Aktuelle Informationen

Hier finden Sie aktuelle Informationen aus Europa.

Klingelschilder sind kein Fall für den Datenschutz

Flagge der EU (Foto Grecaud Paul Fotolia)

Foto: Grecaud Paul/Fotolia

Die EU-Kommissionweits darauf hin, dass die EU-Datenschutzgrundverordnung Namen auf Türschildern oder Briefkästen nicht regelt und auch nicht deren Entfernung verlangt. Entsprechende  Meldungen in den Medien sind  falsch. Dies bestätigt auch eine Erklärung der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationssicherheit.

Bildungsinvestitionen in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt

Bücherstapel (Foto: Kara/Fotolia)

Bücherstapel (Foto: Kara/Fotolia)

Die Investitionen in Bildung in Deutschland lagen 2016 mit 4,2 Prozent des BIP unter dem EU-Durchschnitt von 4,7 Prozent. Dies ist ein Ergebnis des jährlichen Monitors für die allgemeine und berufliche Bildung, den die EU-Kommission am 16. Oktober vorgestellt hat. Der Monitor zeigt, dass die Mitgliedstaaten weitere Fortschritte bei der Erreichung der für 2020 festgelegten EU-Bildungsziele gemacht haben. Der Bericht weist aber auch auf ein sinkendes Leistungsniveau bei Lese- und Rechenfähigkeit von Viertklässlern hin. 

Positiv ist eine hohe Auslandsmobilität der Studierenden: der Anteil der Studierenden mit Auslandsaufenthalt lag in Deutschland 2016 bei 12,8 Prozent, die beliebtesten Ziele waren Frankreich, das Vereinigte Königreich und Spanien.

Mehr Informationen zum Bildungsmonitor finden Sie hier.

Europäisches Solidaritätskorps: neue Projekte können jetzt starten

Europäisches Solidarität Korps

Europäisches Solidarität Korps

Ab 5. Oktober können viele neue Projekte des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) an den Start gehen. Grundlage ist die am 4.10.2018 im Amtsblatt der EU veröffentlichte Verordnung zur Bereitstellung einer Rechtsgrundlage und eines eigenen Haushalts für das Europäische Solidaritätskorps.

Seit seiner Gründung  haben 76.000 junge Menschen Interesse gezeigt, bei Solidaritätsaktionen in ganz Europa zu helfen. Fast 9.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre Aktivitäten bereits in Projekten begonnen, die sich mit verschiedene Themen wie Umwelt, Kultur, sozialen Diensten, Flüchtlingshilfe, Unterstützung von Migranten, Kindern oder älteren Menschen befassen.

Das Spektrum der Projekte, die gefördert werden können, ist breiter denn je. Neben längeren individuellen Freiwilligentätigkeiten, Praktika und beruflichen Tätigkeiten im Solidaritätsbereich sind auch folgende Projekte förderfähig:

  • Organisationen können Kurzzeitprojekte für Freiwilligenteams mit einer Laufzeit von zwei Wochen bis zwei Monaten anbieten. Zuvor müssen die Organisationen ein Qualitätssiegel beantragen. Der Antrag hierfür kann jederzeit bei der nationalen Agentur für Erasmus+ oder in bestimmten Fällen bei der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur gestellt werden.
  • Nicht nur öffentliche und private Organisationen mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat können Mittel beantragen, sondern auch junge Menschen, die sich beim Portal des Europäischen Solidaritätskorps registriert haben. Wenn sie sich zu einer Gruppe mit mindestens fünf Personen zusammenschließen, können sie eigene solidarische Vorhaben umsetzen.

100 Ideen für ein besseres Europa: Teilnehmer des European Youth Event 2018 präsentieren ihre Vorschläge

Jugendliche Brainstorming

(Foto: Monkey Business Fotolia)

Im Juni fand das European Youth Event (EYE) mit über 8 000 Teilnehmern aus ganz Europa im EU-Parlament in Straßburg statt. Die innovativsten Ideen werden im Herbst in den Ausschüssen vorgestellt.

Im Rahmen des Europäischen Jugend-Events im Juni 2018 debattierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Zukunft Europas. Ein Bericht mit den konkretesten Ideen aus der zweitägigen Veranstaltung wurde am 20. September an die EU-Abgeordneten verteilt.

Die 100 Ideen reichen vom Schutz von Whistleblowern, über Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung bis hin zu Initiativen, um junge Menschen zur Kandidatur (bei der Europawahl) zu ermutigen und Vorschlägen zur Verringerung der Verschmutzung durch Plastikabfälle.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des EYE werden diese Ideen in den kommenden Monaten in den parlamentarischen Ausschüssen vorstellen. Rund acht Monate vor der Europawahl werden diese Hearings eine wertvolle Gelegenheit für junge Europäerinnen und Europäer sein, sich mit den EU-Abgeordneten auszutauschen und ihre Ideen zur Verbesserung Europas zu äußern.

Verfolgen Sie die Hearings im Oktober und November auf Facebook, Instagram und Twitter!

Zum gesamten EYE2018-Bericht gelangen Sie hier.

Lage der Union 2018: Die Stunde der Europäischen Souveränität

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker

Der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker‚ hat vor dem Europäischen Parlament seine Rede zur Lage der Union 2018 gehalten. Er stellte seine Prioritäten für das kommende Jahr vor und führte aus, wie die EU den im Vorjahr präsentierten „Fahrplan für eine geeintere, stärkere und demokratischere Union“ weiter voranbringen kann. 

Juncker betonte, jetzt schlage die Stunde der europäischen Souveränität. Es sei an der Zeit, dass Europa sein Schicksal selbst in die Hand nimmt und die Fähigkeit entwickele, die Geschicke der Welt als Union mitzugestalten: "Es ist an der Zeit, dass Europa zum souveränen Akteur auf der Weltbühne wird." 

Die Rede zur Lage der Union 2018 vor dem Europäischen Parlament ist hier verfügbar. 

Weitere Informationen zur Rede und den einzelnen Vorschlägen finden Sie in einer Pressemeldung sowie auf dieser Webseite.

Letzte Aktualisierung: 19. Oktober 2018