Chronik von Saarbrücken

1909 entstand die Großstadt Saarbrücken durch den Zusammenschluss der Städte Alt Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach. Saarbrücken blickt auf eine mehr als 1000-jährige Geschichte zurück.

Ursprünge

In den letzten Jahrhunderten vor Christi Geburt bewohnt der keltische Stamm der Mediomatriker die Gegend der heutigen Stadt Saarbrücken. Mit der Eroberung Galliens durch die Truppen Cäsars wird das gesamte linke Rheinufer von den Römern besetzt.

999 Erste urkundliche Erwähnung: Kaiser Otto der Dritte schenkt den Bischöfen von Metz die Königsburg „castellum Sarabrucca".

1120 Aus dem bestehenden Lehen entsteht die Grafschaft Saarbrücken. Durch Ansiedlung von Burgmannen, Händlern und Schutzsuchenden entwickelt sich in der Umgebung der Burg die Siedlung Saarbrücken.

Spätes Mittelalter und frühe Neuzeit

Bis Anfang des 14. Jahrhunderts sind die Bewohner von Saarbrücken und dem gegenüberliegenden St. Johann Leibeigene.

1321 Graf Johann I. von Saarbrücken- Commercy verleiht der Siedlung Saarbrücken und dem Fischerdorf St. Johann den Freiheitsbrief und die Stadtrechte. Die darin aufgestellten Normen der Selbstverwaltung gelten bis 1798 und verbinden beide Gemeinwesen zu einer Doppelstadt.

1549 Während eines Besuches regt Kaiser Karl V. den Bau der Alten Brücke an. Sie wird für Jahrhunderte die wichtigste Verbindung zwischen St. Johann und Saarbrücken.

1604-1617 Graf Ludwig erteilt den Auftrag, ein neues Schloß zu erbauen - im Renaissancestil. Er stiftet außerdem das Ludwigsgymnasium.

1618-1648 Der Dreißigjährige Krieg hinterläßt auch in Saarbrücken schreckliche Spuren. Die Zahl der Bewohner sinkt von 4.500 im Jahre 1628 auf 70 im Jahre 1637. Die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges sind noch nicht überwunden, da brechen die Reunionskriege aus.

1677 Die Stadt Saarbrücken brennt im Zuge der Kriege Ludwigs XIV. Bis auf 8 Häuser wird die gesamte Stadt vernichtet.

Fürstenzeit

Das Alte Rathaus am Schlossplatz (1750)

Das Alte Rathaus am Schlossplatz (1750)

1741 Nach dem Regierungsantritt von Wilhelm-Heinrich erlebt die Stadt einen ungeheueren wirtschaftlichen Aufschwung. Der Fürst läßt die Steinkohlengruben verstaatlichen. Neue Eisenschmelzen entstehen. Sie ermöglichen die bessere Verwertung der inländischen Erze. Sichtbarer Ausdruck der wirtschaftlichen Umstrukturierung wird der Saarkrahnen.

Infrastruktur und gesellschaftliches Leben verändern sich: die Einführung des regelmäßigen Postverkehrs; die Entwicklung des Schulwesens; Fürst Wilhelm-Heinrich fördert die Errichtung von Kirchen aller erlaubten Glaubensrichtungen und gibt dem Buchdrucker Gottfried Hofer den Auftrag, ein allgemeines Wochenblatt herauszugeben (= Grundstein für die Saarbrücker Zeitung); der geniale Barockbaumeister Friedrich-Joachim Stengel kommt nach Saarbrücken und prägt mit seinen Bauten das Stadtbild.

1738-48 Dank Stengel entsteht aus den Ruinen des Renaissanceschlosses eine prächtige Barockresidenz. Weitere wichtige Stengel-Bauten sind die Friedenskirche (1745), das Alte Rathaus am Schlossplatz (1750) und die katholische Pfarrkirche St. Johann - eine Basilica minor (1754).

1775 Mit der Ludwigskirche, einer der bedeutendsten Barockbauten Deutschlands, beendet Stengel sein Wirken in Saarbrücken.

Revolution, Restauration und Nationalstaatlichkeit

Rathaus St. Johann (um 1900)

Rathaus St. Johann (um 1900)

1793 Französische Revolutionstruppen besetzen die Stadt. Das Barockschloß wird geplündert und brennt bis auf die Grundmauern nieder. Fürst Ludwig muß fliehen.

1794 Fürst Ludwig stirbt im Exil. Das gleiche Schicksal ereilt Erbprinz Heinrich. Damit ist die Linie Saarbrücken-Nassau ausgestorben.

1797/1801 Durch die Friedensschlüsse von Campo Formio im Jahre 1797 und von Lunéville im Jahre 1801 gehört die Grafschaft Saarbrücken zu Frankreich.

1815 Saarbrücken fällt mit der Saargegend an das Königreich Preußen. Die Bürgermeisterei Saarbrücken umfaßt die Stadtgemeinden Saarbrücken und St. Johann sowie die Landgemeinden Malstatt, Burbach, Brebach und Rußhütte.

1852 In Saarbrücken feiert man die Einweihung der Eisenbahn. Sie verbindet die pfälzische Ludwigsbahn mit der französischen Ostbahn.

1856 Beginn des Betriebs im Eisenhüttenwerk Burbach.

ab 1860 Die Kanalisation der Saar bis Ensdorf ermöglicht den Transport von Kohle und Erz. Gleichzeitig wird die Saar an das bedeutende französische Kanalisationsnetz angeschlossen.

1870/71 Deutsch-Französischer Krieg: vor den Toren der Stadt kommt es zur blutigen Schlacht auf den Spicherer Höhen.
 
1897- 1900 Der Architekt Hauberrisser läßt das Rathaus St. Johann erbauen.

1909 Es kommt zur Vereinigung der 'Saarstädte' Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach zur Großstadt Saarbrücken, mit 105 000 Einwohnern, damals fünftgrößte deutsche Stadt auf dem linken Rheinufer.

1911 Auf den St. Arnualer Wiesen landet ein Zeppelin. Dort wird später der erste Saarbrücker Flughafen gebaut. Der heutige Saarbrücker Flughafen befindet sich in Saarbrücken-Ensheim.

Erster Weltkrieg

1914 Saarbrücken ist das Hauptaufmarschgebiet für die Front von Verdun bis zu den nördlichen Vogesen.

1915 Die Stadt wird zum ersten Mal von einem Luftangriff in Mitleidenschaft gezogen. Die Großstadt Saarbrücken erhält ein Wappen - mit dem Löwen von Saarbrücken, der Rose von St. Johann sowie Schlägel, Eisen und Zange von Malstatt-Burbach.

1918 Das saarländische Industrierevier soll annektiert werden. Die letzten deutschen Truppen verlassen die Stadt. Marschall Foch zieht mit seinen Truppen in Saarbrücken ein und setzt den Arbeiter- und Soldatenrat ab.

Völkerbundzeit

1919 Die Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles stellen das Saarland für 15 Jahre unter die Verwaltung des Völkerbundes.

Die Saargruben gehen in französischen Besitz über.

1935 Die Bevölkerung stimmt über ihr Schicksal ab. Mit einer Mehrheit von über 90 % entscheidet sie sich für die Angliederung an Deutschland.

 Der Vorläufer des Saarländischen Rundfunks beginnt mit ersten Sendungen.

Zweiter Weltkrieg

Saarbrücken erlebt während des Zweiten Weltkrieges mehrere schwere Bombenangriffe.

1939/1944 Die Bevölkerung mußte zweimal evakuiert werden. Der Stadtteil Alt-Saarbrücken fällt den Angriffen fast vollständig zum Opfer. Insgesamt werden durch den Krieg 11.000 Häuser zerstört. Gegen Ende des Krieges besetzen amerikanische Truppen Saarbrücken.

Noch im selben Monat übernimmt die französische Militärregierung die Verwaltung des Saarlandes.

Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute

Universität des Saarlandes

Universität des Saarlandes

1947 Das Saarland wird ein autonomer Staat. Saarbrücken wird Landeshauptstadt und Regierungssitz. Im November wird das Saarland wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen.

1948 Gründung der Universität des Saarlandes.

1950 Eröffnung der ersten Saarmesse auf dem Saarbrücker Messegelände.

1955 Eine Zweidrittelmehrheit der Bevölkerung lehnt das Saarstatut ab, das eine politische Selbständigkeit des Saarlandes mit sich gebracht hätte.

1957 Das Saarland wird elftes Bundesland - mit Saarbrücken als Landeshauptstadt.

1958 Franz-Josef Röder wird zum Ministerpräsidenten des Saarlandes gewählt. Dieses Amt wird er 20 Jahre innehaben.

1959 Seit dem 5. Juli gehört das Saarland nun auch wirtschaftlich zur Bundesrepublik Deutschland. Dieser Tag geht als „Tag X' in die saarländische Geschichte ein.

In den folgenden Jahren entwickelt sich Saarbrücken zur regionalen Wirtschaftsmetropole. Damit einher gehen bauliche Veränderungen. Saarbrücken wächst. Es entstehen z. B. die Stadtautobahn, der Deutsch-Französische Garten und der Saarbrücker Zoo, aber auch Verwaltungsgebäude, Banken und Kaufhäuser.

1961 Im Jahr des Mauerbaus erhält der Promenadensteg an der Saar seinen Namen: Berliner Promenade.

1964 Der Saarländische Rundfunk zieht in sein neues Domizil auf dem Halberg. Bald darauf strahlt die „Europawelle Saar“ ihre ersten Sendungen aus.

1965 Die westfranzösische Hafenstadt Nantes wird die erste Partnerstadt Saarbrückens.

1970 Der Sportflughafen Ensheim wird zum Verkehrsflughafen ausgebaut. In der Saarbrücker Altstadt beginnt man mit der Sanierung.

1974 Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform werden die Nachbargemeinden Dudweiler, Altenkessel, Brebach, Bübingen, Ensheim, Eschringen, Fechingen, Gersweiler, Klarenthal, Schafbrücke und Scheidt nach Saarbrücken eingemeindet. Dadurch steigt die Bevölkerungszahl Saarbrückens von 123.006 auf 209.104 Einwohner (+ 70%).

1975 Es kommt es zu einer zweiten Städtepartnerschaft - mit Tbilissi in Georgien. Damit ist Saarbrücken die erste bundesdeutsche Stadt, die eine Partnerschaft mit einer Stadt der (damaligen) Sowjetunion unterhält.

Im europäischen Denkmalschutzjahr feiern die Bürgerinnen und Bürger das erste Saarbrücker Altstadtfest.

1976 Oskar Lafontaine wird Saarbrücker Oberbürgermeister.

1979 Oskar Lafontaine weiht die neue Fußgängerzone am St. Johanner Markt ein.

1985 Die SPD-Saar gewinnt die Landtagswahl. Einen Monat später wird der Saarbrücker Oberbürgermeister, Oskar Lafontaine, zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Der bisherige Bürgermeister, Hans-Jürgen Koebnick, wird Oberbürgermeister der Landeshauptstadt.

1986 Die „Westspange“, eine Saar-Brücke von verkehrspolitisch herausragender Bedeutung, wird ihrer Bestimmung übergeben und gleichzeitig der Grundstein für den „Bürgerpark Hafeninsel' gelegt.

1987 Cottbus, eine Stadt der damaligen DDR, wird dritte Saarbrücker Partnerstadt.

1989 In Saarbrücken feiert man gleich zwei bedeutende Ereignisse: den 80. Geburtstag der Großstadt Saarbrücken und die Eröffnung des restaurierten Saarbrücker Bürgerschlosses. Der „Bürgerpark Hafeninsel“ wird eröffnet.

1991 Der Saarbrücker Stadtrat wählt Hajo Hoffmann zum Oberbürgermeister.

Der im Jahre 1761 von Friedrich-Joachim Stengel erbaute und später durch Hochwasser zerstörte Saarkrahn an der Wilhelm-Heinrich-Brücke wird wieder aufgebaut und als Symbol für den Saarbrücker Kaufmannsgeist vom Präsidenten der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes an den Saarbrücker Oberbürgermeister übergeben.

Im Dezember fällt der Stadtrat den Beschluss zum Bau der Saarbrücker Stadtbahn.

1992 Die Landeshauptstadt Saarbrücken erhält anlässlich des Internationalen Umweltgipfels in Rio de Janeiro für das Energieprogramm der Stadt und der Stadtwerke Saarbrücken eine UNO-Auszeichnung.

1994 Nach Wiesbaden (1991), Kiel (1992) und Hamburg (1993) ist Saarbrücken die vierte deutsche Partnerstadt des Kinderhilfswerkes der Vereinten Nationen UNICEF.

Im Dezember des gleichen Jahres gewinnt die Landeshauptstadt Saarbrücken wegen herausragender Verdienste um die Modernisierung ihrer Verwaltung den 2. Speyerer Qualitätswettbewerb.

1995 Saarbrücken feiert sein 20-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft mit Tbilissi und das 30-jährige Bestehen der Jumelage mit Nantes.

1996/97 Umfangreiche Baumaßnahmen verändern das Bild der Innenstadt nachhaltig: Fußgängerzone Bahnhofstraße, Rathaus-Carrée, Erweiterung der Congresshalle, Bebauung der Hafeninsel, Neubau von Großmarkt und Ostspange, der Straßentunnel vor dem Hauptbahnhof sowie zwei neue Parkhäuser an der Congresshalle und am Staatstheater und vor allem der Bau der Stadtbahn (Saarbahn), die im Oktober 1997 ihre Jungfernfahrt absolvierte.

1999 Mit mehr als 300 Veranstaltungen feiert Saarbrücken im Jahre 1999 seinen 1000. Stadtgeburtstag. Am 14. April 999 wurde 'Sarabruca' erstmals urkundlich erwähnt. Dank des großen Publikumszuspruchs wird die ursprünglich als einmaliges Event geplante Veranstaltung „Saar-Spektakel“ auch in den kommenden Jahren durchgeführt.

2000 Das erste Jahr des neuen Jahrtausends ist auch Jubiläumsjahr für die Städtepartnerschaft zwischen Saarbrücken und der georgischen Hauptstadt Tbilissi. Ihre vertraglich festgelegte Gründung jährt sich am 22. März 2000 zum 25. Mal. Das Saarbrücker Großkino 'Cinestar' öffnet seine Pforten.

2001 Das neue Erlebnisbad im Deutschmühlental 'Calypso' wird eingeweiht, das neue Flughafengebäude wird fertiggestellt und die Deutsch-Französische Hochschule mit Sitz in Saarbrücken wird gegründet.

2002 Am 17. Januar wird der neugestaltete Bahnhof Burbach seiner Bestimmung übergeben. Er bildet das neue Entrée für die Saarterrassen. Die Stadtverwaltung installiert ein Zuwanderungs- und Integrationsbüro (ZIB). Die Tour de France macht am 8. Juli Station in der Landeshauptstadt.

2003 Die Deutschland-Tour ist in Saarbrücken zu Gast. Am 12. Oktober wird der Widerstandskämpfer gegen die Nazi-Diktatur Willi Graf posthum zum Saarbrücker Ehrenbürger ernannt. Bürgermeister Kajo Breuer überreicht der Schwester Willi Grafs, Anneliese Knoop-Graf, stellvertretend die Ehrenbürgerurkunde im Saarbrücker Rathausfestsaal.

2004 Oberbürgermeister Hajo Hoffmann tritt nach einer Verurteilung wegen Untreue zurück (22. März). Im zweiten Wahlgang wird Charlotte Britz, bislang Sozialdezernentin, zur neuen Saarbrücker Oberbürgermeisterin gewählt (19. September). Saarbrücken gedenkt am 5. Oktober des 60. Jahrestages des großen Luftangriffes auf die Stadt am 5. Oktober 1944.

2005 Am 8. Mai gedenkt die Stadt des 60. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges. Saarbrücken feiert die Gründungsjubiläen seiner Städtepartnerschaften: 40 Jahre mit Nantes und 30 Jahre mit Tbilissi. Die City-Marketing Saarbrücken GmbH wird gegründet.

2006 Am 5. Mai findet der erste offizielle Spatenstich zum Bau des „Euro-Bahnhofs Saarbrücken“ statt. Vom 24. bis 28. Mai findet in Saarbrücken der 96. Deutsche Katholikentag statt.

2007 Saarbrücken ist Teil des „Europäischen Kulturhauptstadtjahres Luxemburg und die Großregion“. Im Juni startet die erste ICE-Bahn-Verbindung Saarbrücken – Paris, Saarbrücken - Frankfurt. Das Saarland feiert seinen 50. Geburtstag mit einem großen Landesfest in Saarbrücken.

2008 Umfangreiche Bauarbeiten am Ludwigs- und Ostspangenkreisel. Der neu gestaltete Landwehrplatz wird eingeweiht. Architekten und Bürger entwickeln ein Planungskonzept für das Großprojekt „Stadtmitte am Fluss“. Das Stadtentwicklungskonzept wird vorgestellt.

2009 Saarbrücken feiert seine Großstadtwerdung durch die Zusammenlegung der Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach vor 100 Jahren. Im Mai findet das erste QuattroPole-Fest statt. Saarbrücken wird Hauptstadt des Fairen Handels und ist am 3. Oktober Schauplatz der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit.

2010 Der grenzüberschreitende Zweckverband Eurodistrict SaarMoselle wird gegründet. Saarbrücken erhält ein neues Stadtarchiv. Der Deutsch-Französische Garten wird 50 Jahre. Die Berliner Promenade wird umgebaut und die Seitenstraßen der Bahnhofstraße werden neu gestaltet (Kaiserviertel). Stadt und Region gedenken der Schlacht bei Spicheren vor 140 Jahren.

2011 Das Jahr verwöhnt Saarbrücken mit einem herrlichen Frühling, dafür fällt der Sommer ins Wasser. Der Müll wird jetzt nach Gewicht abgerechnet, das Rauchverbot in Saarbrücker Kneipen stößt auf unterschiedliche Resonanz, die Aktion „Brötchentaste statt Knöllchen“ kommt hingegen gut an. Beklagt wird die Flut von Spielhallen und Videowänden im Zentrum. Man verabschiedet sich von den einst innovativen Erdgasbussen. Die Stadt hat mit 110.000 Beschäftigten das höchste Pendleraufkommen der Republik. Saarbrücken feiert 100 Jahre Berufsfeuerwehr, 250 Jahre Saarbrücker Zeitung und 50 Jahre Deutsch-Französisches-Gymnasium. Die Landeshauptstadt ist bundesweit die Nummer zwei im Fair-Trade-Handel und zum ersten Mal findet in Altenkessel ein „interkulturelles Frauenschwimmen“ statt.  

2012 Oberbürgermeisterin Charlotte Britz beginnt ihre zweite Amtszeit (September). Saarbrücken feiert den 80. Geburtstag seines Zoos, 100 Jahre Verkehrsverein und 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr. Die Stadtgalerie wird wieder städtisch. Der jüdische Komponist Tzvi Avni wird neuer Ehrenbürger der Stadt. Die Bevölkerung verzeichnet erstmals seit 1992 wieder einen leichten Anstieg auf 178.881. Wie andere Städte hat auch Saarbrücken ein Wildschweinproblem. Das Quartier Eurobahnhof wird eingeweiht. Ariel Auslender gewinnt mit seinem Entwurf „Der unterbrochene Wald“ den Wettbewerb um die Gestaltung des Mahnmals am zukünftigen Rabiner-Rülf-Platz.  

2013 Oberbürgermeisterin Britz fordert eine Reform des kommunalen Finanzsausgleiches. Der Sonderstatus von Dudweiler wird aufgehoben. An der Goldenen Bremm werden die einstigen Zollgebäude abgerissen. Die Besucher können den Ausblick vom restaurierten Schwarzenbergturm wieder genießen und die Stadt beginnt mit der Sanierung der Eisenbahnstraße. Das Wohngebiet Eschberg feiert sein fünfzigjähriges Bestehen. Die beiden in der Mainzerstraße ansässigen Restaurants „LeNoir“ und „Gästehaus Erfort“ werden mit zwei beziehungsweise drei Sternen ausgezeichnet. Die Berliner Promenade erhält ein neues Gesicht, und der Uferstreifen unterhalb an der Saar wird in Erinnerung an den NS-Widerstandskämpfer in Willi-Graf-Ufer benannt. Im November wird der Rabiner-Rülf-Platz mit dem Mahnmal „Der unterbrochenen Wald“ von Ariel Auslender feierlich eingeweiht. Es erinnert an die während des Nationalsozialismus ermordeten saarländischen Juden.

Die Chronik der Landeshauptstadt wird in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben.

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