Die Csárdásfürstin

Die Veranstaltung ist bereits abgelaufen
Bei der Operetten-Produktion „Die Csárdásfürstin" ist Valda Wilson als Sylva Varescu sehen. (Foto: Martin Kaufhold)

Bei der Operetten-Produktion „Die Csárdásfürstin" ist Valda Wilson als Sylva Varescu sehen. (Foto: Martin Kaufhold)

Tabakrauch und Kanonenfutter

Diese Operette geht von Zigan auf Hollywood in zwei Sekunden: Gibt es einen schöneren Moment, als den, wenn im Musiktheater das Licht erlischt und das Orchester mit der Ouvertüre beginnt? In Emmerich Kálmáns "Csárdásfürstin" werden die Zuhörer durch die Musik in Sekundenschnelle nach Ungarn versetzt, in ein Ungarn der sehnsüchtigen Zigeunerweisen, in ein Ungarn einer Zeit, in der man noch Zigeunerweisen sagte.

Und dann: Innerhalb eines raschen Viervierteltaktes ist das Publikum im goldenen Westen, in Wien, nein, in Hollywood, wenn man genau ist – fanfarenumkränzt und monumental. Kálmán beherrschte die Meisterschaft der blitzschnellen musikalischen Verwandlung genau wie das Erfinden unsterblicher Melodien. Schwaden von Zigarrenrauch umgaben die Treffen, in denen er mit seinen Librettisten die eingängigen Texte und Melodien erfand, die zu Jahrhundert-Schlagern wurden: "Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht", "Die dumme Liebe" oder "Machen wir’s den Schwalben nach" – jede Operette dieses Teams war dank solcher Hits ein Erfolg.

Und mit der Handlung wurden jene Stücke zu bewegenden Märchen aus einer Zeit, die es eigentlich schon nicht mehr gab. Und Showstars wie Sylva Varescu alias die "Csárdásfürstin"? Sie lebten fort in den Musical-Stars des Broadways. Und nur eine Geigenmelodie in Moll konnte sie daran erinnern, was sie hinter sich lassen mussten. Licht aus und Vorhang auf für ein Märchen, dass uns träumen, lachen und weinen lässt.

Erik Petersen (Inszenierung) führten Arbeiten an die Opernhäuser in Dortmund, Bonn, Magdeburg, Darmstadt und Chemnitz und an das Staatstheater Oldenburg, wo er für "Jesus Christ Superstar" bei Publikum und Kritik gefeiert wurde. In Bonn wird Erik Petersen mit der Oper "Geisterritter" eine Uraufführung nach dem Buch von Cornelia Funke kreieren. Musikalische Leitung: Justus Thorau

(Text: SST) 

Weitere Informationen

Premiere im Großen Haus am Samstag, 1. Dezember, um 19.30 Uhr. 

Besetzung

Sylva Varescu Chansonette Elizabeth Wiles/Valda Wilson
Edwin Fürstensohn Algirdas Drevinskas
Graf Boni Káncsiánu Simeon Esper/Markus Gruber
Feri von Kerekes genannt Feri Bácsi Stefan Röttig
Komtesse Stasi Edwins Cousine Marie Smolka
Leopold Maria Fürst von und zu Lippert-Weylersheim Markus Jaursch/Rudolf Schasching
Anhilte seine Frau Gabriela Krestan
Eugen von Rohnsdorff Oberst i.d.R. Stefan Reil
Botschafter Chadi Yakoub
Juliska Daniela Lehner
Ensemble Daniela Lehner, Selly Meier, Bettina Schawarz, Max Menédez Vázques, Stefan Reil, Chadi Yakoub
Musiker Emilia Gausse, Wolfgang Mertes, Cornelius Spaeth (Violine), Rayle Bligh, Motonobu Futakuchi, Frank Grandjean, Duck Kyu Yoon (Kontrabass)
Feuerschlucker Jörg Luy

Veranstaltungsdetails

Art:
Oper
Datum (abgelaufen):
01.12.2018 - 19:30 Uhr
Ort:
Saarländisches Staatstheater
Schillerplatz 1
66111 Saarbrücken
Telefon:
+49 681 3092-486
Internet:
http://www.saarlaendisches-staatstheater.de

Weitere Informationen und Tickets

Vorverkaufskasse
Tel. +49 681 3092-486
E-Mail: kasse@staatstheater.saarland
Internet: www.saarlaendisches-staatstheater.de

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Besuchergruppen
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Abendkasse
(1 Stunde vor Vorstellungsbeginn)

Staatstheater: Tel. + 49 681 3092 286
Alte Feuerwache: Tel. +49 681 3092 203
sparte4: Tel. +49 681 9590571
Congresshalle: Tel. +49 681 418 05 48

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