentlichen Verwaltungen viel Detailarbeit ersparen, wenn diese nicht mehr die Glaubwürdigkeit vieler Zertifikate überprüfen müssten, sondern sich auf ein Siegel verlassen könnten“, so Brück.