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Kampagne gegen Frauenarmut

Landesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen Frauenbeauftragten im Saarland startet Plakat-Kampagne gegen Frauenarmut

Kampagne gegen Frauenarmut

Gestaltung: Marie Rochow, Benjamin Rein

Die kommunalen Frauenbeauftragten im Saarland starten eine landesweite Großflächen-Plakatkampagne, um auf das Thema Armut von Frauen aufmerksam zu machen. Mit den pfiffigen Plakat-Motiven „Arbeit für die Katz“, „Nur kleine Brötchen backen“ und „Reicht nicht mal für‘n Appel und Ei“  sollen Betrachterinnen und Betrachter für das Thema sensibilisiert werden. Außerdem werden in Gaststätten Free Cards verteilt und in Toto-Annahmestellen Infospots geschaltet.

Equal Pay Day

Pünktlich zum Equal Pay Day, dem Internationalen Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern greifen die Kommunalen Frauenbeauftragten auch im Saarland die bundesweite Kampagne gegen Frauenarmut auf. Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen seit Jahresanfang umsonst arbeiten müssen, während Männer in der gleichen Zeit bereits für ihre Arbeit bezahlt werden. In Deutschland beträgt die Entgeltlücke 22 %. Diese Lücke entsteht durch die schlechtere Entlohnung in den typischen Frauenberufen, die unterbrochenen Erwerbsbiographien, die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen, die Teilzeitarbeit und Mini-Jobs.

Selbst bei gleicher Tätigkeit beträgt der Lohnunterschied noch 7 %.

Die Kampagne weist auf die erschreckend hohe Armut bei Frauen hin

Betroffen sind Frauen aller Generationen, besonders häufig trifft es Alleinerziehende und Rentnerinnen. Beim Taschengeld fängt es an – bei der Rente hört es auf! Typische Frauenberufe, wie Erzieherin, Friseurin, Altenpflegerin etc. sind im Vergleich schlecht bezahlt. Der Grundstein für eine geringe Rente ist damit schon gelegt.
Während Männer Karriere machen, betreuen viele Frauen die Kinder zu Hause und arbeiten jahrelang in Teilzeit. 45 % der erwerbstätigen Frauen arbeitet in Teilzeit, bei den Männern sind es 9,8 %. Die Aussicht auf eine existenzsichernde Rente sinkt für diese Frauen weiter. Wenn dann noch jemand aus der Familie krank wird und zu Hause gepflegt wird, sind es meist wieder die Frauen, die aus dem Beruf aussteigen und diese Aufgabe übernehmen.
Statistisch gesehen erhalten Frauen 60 Prozent weniger Rente als Männer. 63 Prozent der Frauen bekommen weniger als 650 Euro Rente.

Nähere Informationen auch unter: www.frauenbeauftragte.de