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Kolumne der Oberbürgermeisterin

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz schreibt in ihrer wöchentlichen Kolumne über wichtige Stadtthemen.

Saarbrücken will Hauptstadt des Fairen Handels werden (2. September 2015)

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Landeshauptstadt Saarbrücken bewirbt sich in diesem Jahr zum vierten Mal als „Hauptstadt des fairen Handels“. Grundlage der Saarbrücker Bewerbung sind 31 Einzelprojekte, in denen sich viele engagierte Menschen in unserer Stadt für den fairen Handel einsetzen. Bislang hat Saarbrücken dreimal den zweiten Platz belegt und dafür insgesamt 67.500 Euro an Preisgeldern erhalten. Die Gelder sind wieder für Projekte des fairen Handels eingesetzt worden. Das hilft natürlich bei unserer Bewerbung in diesem Jahr.  

Großes Engagement für eine faire Landeshauptstadt

Unsere Bewerbung ist nur durch die enge Zusammenarbeit mit den zahlreichen ehrenamtlich aktiven Menschen, Vereinen und Initiativen möglich. Dazu gehören die Fairtrade Initiative Saarbrücken, die Deutsch-lateinamerikanische Gesellschaft (DeLaGe) und das Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland e.V., die uns durch ihre Arbeit sehr unterstützen.

Die Projekte reichen von „Faire Uni“ über „Konsumkritische Stadtrundgänge“ bis zu „QuattroFair“ – um nur einige Beispiele zu nennen. In der ersten deutschen Fairtrade-Uni in Saarbrücken ist es inzwischen selbstverständlich, dass es in Cafes und der Mensa fair gehandelte Produkte und Speisen gibt. Bei den konsumkritischen Stadtrundgängen können wir uns über Möglichkeiten informieren, wie wir als Verbraucher die Lebensbedingungen der Menschen in den Produktionsländern verbessern können. „QuattroFair“ ist eine Initiative der vier QuattroPole-Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier. Alle vier Städte sind Fairtrade-Städte und möchten nun auch als erstes Fairtrade-Städtenetz anerkannt werden.

Auch die Initiative „Endlich Afrika“ engagiert sich für den fairen Handel. Sie hat zum Beispiel für Produzenten von Sheabutter in Burkina Faso eine saarländische Abnehmerin gefunden. Die fair gehandelte Sheabutter aus Burkina Faso ist jetzt Bestandteil von Kosmetikprodukten und Seifen aus dem Bliesgau. Allein die Anzahl an Fairtrade-Projekten zeigt, wie breit die gesellschaftliche Unterstützung für den fairen Handel in Saarbrücken ist und wie viele Menschen sich für den fairen Handel einsetzen.

Preisverleihung „Hauptstadt des fairen Handels“ am 21. September

Ob wir erneut zu den innovativsten und engagiertesten Kommunen im Bereich des fairen Handels gehören, erfahren wir am Montag, 21. September. Dann findet in Rostock die diesjährige Preisverleihung statt. Für die zahlreichen Initiativen und Projekte in der Stadt wäre ein Preisgeld sehr hilfreich. Aber Saarbrücken wird in dem Wettbewerb auf eine stärkere Konkurrenz treffen, denn das Thema und der Wettbewerb erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Insgesamt wird ein Preisgeld von 100.000 Euro an die fünf bestplatzierten Städte ausgezahlt und zusätzlich werden fünf besonders interessante Einzelprojekte mit jeweils 1.000 Euro belohnt.

Verantwortungsvolle Verbraucher setzen auch auf regionale Produkte

Faire Produkte zu kaufen, ist aber nicht die einzige Möglichkeit, wie wir als Verbraucher Verantwortung übernehmen können für die Welt, in der wir leben.

Eine andere ist auf regionale Produkte zu setzen. Das ist nicht nur ökologisch, weil lange Lieferwege wegfallen. Wer beim lokalen Produzenten seine Brötchen, Fleisch oder Gemüse kauft, sichert auch Arbeitsplätze in der Region.

Den vielen Ehrenamtlichen und all jenen, die den fairen Handel unterstützen, möchte ich für ihr Engagement danken und wünsche uns allen viel Erfolg beim Wettbewerb. 

Ihre

Unterschrift Charlotte Britz