Lärmaktionsplanung - Stufe 2

Die aktuelle Fortschreibung der ersten Stufe des Lärmaktionsplans umfasst neben der Hauptlärmquelle Straßenverkehr weitere potentielle Lärmquellen wie die Saarbahn, den Flughafen und bestimmte Gewerbebetriebe.

Verkehr in Saarbrücken

Verkehr in Saarbrücken

Die Endfassung des Lärmaktionsplanes wurde am 8. Dezember 2015 durch den Stadtrat endgültig beschlossen. Ab sofort kann die Umsetzung der Planung schrittweise in die Wege geleitet werden.

Hintergrund

Aufgrund der großen Gesundheitsbelastung vieler Menschen durch zunehmenden Lärm, insbesondere durch den Verkehr, hat die Europäische Gemeinschaft 2002 die Umgebungslärmrichtlinie verabschiedet. Die europäische Vorschrift wurde 2007 im Bundes-Immissionsschutzgesetz in deutsches Recht umgesetzt.

In einem zeitlich und inhaltlich abgestuften Untersuchungsrahmen müssen die Städte und Gemeinden alle potentiellen Lärmquellen, insbesondere im Verkehrssektor, erfassen und hinsichtlich ihres Gefährdungspotentials bewerten. Die Ergebnisse und Bewertungen, ebenso die daraus entwickelten Maßnahmenvorschläge,  werden in so genannten Lärmaktionsplänen dokumentiert.

Erste Stufe untersucht stark belastete Hauptstraßen

Den Lärmaktionsplan der ersten Stufe hatte die Landeshauptstadt in den Jahren 2007/08 erarbeitet, ihn hatte der Stadtrat 2009 verabschiedet. In dieser ersten Stufe wurden die Lärmauswirkungen der am stärksten belasteten Hauptverkehrsstraßen auf einer Länge von insgesamt rund 71 Kilometern untersucht. Entsprechende Maßnahmen zur Lärmminderung wurden vorgeschlagen. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um die ersten erfolgreichen Einbauten von Flüsterasphalt in Saarbrücken.

Zweite Stufe untersucht Saarbahn, Flughafen und Gewerbebetriebe

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz schreibt für die zweite Stufe des Lärmaktionsplans einen deutlich größeren Untersuchungsumfang vor. So muss die Geräuschbelastung in Ballungsräumen mit mehr als 100.000 Einwohnern bereits an Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 8000 Fahrzeugen am Tag (Kartierungspflicht in der 1. Stufe erst ab 16.000 Fahrzeugen am Tag) in Lärmkarten dokumentiert werden. 

Neben dem Straßenverkehrslärm werden in der aktuellen Fortschreibung des Lärmaktionsplans weitere potentielle Lärmquellen wie die Saarbahn, der Flughafen und bestimmte Gewerbebetriebe erfasst. Zusätzlich dazu hat die Verwaltung freiwillig weitere stark befahrene Straßen mit über 6.000 Kraftfahrzeugen pro Tag in den Lärmaktionsplan aufgenommen. Damit liegen der aktuellen Lärmaktionsplanung die Lärmauswirkungen von insgesamt rund 205 Straßenkilometern zugrunde.

Informationen zur Lärmaktionsplanung

Hier finden Sie die Endfassung der zweiten Stufe des Lärmaktionsplans sowie eine Zusammenfassung des Untersuchungsrahmens und der Analysen. Die wesentlichen Abbildungen können sowohl aus dem Erläuterungsbericht direkt oder aus der unten stehenden gesonderten Download-Liste aufgerufen werden.

Straßenlärm