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Positive wirtschaftliche Entwicklungen in der Landeshauptstadt – Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit 2010 um 7418 gestiegen

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und der Gewerbeanmeldungen in Saarbrücken steigt kontinuierlich an.

Gewerbebau - Eurobahnhof

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: „Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt ist positiv, das bestätigen die Zahlen der Beschäftigten und Betriebe. Wichtig für die Zukunft ist, dass wir der Nachfrage nach Flächen für Betriebe gerecht werden können.“

Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst
Insgesamt 113.231 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Saarbrücken waren Ende September 2016 gemeldet. Seit 2010 ist ihre Anzahl um 7418 gestiegen. Das entspricht 7,2 Prozent. Ein Teil dieses Anstiegs ist allerdings auf die Revision der Beschäftigungsstatistik im August 2014 zurückführen, durch die neue Personengruppen in die Statistik mit einfließen.

Dass es insgesamt mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gibt, ist auf die wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften durch die Unternehmen zurückzuführen. So ist der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort Saarbrücken an der Bevölkerung mit Hauptwohnsitz im Alter von 15 bis 64 durchgehend von 43,4 auf 49,1 Prozent gestiegen.

Mehr Gewerbeanmeldungen – rund 611 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen vermarktet
Die Entwicklung der Gewerbean- und -abmeldungen ist ein weiterer Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt. Gewerbeanmeldungen werden mit dem Entstehen von Arbeitsplätzen, Wirtschaftswachstum und Strukturwandel verbunden. Die Anzahl der gemeldeten Gewerbetreibenden/Betriebe ist von 16.582 Ende 2010 auf 17.010 Ende 2016 angestiegen (+2,6 Prozent). Gleichzeitig gibt es weniger Insolvenzen in Saarbrücken, im Regionalverband und im ganzen Saarland.

Eine zentrale Herausforderung in der Landeshauptstadt ist es, auch in Zukunft ein ausreichendes und bedarfsgerechtes Angebot an Gewerbe- und Industrieflächen für eine dynamische und prosperierende Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Stadtentwicklung anbieten zu können. Die rund 611 Hektar Gewerbe- und Industrieflächen sind zum überwiegenden Teil vermarktet und deshalb nicht mehr im städtischen Zugriff.

In den letzten beiden Jahrzehnten konnten Ansiedlungs- und Erweiterungsanfragen in der Regel über die von der GIU revitalisierten Altindustrieflächen bedient werden. Mit den laufenden Erweiterungsmaßnahmen an diesen Standorten werden die Flächenreserven in naher Zukunft jedoch weitgehend ausgeschöpft sein. Die GIU vermarktet Gewerbeflächen am „aw Saarbrücken-Burbach“, dem „InnovationsCampus Saar“, auf den Saarterrassen und im Quartier Eurobahnhof. Lediglich auf dem Gebiet „aw Saarbrücken-Burbach“ sind noch größere Flächen für Gewerbebetriebe verfügbar.

Relevante Gewerbeflächenpotenziale im Eigentum der Landeshauptstadt Saarbrücken sind derzeit eine landwirtschaftlich genutzte Fläche im Umfeld des Flughafens Ensheim sowie das ehemalige Messegelände, das sich durch seine günstige Lage besonders gut zur gewerblichen Nutzung anbietet. Zurzeit wird für dieses Gelände ein Markterkundungsverfahren zur Klärung der Marktverhältnisse, möglicher Investoren und Nutzungskonzepte durchgeführt. Darüber hinaus sollen neue Gewerbeflächen im Südraum entlang der Metzer Straße mit einem Gewerbeflächenpotenzial von 5,5 Hektar erschlossen werden.

In den umliegenden Kommunen im Regionalverband sind kaum noch größere, kurzfristig verfügbare, zusammenhängende Gewerbeflächen zu bekommen. Das geht aus ersten übermittelten Ergebnissen einer Status-Quo-Untersuchung im gesamten Regionalverband hervor. Frei werdende Immobilien im Gewerbeflächenbestand in Saarbrücken werden daher immer wichtiger, um die Nachfrage zu bedienen. Da diese Flächen sich in Privatbesitz befinden, ist es an den privaten Gewerbeflächeneigentümern, Flächenreserven auch für Neuansiedlungen kritisch zu prüfen und aktiv zu vermarkten.