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Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken

Unbekannt, Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken als „Maréchal de camp“ und Inhaber des Regiments „Nassau-Saarbrück-Cavalerie“, nach 1743, Öl auf Leinwand, Saarlandmuseum – Alte Sammlung Saarbrücken, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Unbekannt, Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken als „Maréchal de camp“ und Inhaber des Regiments „Nassau-Saarbrück-Cavalerie“, nach 1743, Öl auf Leinwand, Saarlandmuseum – Alte Sammlung Saarbrücken, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Staatsmann – Feldherr – Städtebauer

Den 300. Geburtstag von Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken (1718-68) feiert das Saarlandmuseum mit einer Sonderausstellung, die die verschiedenen Aspekte seines Lebenswerkes beleuchtet: Staatsmann, Feldherr, Städtebauer – lauten die Leitmotive der Präsentation, die einen großen Bogen schlägt von der Neuschöpfung der Residenz Saarbrücken bis zu den Anfängen der Saarregion als Standort der Montanindustrie.

Seit Jahrzehnten nicht gezeigte Sammlungsobjekte des Museums vereinen sich mit kostbaren Leihgaben von 22 Leihgebern im In- und Ausland zu einer circa 120 Exponate umfassenden Schau, darunter das kolossale Marmorportrait des Polenkönigs Stanislas Leszczynski aus Nancy, eine kostbare Diderot-Büste von der Hand Houdons und die Jagdpistolen des Fürsten aus der weltbekannten Büchsenmacherei Walster, aus der auch George Washington seine Schusswaffen bezog.

Rückkehr an den alten Heimatort

Auch die großformatige Regimentsfahne der Nassau-Saarbrück-Infanterie, ein spektakuläres Zeugnis Wilhelm Heinrichs militärischen Wirkens, erstrahlt wieder in alter Pracht, nachdem das über zweimal zwei Meter große Textil aus der Sammlung des Historischen Vereins für die Saargegend e. V. mit Unterstützung von Restaurierungspaten extra für die Ausstellung restauriert wurde.

Das monumentale Staatsportrait Wilhelm Heinrichs, das bei einem Nachfahren in Bordeaux ausfindig gemacht werden konnte, kehrt nach 250 Jahren erstmals wieder an seinen alten Heimatort, den Saarbrücker Schlossplatz, zurück.

Unbekannt, Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken in Generalsuniform mit dem französischen Militärverdienstorden, nach 1758, Öl auf Leinwand, Saarlandmuseum – Alte Sammlung Saarbrücken, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Unbekannt, Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken in Generalsuniform mit dem französischen Militärverdienstorden, nach 1758, Öl auf Leinwand, Saarlandmuseum – Alte Sammlung Saarbrücken, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Ausstellungsgliederung

Die Ausstellung verteilt sich auf drei Räume in der Beletage des Kreisständehauses: Der erste Raum widmet sich Wilhelm Heinrich als Staatsmann und Feldherr. Der Mittelraum präsentiert den Städteplaner Wilhelm Heinrich und die von ihm initiierte Umgestaltung Saarbrückens zur barocken Residenzstadt an den Beispielen des Stengel’schen Schlosses und des Ludwigsplatzes. Nach einem kabinettartigen Intermezzo zum Pariser Enzyklopädisten Diderot und zur Saarbrücker Fürstin Sophie Erdmuthe steht der letzte Teil der Ausstellung ganz im Zeichen von Wilhelm Heinrichs Wirtschaftsförderung.

Seine besonderen Verdienste zeigen sich am deutlichsten an der Entwicklung der Eisenhüttenindustrie und an
der Einführung der systematischen Steinkohlenförderung im Unter-Tage-Abbau in seinem Fürstentum. Wilhelm Heinrich schuf dadurch bereits im 18. Jahrhundert die Basis für den aufstrebenden Stahl- und Bergbaustandort Saar, der in den folgenden 250 Jahren die Wirtschaft dominieren sollte.

Weitere Informationen

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch mit Beiträgen von Christel Bernard, Peter Braun, Joachim Conrad, Stefan Heinlein, Christian Göbel, Hans-Joachim Kühn, Thomas Martin, Patrick Meyer, Jutta Schwan, Jan Selmer, Gerd Steuer, Eric Thil und Christof Trepesch. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Generalkonsulin der Republik Frankreich im Saarland, Catherine Robinet. 

Die Ausstellung wird gefördert durch: RAG Stiftung, VSE AG, Historischer Verein für die Saargegend e.V., Rotary Club Völklingen. Das Begleitbuch wird gefördert durch: Union Stiftung

Kombiticket

Als zusätzliches Angebot wird für die Dauer der Ausstellung neben dem regulären Museumseintritt (5 Euro / ermäßigt 3 Euro) auch ein Kombiticket zum Preis von 8 Euro zusammen mit dem Historischen Museum Saar angeboten. Das Kombiticket berechtigt zum Besuch beider Museen am Schlossplatz und ermöglicht es so, auch die korrespondierende Ausstellung „Steinerne Macht. Burgen, Festungen, Schlösser in Lothringen, Luxemburg und im Saarland" im Historischen Museum Saar zu besuchen.

Die Ausstellungseröffnung findet am Samstag, 26. Oktober, um 19 Uhr statt.

Veranstaltungsdetails

Art:
Ausstellung
Datum:
27.10.2018 bis 24.02.2019
Ort:
Saarlandmuseum - Alte Sammlung
Kreisständehaus
Schlossplatz 16
66119 Saarbrücken
Telefon:
+49 (0)681/ 9964-234
Internet:
http://www.saarlandmuseum.de

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