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Saarbrücker Stadtrat beschließt Einführung der „Gelben Tonne“

Dienstag, 4. September 2018

Der Stadtrat ist in seiner heutigen Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt und hat die Einführung einer „Gelben Tonne“ zum 1. Januar 2021 beschlossen.

Durch die sorgfältige Trennung trägt der Verbraucher maßgeblich zum Erfolg dualer Systeme bei. Trotz moderner Sortiertechnologien garantiert erst die Vorsortierung von Wertstoffen zu Hause ein ökologisches Verpackungsrecycling zu vertretbaren Kosten (Foto

Durch neue gesetzliche Regelungen im Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die hochwertige Verwertung von Verpackungen, kurz Verpackungsgesetz (VerpackG), haben Kommunen wie Saarbrücken erstmals die Möglichkeit, bei den Rahmenbedingungen für die Sammlung von Leichtverpackungen (LVP) Vorgaben zu machen. Derzeit erfolgt die Sammlung von LVP in „Gelben Säcken“.

Diese Möglichkeit kann die Landeshauptstadt Saarbrücken nun nutzen, um in Verhandlungen mit den Dualen Systemen Deutschland die Einführung einer „Gelben Tonne“ durchzusetzen. „Wir sehen in der ‚Gelben Tonne‘ an Stelle des ‚Gelben Sackes‘ einen entscheidenden Beitrag für mehr Sauberkeit in Saarbrücken“, erläutert Bürgermeister Ralf Latz den Beschluss.

In Saarbrücken sorgt das System der Sack-Sammlung bereits seit vielen Jahren für Unmut. Viele Säcke werden falsch befüllt und nicht zum Abfuhrtermin bereit gestellt. In Folge dessen kommt es häufig zu Ablagerungen und Verunreinigungen, die der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) auf Kosten aller Saarbrücker Bürgerinnen und Bürger beseitigen muss.

„Die Tonne trägt jedoch nicht nur zu mehr Stadtsauberkeit bei, im Vergleich zum Sack stellt diese ein ‚Mehrweg-System‘ dar. Der Kunststoffverbrauch für die Herstellung einer Tonne entspricht ungefähr dem Kunststoffverbrauch an ‚Gelben Säcken‘ in acht Jahren. Dabei ist die Lebensdauer der Tonne natürlich deutlich höher. Tonnen werden zudem ihrem Zwecke entsprechend verwendet und nicht wie bei den Säcken als Verpackung für diverse andere Dinge genutzt“, so Latz zu den weiteren Vorzüge eines neuen Systems.

Hierbei ist man sich bei der Stadtverwaltung durchaus bewusst, dass es in Einzelfällen bei der Bereitstellung einer weiteren Tonne zu Platzproblemen kommen kann. Da bereits viele Kommunen mit einer zum Teil ähnlichen Bebauungsstruktur wie zum Beispiel Köln, Bonn, Frankfurt am Main diese Herausforderung bei der Einführung erfolgreich gemeistert haben, ist man auch in Saarbrücken sehr zuversichtlich. „Sobald wir die Verhandlungen mit den Dualen Systemen erfolgreich abgeschlossen haben, werden wir uns auch hierum kümmern. Die Erfahrungen in anderen Städten haben gezeigt, dass bei notwendigem Bedarf an Stellplätzen grundsätzlich auch neue Stellplätze durch Umorganisation gefunden werden konnten. Hier werden wir anknüpfen und dort Hilfestellung geben, wo es notwendig wird“, ergänzt Latz abschließend.