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Machen Narren Spaß? Beispiele aus mittelhochdeutschen Texten

Die Veranstaltung ist bereits abgelaufen

Narren, Clowns, Spaßmacher - Ringvorlesung

Plakat Ringvorlesung (Foto: Universität des Saarlandes)

Plakat Ringvorlesung (Foto: Universität des Saarlandes)

Es startet eine neue literaturwissenschaftliche Ringvorlesung der Universität des Saarlandes in Kooperation mit der Landeshauptstadt Saarbrücken. In diesem Sommersemester geht es um „Narren, Clowns, Spaßmacher“ in der Literatur vom Mittelalter bis in die Neuzeit.

Seit dem 12. Jahrhundert sind in mittelalterlichen Quellen (Hof-)Narren nachweisbar. Als eine ihrer wichtigsten Funktionen gilt ihre Aufgabe, Lachen auszulösen. Dies versuchen sie vor allem durch normabweichendes Körperverhalten und/oder unkonventionelles Sprechen. Beides wird gerade in der höfischen Kultur, die sich seit dem 12. Jahrhundert programmatisch um angemessen höfisch-höfliche Verhaltensweisen bemüht, zu einem beliebten literarischen Thema. Trotz des vom Narren verursachten Gelächters ist er aber nicht per se ein ‚Spaßmacher‘: Je nach Erzählkontext und -perspektive kann das Lachen ein höfisch-erheiterndes, wohlwollendes, gemeinsames sein oder aber ein aggressiv-verletzendes, demütigendes, ausgrenzendes. Wer lacht also über die ‚Späße‘ des Narren? Zwischen feiner Ironie und herber persönlicher oder auch gesellschaftlicher Kritik entfaltet sich im Vortrag ein ganzes Spektrum mittelalterlicher Zeugnisse für ‚Narrenfreiheit‘.

Professorin Dr. Nine Miedema (Mediävistik und Ältere deutsche Philologie

 

Veranstaltungsdetails

Art:
Vortrag
Datum (abgelaufen):
08.04.2019 - 19:00 Uhr
Ort:
Festsaal Rathaus St. Johann
Am Rathausplatz
66111 Saarbrücken
Internet:
http://www.saarbruecken.de/de/rathaus

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