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Stadt vergibt Auftrag für Tribünenbau im Ludwigsparkstadion

Dienstag, 30. Oktober 2018

Die Stadtverwaltung wird den Auftrag für den Bau der Tribünen im Ludwigsparkstadion an den einzigen Bieter aus dem Ausschreibungsverfahren vergeben.

Die Arbeiten an der letzten Etage des Funktionsgebäudes laufen, bis Ende 2018 soll der Rohbau fertig sein. (Foto 12.10.2018)

Die Arbeiten an der letzten Etage des Funktionsgebäudes laufen, bis Ende 2018 soll der Rohbau fertig sein. (Foto 12.10.2018)

Das hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 30. Oktober entschieden.

„Wir konnten im Verhandlungsverfahren mit dem Bieter den Preis deutlich reduzieren. In den Gesprächen haben sich Einsparpotentiale aufgetan. Das ist der Vorteil dieses Verfahrens: Man kann mit dem Bieter die einzelnen Positionen des Leistungsverzeichnisses durchgehen und Dinge klären. Daher ist für uns die Vergabe an den Bieter ohne Alternative. Denn bundesweit explodieren die Baukosten, die Baufirmen haben volle Auftragsbücher. Das wirkt sich auf viele Projekte in Deutschland aus und das bekommen wir natürlich auch im Saarland deutlich zu spüren. Es ist unwahrscheinlich, dass es auf eine erneute Ausschreibung des Tribünenbaus mehr Wettbewerb und bessere Angebote geben könnte“, begründet Baudezernent Prof. Heiko Lukas die Entscheidung. „Bei Stadionprojekten in Darmstadt und Karlsruhe haben wir eine ähnliche Situation. Auch dort gibt es Mehrkosten in Millionenhöhe. In Kiel fand sich sogar überhaupt keine Firma, die die Tribüne bauen will.“

Auf die europaweite Ausschreibung für den Bau der Tribünen hatte der Gebäudemanagementbetrieb der Landeshauptstadt Saarbrücken (GMS) nur ein Angebot erhalten. Da dieses Angebot unwirtschaftlich war, hatte der Werksausschuss GMS in seiner Sitzung am 27. September die Ausschreibung aufgehoben und in der gleichen Sitzung beschlossen, ein Verhandlungsverfahren mit dem Bieter einzuleiten. Nach Abschluss der Verhandlungen hat die Firma ein vergabefähiges Angebot vorgelegt. Mit der Vergabe des Auftrags wird das für den Umbau des Stadions veranschlagte Budget von 28 Millionen Euro überstiegen, nach derzeitigem Stand um rund 2,5 Millionen Euro.

Wie sich die Gesamtkosten des Umbaus des Stadions entwickeln, ist aktuell noch nicht absehbar. „Es liegen zahlreiche Ausschreibungen vor uns, daher wäre eine Kostenprognose unseriös. Wir haben die Bauleitung und die Planer aufgefordert, Einsparmöglichkeiten im laufenden Projekt zu eruieren. Sollten weitere Ausschreibungsergebnisse nicht im wirtschaftlichen Rahmen liegen, werden wir in weitere Verhandlungsverfahren einsteigen“, führt Prof. Lukas aus. Sobald es konkrete Zahlen gibt, wird die Stadtverwaltung auf die Landesregierung zugehen, um die Finanzierung möglicher Mehrkosten des Umbaus zu klären.

Weitere Infos zum Umbau und Konzept des neuen Ludwigsparkstadions gibt es im Internet unterwww.ludwigsparkstadion.de.