Landeshauptstadt Saarbrücken » Rathaus » Presse und Online » Landeshauptstadt Saarbrücken setzt sich erfolgreich gegen Bordellwerbung ein

Landeshauptstadt Saarbrücken setzt sich erfolgreich gegen Bordellwerbung ein

Mittwoch, 13. September 2017

Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat sich mit dem führenden Anbieter für Werbeflächen im Saarland werbe fabry darauf geeinigt, dass die Firma in Saarbrücken auf ihren Werbeflächen keine grob anstößige Bordellwerbung mehr aufhängen wird.

Symbolbild Plakatfläche (Foto: Calado, fotolia.com)

Symbolbild Plakatfläche (Foto: Calado, fotolia.com)

Viele Bürgerinnen und Bürger hatten sich über die steigende Zahl an immer freizügigeren und sexistischeren Werbeplakaten in der Stadt beschwert.

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz zeigte sich über das einvernehmliche Gespräch mit werbe fabry sehr erfreut. „Die zuletzt in Saarbrücken plakatierte Großflächenwerbung für Bordelle hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Frauen werden in den würdelosesten Positionen gezeigt, das konnte so nicht länger hingenommen werden.“ Da werbe fabry nur einer unter mehreren Anbietern von Werbeflächen in Saarbrücken ist, wird die Landeshauptstadt sich zudem an den Fachverband Außenwerbung wenden, in dem mehrere private Firmen zusammengeschlossen sind. Es geht darum, dass weitere Werbeflächenanbieter dem guten Beispiel von werbe fabry folgen.

Die Stadt setzt auf Gespräche mit den Privatanbietern der Werbeflächen, da die rechtliche Situation für das Verbot von Bordellwerbung schwierig ist. „Könnten wir die Bordellwerbung untersagen, hätten wir das längst getan. Aber ich bin mir sicher, dass wir auch mit Gesprächen weitere Erfolge erzielen werden“, sagte Britz.

Auch die Saarbrücker Frauenbeauftragte Petra Messinger, die mit zahlreichen Beschwerden aus der Bürgerschaft befasst war, begrüßte die Vereinbarung mit werbe fabry. „Wir kämpfen seit Jahrzehnten gegen sexistische Werbung, legen sie immer wieder dem deutschen Werberat vor. Die Bordellwerbung in der letzten Zeit ist schlimmer als alles bislang Dagewesene. Wir dürfen uns an diese Darstellungen von Frauen als Ware und Objekt nicht gewöhnen“, sagte Messinger.