Minna von Barnhelm

... oder das Soldatenglück: Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing

Minna von Barnhelm im Saarländischen Staatstheater: Lisa Schwindling ist Minna von Barnhelm, Anne Rieckhof spielt Franziska, Thorsten Köhler ist als Tellheim zu sehen und Philipp Weigand  als Just. (Foto: Astrid Karger)

Minna von Barnhelm im Saarländischen Staatstheater: Lisa Schwindling ist Minna von Barnhelm, Anne Rieckhof spielt Franziska, Thorsten Köhler ist als Tellheim zu sehen und Philipp Weigand als Just. (Foto: Astrid Karger)

Der Gentleman aus dem Reclamheft

Ein Offizier und Gentleman in der Klemme. Major von Tellheim hat nicht nur militärisch eine Niederlage hinter sich, sondern ist auch noch verwundet. Und als wäre das nicht schon der GAU: Er hat eine Anklage wegen Bestechlichkeit an der Backe.

Schlimmer kann es für einen preußischen Offizier wohl kaum kommen. Zu allem Unglück gesellt sich auch noch eine preußischen Offizieren wohl nicht ganz fremde Eitelkeit. Immerhin gibt es Hilfsangebote von allen Seiten – vor allem, um die prekäre finanzielle Situation des Majors zu mildern. Doch der lebt – ganz deutscher Klischee-Soldat – lieber in der »Dackelgarage«, als jemandem dankbar sein zu müssen.

Tellheims Verlobte Minna kennt ihren Pappenheimer natürlich am besten. Sie versteht es listenreich, die aus Ehrgefühl gelöste Verlobung und andere Verwicklungen zum Glücke beider aufzulösen.

»Minna von Barnhelm« ist die Mutter aller deutschen Lustspiele und dabei in keiner Weise antiquiert. So manche Frau hat sich einen Sturkopf erwählt und muss täglich alle Register weiblichen Witzes und weiblicher Weisheit ziehen, um ihn wenigstens nicht ständig vor die gleiche Wand rennen zu lassen. Minna von Barnhelm ist weit mehr als ein kleines gelbes Reclamheftchen in den Erinnerungen an unsere Schulzeit. Minna von Barnhelm ist ein intelligentes Lustspiel, das heute so aktuell ist, wie in seiner Entstehungszeit. Rühmann – Erhard – Loriot und Pastewka: Sie alle übernahmen die DNA dieses Stückes in ihre großen Erfolge.

Die Inszenierung

Nach ihrem Studium an der HfMT Hamburg arbeitete die junge Regisseurin Anne Bader bereits am Deutschen Theater Berlin, am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg, am Staatstheater Mainz, am Staatstheater Nürnberg und am Theater Münster. Mit ihrer Inszenierung »Und dann kam Mirna« von Sibylle Berg war sie 2017 bei den Bayerischen Theatertagen vertreten. (Text: SST)

Inszenierung Anne Bader
Bühnenbild Sylvia Rieger
Kostüme Luisa Wandschneider
Musik Matthias Schubert
Dramaturgie Horst Busch
Licht André Fischer
Mit: Thorsten Köhler, Lisa Schwindling, Anne Rieckhof, Philipp Weigand, Ali Berber, Martina Struppek, Bernd Geiling

Veranstaltungsdetails

Art:
Theater
Datum:
01.06.2019 - 19:30 Uhr
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Ort:
Saarländisches Staatstheater
Schillerplatz 1
66111 Saarbrücken
Telefon:
+49 681 3092-486
Internet:
http://www.saarlaendisches-staatstheater.de

Weitere Informationen und Tickets

Vorverkaufskasse
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E-Mail: kasse@staatstheater.saarland
Internet: www.saarlaendisches-staatstheater.de

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Abendkasse
(1 Stunde vor Vorstellungsbeginn)

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