8. Latino Film Festival

Die Veranstaltung ist bereits abgelaufen

Lateinamerika zu Gast im Filmhaus Saarbrücken

Plakat "Latino Film Festival"

Filmkunst aus Lateinamerika steht Anfang November wieder im Fokus des Latino Film Festival Saarbrücken. Von Mexiko und Kolumbien über Brasilien bis nach Argentinien und Chile führt die hochaktuelle cineastische Reise im Filmhaus Saarbrücken. In Kooperation mit dem mexikanischen Konsulat und dem Filmhaus präsentiert die Romanistik der Universität des Saarlandes damit bereits zum achten Mal handverlesene, festivalerprobte und preisgekrönte Filme aus Lateinamerika.

Über die Filme

Inhaltlicher Schwerpunkt der 13 saarländischen Uraufführungen ist in diesem Jahr das Leben lateinamerikanischer Frauen. In eindrucksvoll schonungslosen, berührenden und mitreißenden Bildern erzählen Thriller und Roadmovie, Sozialdrama, Spielfilm und Dokumentation von der harten Realität des Mädchenhandels und der Zwangsprostitution (La elegidas, La Ramona), von Homophobie (Rara) und Arbeitsmigration (La novia del desierto). Oder aber sie hinterfragen hoch vergnüglich und mit einer „dicken“ Prise Humor das Schönheitsideal unserer Zeit (Ella es Ramona).

Die Dokumentarfilmerin Lissette Orozco wiederum geht in ihrem Berlinale-Beitrag El pacto de Adriana der Verstrickung ihrer Tante in die Verbrechen der Pinochet-Diktatur nach und liefert mit ihrer packenden Recherche einen wichtigen Beitrag zu weiblicher Täterschaft und chilenischer Memoria-Kultur. Ganz andere Unterhaltung bieten das träumerische Schwelgen in der brasilianischen Kinogeschichte in O Último Cine drive-in oder der ironische Umgang mit dem internationalen Hype um lateinamerikanische Literatur.

El ciudadano ilustre, Anwärter auf den goldenen Löwen in Venedig und Goya-Gewinner, erzählt von der bedrohlich verlaufenden Reise eines Literaturnobelpreisträgers in seine Heimat, die er in seinen Büchern nicht immer mit rosigen Worten bedachte. Schwarzhumorigen Spaß verspricht die Krimikomödie Buitres um eine entführte Leiche. Aktuellsten politischen Entwicklungen widmet sich schließlich Días y noches entre guerra y paz, eine Dokumentation, die den steinigen Weg Kolumbiens zum Frieden nach mehr als 50 Jahren Bürgerkrieg aus nächster Nähe begleitet.

Alle Veranstaltungen werden in Originalversion mit Untertiteln im Filmhaus Saarbrücken gezeigt und von Lehrenden und Studierenden der Universität des Saarlandes wissenschaftlich eingeführt.

Weitere Informationen

Weitere Informationen gibt es unter www.filmhaus-saarbruecken.de

Veranstaltungsdetails

Art:
Kino
Datum:
09.11.2017 bis 14.11.2017
Ort:
Filmhaus
Mainzer Straße 8
66111 Saarbrücken
Telefon:
+49 681 399297
Internet:
www.filmhaus-saarbruecken.de

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