Interkulturelle Chorprojekte

Singen verbindet - die interkulturelle Chorarbeit ist einer der Schlüssel für das Miteinander in unserer Stadt.

Willkommenspreis 2014 für den Chor STIMMENVIELFALT

1. Platz für den Chor STIMMENVIELFALT

Im Dezember 2014 wurde der Chor STIMMENVIELFALT mit dem Willkommenspreis der saarländischen Landesregierung ausgezeichnet. Er erhielt den mit 1.200 Euro dotierten 1. Preis in der Kategorie "Kulturelle Projekte". 

In der Begründung der Jury heißt es: "Im Interkulturellen Chor sind Deutsche und Zugewanderte gleichermaßen eingebunden. Gegenseitiges Kennenlernen und Wertschätzung wird durch das gemeinsame Singen von Liedern aus allen Kulturen kultiviert. Mit den Chorauftritten werden die Themen 'Zuwanderung' und 'Kulturelle Vielfalt' als Bereicherung für die Gesellschaft dargestellt." 

Der Chor ist aus einer Initiative des ZIB im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2008 hervorgegangen. Seither hat er sich stetig weiterentwickelt. Rund 25 Frauen aus bis zu acht Ländern singen zusammen. Die Chorleitung hat Amei Scheib. Das Repertoire ist so international wie die Chormitglieder. Oft wird er begleitet von Instrumentalisten, die landestypische Instrumente spielen.

Bei seinen Auftritten erhält der Chor viel Zuspruch. Er umrahmt beispielsweise Einbürgerungsfeiern im Rathaus oder singt anlässlich von Stadtteilfesten oder anderen öffentlichen Veranstaltungen. Er führt auch eigene Konzerte durch. Seinen Probenort hat der Chor im BürgerInnenZentrum Brebach. Getragen wird er vom ZIB und dem Diakonischen Werk an der Saar. 

Alle, die Spaß am Singen haben, sind eingeladen mitzusingen. Die Proben finden in der Regel vierzehntägig dienstags von 17 bis 19 Uhr statt. 

Kontakt: Veronika Kabis, +49 681 905-1559, veronika.kabis@saarbruecken.de

Eindrücke von Auftritten der Chöre

Beschwerdechor LAMENTO!

„Wir schimpfen! Wir maulen! Wir fauchen!“ Meckern auf hohem Niveau – das war die Kunst von LAMENTO!, dem ersten Saarbrücker Beschwerdechor. Ob Cattenom oder Glatzköpfe mit Springerstiefeln: „Wir halten nicht die Klappe. Wir reden Klartext!“. Flammend trugen die rund dreißig Sängerinnen und Sänger ihre Beschwerden vor, untermalt vom Tam-Tam, Rasseln und Scheppern der Malstatter Werkstattrhythmen. Dem Ärger Luft machen, Missstände anprangern und neue Formen der Solidarität in einer brüchigen Gesellschaft suchen: Darum ging es dem Beschwerdechor. Doch es war nicht nur Wut, die sich Luft machte – der Chor war auch ein Ort, an dem sich Menschen ihre Trauer in leisen Tönen von der Seele sangen: die Trauer um Vereinsamung oder um Kinder, die ohne ihre Väter aufwachsen müssen.

Beschwerdechor LAMENTO

In einer Textwerkstatt hatten die Sängerinnen und Sänger 2011 ihre Klagen gesammelt. Der Komponist Daniel Osorio hat sie zu einem 15-minütigen Chorwerk vertont. Verschiedene musikalische Stile sind in das Werk eingeflossen. Die künstlerische Leitung des Chorprojekts hatte Amei Scheib. Gemeinsam mit Veronika Kabis vom ZIB hat sie LAMENTO! ins Leben gerufen. Beim Altstadtfest 2011 kam das Werk zur Uraufführung. Das Projekt ist bereits abgeschlossen.