Sanierung Ludwigsparkstadion

Informationen über den Umbau des Ludwigsparkstadions

Umbau wird rund 8 Millionen Euro teurer

Trotz einer von erfahrenen Stadionplanern erstellten Kostenkalkulation geht die Landeshauptstadt Stand 16. Februar 2017 von Mehrkosten für den Umbau des Ludwigsparkstadions in seiner beschlossenen Form in Höhe von insgesamt rund 8 Millionen Euro aus. Die Gesamtkosten würden sich dann auf 28 Millionen Euro belaufen.

Zurzeit läuft das Verhandlungsverfahren für den Neubau von Tribünen, Funktionsgebäude und technischer Infrastruktur. Die Verhandlungen sind inzwischen so weit vorangeschritten, dass abzusehen ist, dass aufgrund diverser Gründe wie einer anhaltend guten Baukonjunktur und geringem Wettbewerbsdruck die ursprüngliche und zum Zeitpunkt der Erstellung fundierte Kostenkalkulation nicht zu halten sein wird.

Baudezernent Prof. Heiko Lukas geht davon aus, dass auch die Kalkulation für die weiteren noch anstehenden Teilprojekte wie der Neubau der West-Tribüne, die Errichtung der Nebengebäude und der Verkehrsflächen und Außenanlagen nicht mehr der aktuellen Marktsituation standhält. Wenn das vom Stadtrat beschlossene Gesamt-Bauprogramm umgesetzt werden soll, muss man mit Mehrkosten von rund 8 Millionen Euro rechnen.

Diese sehr schwierige und neue Situation erörtert die Landeshauptstadt mit dem Projektpartner Land, mit den städtischen Gremien und im Aufsichtsrat der Stadion GmbH. Da sich die Rahmenbedingungen durch die neue Kalkulation geändert haben, gilt es zunächst den Bestand der Fördermittelzusage in Höhe von rund 15 Millionen Euro abzusichern.

Die neue Kostenkalkulation und das weitere Vorgehen sollen im März in den städtischen Gremien erörtert werden. Die Stadtverwaltung schlägt vor, das laufende Verfahren zum Abschluss zu bringen und die Planungen und den Umbau wie vorgesehen fortzuführen um den bisherigen Zeitplan einhalten zu können. Sie will bis zum März dem Stadtrat dazu Finanzierungsvorschläge unterbreiten. Das Bauvorhaben soll trotz der schwierigen Lage ohne größere Verzögerungen zum Abschluss gebracht werden.

Planungsentwurf Ludwigspark im Endausbau (Quelle: gmp_schlaich_bergermann&partner)

Planungsentwurf Ludwigspark im Endausbau (Quelle: gmp_schlaich_bergermann&partner)

Die Abrissarbeiten im Zeitraffer

Die Abriss- und Erdarbeiten im Ludwigsparkstadion sind abgeschlossen: Dort, wo früher die Haupttribüne stand, liegen jetzt eine fertig vorbereitete Baugrube für das Funktionsgebäude und die neue Haupttribüne.

Das folgende Video zeigt den Ablauf der Arbeiten im Zeitraffer - zusammengefasst aus mehr als 30.000 Einzelfotos, die im 10-Minuten-Takt aufgenommen werden.

Im Bereich der ehemaligen Westtribüne mit dem Marathontor ist bis zum Kassenvorplatz eine große, freie Fläche entstanden. Hier sieht die Planung die neue Westtribüne mit dem Gästefanbereich sowie die Multifunktionsfläche für Gästebusse, Übertragungswagen und Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst vor.

Auf der Ostseite zur Saarlandhalle ist alles für den Bau der neuen Heimfantribüne vorbereitet. Der aus rund 14.000 Kubikmetern Material gebaute Erdwall lässt bereits die Konturen der neuen Tribüne erkennen.

Eckpunkte der Planung im Überblick

Eine detaillierte Beschreibung der Planungsinhalte und des städtebaulichen Konzeptes steht im rechten Bereich zum Download bereit.

Eckpunkte sind:

  • Erhalt der städtebaulichen Bedeutung des Stadions (prägende Elemente der Victor´s Tribüne und Lichtmaste)
  • Entwicklung eines homogenen Gesamtbildes durch:
    • Schaffung einer durchgängigen Umgangsebene
    • gleiche Dimensionierung aller neuen Tribünenbauwerke in der Höhe
    • gleiche Breiten der Hintertortribünen Ost und West
    • gleiche Höhen der neuen Dachkonstruktionen Haupt-, Ost- und Westtribüne
    • Vereinheitlichung der Tribünen hinsichtlich Materialität, Struktur, Gestaltung
  • wesentliche Verbesserung der Lärmsituation
  • Reduzierung der Zuschauerkapazität von 35.000 Zuschauer auf rund 16.000 Zuschauer (in der „Basis“-Ausbaustufe – eine spätere Erweiterung auf 19.600 Zuschauer ist möglich)
  • Ordnung der Besucherströme durch Lenkung der äußeren Verkehrserschließung (Zuwegung) und Strukturierung der inneren Erschließung der Zuschauergruppen (Trennung der Fangruppen)
  •  Anwohnerschutz Rodenhof durch Parkbeschränkungen

Webcam Sanierung Ludwigsparkstadion