„Mahlzeit“ von Gerhard Bungert

Gerhard Bungert fügt in seinem Buch "Mahlzeit" die drei Themenschwerpunkte Zeitgeschichte, Mundart und Küche zusammen. Die wichtigste Rolle spielen Essen und Trinken. 

Cover "Mahlzeit"

Cover "Mahlzeit"

In zehn Kapiteln pro Jahrzehnt schreibt er unterhaltsam Storys, Infos und Geschichten aus seinem Leben. 

Mit dem Gruß „Mahlzeit“ verabschiedeten sich Gerti und Fritz Weissenbach in der Europawelle seiner Jugend um zwölf Uhr von ihren Hörern. Einige Jahre später gehört Bungert zu den Autoren der Weissenbachs und schrieb mehr als einhundert Sketche für sie. Der Titel des Buches ist auch eine Hommage an das Duo, von denen er viel über Sprache, Mundart und Selbstverständnis der Saarländer lernte.

In seinen äußerst unterhaltsamen Buchvorstellungen regt Bungert an, auf den mittäglichen Gruß in Unternehmen und Behörden „Mahlzeit“ solle man antworten „Hann ich aach schon geläs“.

"Mahlzeit" ist ein kulinarischer Schmöker, der zum Nachdenken anregt, aber auch schmunzeln lässt. Das Buch ist bewusst an heutige Lesegewohnheiten angepasst. Der Leser kann mitten in dem 237 Seiten starken Werk anfangen, es von vorne nach hinten und andersherum lesen.

Man kann Kapitel herauspicken, wenn Rezepte oder Kapitelüberschriften reizen oder sich von den 72 Abbildungen leiten lassen. Ein dreigliedriges Fußnotensystem enthüllt Hinweise in klassischer wissenschaftlicher Art, Links zu weiteren Informationen über ein Thema und zuletzt „A propos“. Das sind Themen, die dem Autor noch eingefallen sind, aber im Text aus dem Rahmen fallen würden. 

Über den Autor

In mehr als 40 Büchern und hunderten von Beiträgen für Hörfunk und Fernsehen beschrieb er Zeitgeschichte, Mundart und saarländische Küche. Er forschte über die Bergleute und schrieb Theaterstücke. Er schuf die Figur des Heinz Beckers mit und reiste für Reportagen zu Bocuse nach Lyon und in andere Nachbarländer.

Für die Saarlandwelle initiierte er Kochwettbewerbe und Sendungen vor Ort, und das Kulturprogramm im Regionalverband gehen auf seine Zeit als „Kultur-Emmes“ im Saarbrücker Schloss zurück.