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Aktuelle Baumaßnahmen in Alt-Saarbrücken zur Verbesserung der Methansicherheit

Die Stadt Saarbrücken hat nach einer Methangasexplosion Ende 2006 entschieden, die in Alt-Saarbrücken bereits bestehenden Absauganlagen für Methangas zu erweitern.

Methanabsauganlage

Methanabsauganlage in der Gersweilerstraße

Dazu ließ die Landeshauptstadt Saarbrücken das in Frage kommende Gebiet von der Fachfirma DMT aus Essen eingehend untersuchen und ein Konzept zur Verbesserung der Situation erstellen. Dieses sieht vor, zur Sicherung des südwestlichen zentralen Ausgasungsbereiches eine weitere aktive Gasabsaugung über Gasbrunnen durchzuführen. Dazu sollen in einem auf die Verhältnisse zugeschnittenen Raster ca. 20 Bohrungen niedergebracht, zu Gasbrunnen ausgebaut und über ein Rohrleitungssystem an eine Absauganlage angeschlossen werden.

Die Bohransatzpunkte sind so gewählt, dass sie nach Möglichkeit im öffentlichen Raum (Bürgersteig, Straße oder öffentliche Flächen) liegen. Dennoch kann es notwendig sein, in Einzelfällen auch andere Bohrpunkte als die im Plan eingezeichneten festzulegen.

Die projektierten Bohrtiefen schwanken in der Regel zwischen ca. 40 – 65 m und werden in Abhängigkeit von den Bohrergebnissen (Geologie, Grundwasserstände) festgelegt. Die Bohrungen haben im oberen Bereich einen Durchmesser von 508 mm und werden komplett mit einem Stand- bzw. Filterrohr ausgebaut. Der Brunnenkopf wird mit einer „Brunnenstube“, einem Schacht mit Zugangsdeckel, ausgebaut, in der alle Anschlüsse, Rohrleitungen und Messeinrichtungen untergebracht sind, die notwendig sind, um die Brunnen über den leichten Unterdruck einer Absauganlage abzusaugen. Über Rohrleitungen werden die einzelnen Gasbrunnen mit der Absauganlage verbunden.

Arbeiten bis Frühjahr 2010

Die Arbeiten zur Herstellung der Bohrungen sind an eine erfahrene und qualifizierte Bohrfirma vergeben worden. Die Arbeiten werden in der Regel montags bis freitags innerhalb der Zeit von 7.00 bis 19.00 Uhr durchgeführt. Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen und nach Zustimmung der Bauleitung zulässig. Die Arbeiten haben Mitte April 2009 begonnen und sollen bis Frühjahr 2010 abgeschlossen sein.

Pro Bohrung sind etwa zwei bis drei Wochen vorgesehen. Trotz eingehender Planung und intensiver Bemühungen aller beteiligten Projektpartner kann es vorübergehend zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Verkehrsraum und zu Belästigungen durch die auszuführenden Arbeiten kommen. Hierfür bitten wir alle betroffenen Anwohner um Verständnis.