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Radwegeplan

Programm zur Erhöhung des Fahrradanteils am gesamten Verkehrsaufkommen in Saarbrücken
Radfahrer Radfahrer in Saarbrücken

Das folgende Programm zeigt einen Weg auf, wie der Fahrradanteil in Saarbrücken auf 10% des Gesamtverkehrsaufkommens gesteigert werden kann. Ein höherer Anteil des Radverkehrs verbessert nicht nur die Lebensqualität in der Stadt, ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll, es sind damit auch verkehrsentlastende Aspekte für den gesamten innerstädtischen Verkehr verbunden.

Saarbrücken ist eine Stadt mit relativ kurzen Distanzen, d.h. man kann – im Tal und damit in der Kernstadt ohne Steigungen – mit dem Rad schneller als mit dem Auto Erledigungen machen oder Termine wahrnehmen.

Wenn wir die Verkehrsproblematik in Saarbrücken in den Griff bekommen wollen, geht das nur mit einem ausgewogenen Mix von Zu-Fuß-Gehen, Radverkehr und  öffentlichem Personennahverkehr („Umweltverbund“) und motorisiertem Individual-verkehr.

Um das Ziel zu erreichen und den Radverkehrsanteil zu erhöhen, wird der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, u.a. die Anbindung der innenstadtnahen Wohngebiete an die City und an den Leinpfad und die Verbesserung der Durchlässigkeit der Innenstadt für das Fahrrad, erforderlich. Die innenstadtnahen Wohngebiete haben ein besonderes Potential, um die Mobilität auf das Fahrrad zu verlagern. Malstatt, der Rodenhof, der Rotenbühl, St.Arnual, die Folsterhöhe und sogar der Eschberg liegen nur 15 Fahrradminuten von der Saarbrücker Innenstadt entfernt.

Über die Saar-Nebentäler Fischbachtal, Sulzbachtal, Meerwiesertal, Scheidter Tal, Saarbachtal in Fechingen sind auch weiter entfernt liegende Wohngebiete mit entsprechender Radverkehrsinfrastruktur gut an die Saarbrücker Innenstadt anzubinden.

Um das Fahrrad zu einem akzeptierten Verkehrsmittel für kurze und mittlere Strecken zu entwickeln und den Fahrradanteil in Saarbrücken auf 10% des Gesamtverkehrsanteils zu steigern, ist ein umfassendes Programm erforderlich, dessen einzelne Bausteine sich ineinander fügen müssen.

Für die weitere Arbeit an dem Programm wird es eine ständige Rückkopplung mit den Ergebnissen des VEP und den Inhalten der Stadtentwicklung geben.

Die Finanzierung der neuen Radverkehrsmaßnahmen soll komplett über die Stellplatzablösebeträge erfolgen.

Die vier wesentlichen Handlungsfelder

Ausbau der (öffentlichen) Radverkehrsinfrastruktur

Flächen für den fließenden Radverkehr:
Für den fließenden Radverkehr in Form von Radstreifen und Schutzstreifen auf der Fahrbahn und Radwegen auf Gehwegniveau. Wichtig sind als erster Schritt, das Schließen von Lücken im Bestand und strategische neue Wege, die vorrangig die Wohngebiete mit der Innenstadt und dem Leinpfad verbinden.

Beschilderung

Abstellanlagen:
Ebenso wichtig sind die Angebote für den ruhenden Radverkehr. Hier geht es um sichere gut gestaltete Abstellmöglichkeiten an akzeptierten Standorten.
Zu unterscheiden ist zwischen öffentlichen Angeboten im öffentlichen Raum in der Innenstadt und an Haltestellen des ÖPNV und den privaten Anlagen an der Wohnung bzw. am Arbeitsplatz.
(Wenn bei der Wohnung die Unterbringung unsicher oder wegen Treppen aufwändig ist, werde ich das Fahrrad weniger gerne nutzen. Ähnliches gilt für Abstellanlagen am Arbeitsplatz.)
 


Öffentlichkeitsarbeit

um das Radfahren als Umwelt- und Geldbeutel schonende,gesunde  Fortbewegungsart zu propagieren. Mittel dazu sind die Medien mit Presse, TV und Radio und das Internet.

Wiederaufbau einer Verkehrsdisziplin, um den schwächeren Verkehrsteilnehmern zu ihrem Recht und ihrem Platz im öffentlichen Raum zu verhelfen.

Kinder-  und Jugendarbeit zusammen mit den Schulen und der Polizei.

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