Zwischen zwei Horizonten

Deutsche und französische Avantgarden aus dem Saarlandmuseum

Das Saarlandmuseum nutzt die temporäre Schließung der Modernen Galerie bis zur Wiedereröffnung 2017, um seine Meisterwerke in einem der beliebtesten Museen Frankreichs zu präsentieren: dem Centre Pompidou in Metz.

Vom 29. Juni bis 16. Januar 2017 bietet das Centre Pompidou-Metz dem Saarlandmuseum ein Schaufenster, das bis nach Paris strahlt.

Die Ausstellung versammelt knapp 230 Gemälde, Skulpturen, Graphiken und Fotografien aus der Zeit vom Impressionismus bis heute. In einen kulturhistorischen Kontext eingebettet, zeigt die Werkschau nicht nur die deutsche und französische Avantgarde mit ihrem starken gegenseitigen Einfluss, sondern dokumentiert anhand der Arbeiten auch die wechselhaften deutsch-französischen Beziehungen im 20. Jahrhundert. Die Metzer Präsentation, die nahezu alle Hauptwerke der Saarbrücker Sammlung vereint, erzählt die Geschichte der Moderne als eine Geschichte zwischen europäischen Nachbarn – eine in dieser Form einzigartige museale Konzeption.

Wenn das Museum nun in Metz zu Gast ist, so ist das nicht nur ein Zeichen für den partnerschaftlichen Geist, der die Verbundenheit zwischen den großen Kulturnationen Frankreich und Deutschland bestimmt. Das Projekt ergab sich folgerichtig aus der einzigartigen Genese der Saarbrücker Sammlung, deren Basis gelegt wurde, als das Saarland nach dem Zweiten Weltkrieg unter französischem Protektorat stand. Kein anderes Museum bewegt sich wie die Moderne Galerie derart zwischen den Horizonten der französischen und der deutschen Kunst.

Veranstaltungsdetails

Art:
Ausstellung
Datum (abgelaufen):
29.06.2016 bis 16.01.2017
Ort:
Centre Pompidou Metz
1, Parvis des droits de l'homme
Metz
Internet:
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