Bebauungsplan "Osthafen"

Der Stadtrat der Landeshauptstadt Saarbrücken hat in seiner Sitzung am 26.09.2017 beschlossen, den Bebauungsplan Nr. 135.06.04 "Osthafen" im Stadtteil St. Johann mit Begründung einschließlich Umweltbericht und den wesentlichen umweltbezogenen Stellungnahmen gemäß § 3 (2) Baugesetzbuch öffentlich auszulegen

Offenlagebeschluss des Bebauungsplans

Stadtübersicht

Stadtübersicht

Lage des Plangebietes

Das Plangebiet umfasst ein Areal von circa 6,1 Hektar und wird wie folgt begrenzt:

  • Im Westen: Einmündungsbereich der Straße An der Römerbrücke –westlicher Teilbereich – in die Straße Zur Ostspange, auf die östliche Seite der Ostspange verschwenkend  bis zu den Grenzen der privaten Grundstücke. Richtung Nord verlaufend bis zur Grundstücksgrenze der Saarbahntrasse (Richtung Saargemünd). 
     
  • Im Osten: Entlang der Grenze zur Saarbahntrasse Richtung nach Südosten bis zur südöstlichen Grenze des Grundstücks des denkmalgeschützten Römerkastels. Ab der südöstlichen Ecke, nach Südwesten verschwenkend entlang der Parzellengrenze zwischen Römerkastell und öffentlicher Straße bis zur nach Norden abknickenden Straße An der Römerbrücke.
     
  • Im Süden: Ab der abknickenden Straße nach Westen entlang der Grundstücksgrenze zur Straße verlaufend bis in Höhe der westlichen Ecke des Rhenania-Gebäudes. Dort nach Süden abknickend über die Straße An der Römerbrücke bis zum Rhenania-Gebäude, nach Westen circa 10 Meter weiterlaufend und weiter nach Süden verschwenkend bis zur nördlichen Gleistrasse.

    Von dort weiterverlaufend Richtung Westen bis zum Schnittpunkt der Bahntrasse Gleiszubringer Heizkraftwerk mit der Straße Zur Ostspange. Von dort weiterlaufend auf die westliche Seite der Straße Zur Ostspange
Übersichtsplan

Übersichtsplan

Ziele der Planung

Das Planungserfordernis ergibt sich aus der geplanten Errichtung eines neuen Einrichtungshauses in Saarbrücken-St. Johann im Bereich des jetzigen Großmarktes. Der neue Standort mit einer geplanten Verkaufsfläche von circa 30.000 m² liegt in geringer Entfernung zur bestehenden Verkaufsstätte mit lediglich circa 5.000 m² Verkaufsfläche und soll diese zukünftig ersetzen. Der Bedarf nach einem großflächigen Einrichtungshaus im Stadtgebiet wurde im aktuellen Einzelhandelskonzept der Landeshauptstadt Saarbrücken (LHS) bereits gutachterlich festgestellt.

Die Aufstellung des Bebauungsplanes dient der planungsrechtlichen Vorbereitung zur Umsetzung des vorbenannten Vorhabens sowie weiterer Gewerbeflächen in der direkten Umgebung und damit einhergehend auch der Schaffung von Arbeitsplätzen. Zudem wird mit der Aufstellung des Bebauungsplanes das Ziel verfolgt, eine bereits heute in Teilen brachliegende Fläche städtebaulich aufzuwerten und nachhaltig zu entwickeln.

Im Vorentwurf sah der Bebauungsplan auch die Überplanung der Flächen südlich der Straße „An der Römerbrücke“ bis zur heute dort liegenden Bahntrasse, östlich des geplanten Standorts entlang der Saar bis zum Naturschutzgebiet „Daarler Wiesen“ und nördlich der Straße „An der Römerbrücke“ bis zum Bahndamm vor. Im Ergebnis des durchgeführten Wettbewerbs wurde nach der frühzeitigen Beteiligung entschieden, den Geltungsbereich des Bebauungsplanes anzupassen und im Wesentlichen auf die Flächen des geplanten Einrichtungshauses, der direkt angrenzenden Grundstücke und die dazugehörigen Erschließungs- und Grünflächen zu beschränken (Teilbereich 1).

Auslegung der Planunterlagen

Nachdem die Verfahrensschritte gemäß § 4 Abs. 1 BauGB (Scoping), § 3 Abs. 1 BauGB (Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit) und gemäß § 4 Abs. 2 BauGB (TÖB/VIS-Beteiligung) abgeschlossen sind, ist die Teilung des Geltungsbereiches in Teilbereich 1 und Teilbereich 2 erfolgt, damit die öffentliche Auslegung für den Teilbereich 1, in dem es ein aktuelles Vorhaben (Ansiedlung Einrichtungshaus Möbel Martin) gibt, das schnellstmöglich Planungsrecht im Sinne der Planreife gemäß § 33 BauGB benötigt.

Der Bebauungsplanentwurf zum Teilbereich 1 wird in der Zeit vom

12. Oktober 2017 bis 13. November 2017

während der angegebenen Öffnungszeiten im Stadtplanungsamt der Stadt Saarbrücken, 66111 Saarbrücken, Bahnhofstraße 31, 9. Etage, vor Zimmer 927 zur Einsicht öffentlich ausgelegt.

Während der Auslegungsfrist können schriftliche Äußerungen und Rückfragen zu den Planungen gerichtet werden an die Landeshauptstadt Saarbrücken, Stadtplanungsamt, 66104 Saarbrücken, Bahnhofstraße 31, Tel. +49 681 905- 4137, E-Mail: stadtplanungsamt@saarbruecken.de

Stellungnahmen können auch am vorgenannten Auslegungsort zu Protokoll gegeben werden und in  Zimmer 827 abgegeben werden.

Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.

Beschlussfolge

  • Einleitung des Bebauungsplanverfahrens am 05.10.2016
  • Scoping am 22.11.2016
  • Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung vom 14.06.2017 bis 28.06.2017
  • Darlegungs- und Erörterungstermin  am 28.06.2017
  • Beteiligung der TÖB und VIS vom 06.04.2017 bis 12.05.2017
  • Offenlagebeschluss am 26.09.2017