Freiraumentwicklung

Die Stadt passt mit dem Freiraumentwicklungsprogramm die Grün- und Freiräume Saarbrückens an die Veränderungen der Stadtgesellschaft und der Stadträume an. 

Aufgaben und Ziele des Freiraumentwicklungsprogramms

Stadtwald

Das Freiraumentwicklungsprogramm dient einer Neuorientierung in der Freiraumpolitik der Landeshauptstadt Saarbrücken. Es ist notwendig, die Grün- und Freiräume Saarbrückens an die Veränderungen der Stadtgesellschaft und der Stadträume anzupassen.

Dabei stehen folgende Ziele im Vordergrund:

  • Stadtbild und Stadtentwicklung sollen durch Qualifizierung und Profilierung der Freiräume positiv beeinflusst werden. Auf eine stärkere Verknüpfung zwischen baustruktureller Entwicklung und Freiraumentwicklung wird hingewirkt.
  • Strukturwandel und Transformationsprozesse werden aufgegriffen, und
    Impulse zu einer Anpassung der Freiraumpolitik an veränderte sozioökonomische Rahmenbedingungen gesetzt.
  • Es werden Prioritäten und Gestaltungsschwerpunkte formuliert. Die öffentlichen Ressourcen sollen damit auf wesentliche, für die Freiraumpolitik der Gesamtstadt wichtige Handlungsfelder konzentriert und damit die Pflege- und Unterhaltungskosten in der Fläche reduziert werden.

Inhalte des Freiraumentwicklungsplans

Das Freiraumentwicklungsprogramm umfasst drei verschiedene Bausteine.

Entwurf Freiraum an der Saar

Baustein 1: Das Freiraumstrukturkonzept


Baustein 1 vermittelt ein klares Profil der Freiräume der Landeshauptstadt und setzt bewusst Akzente. Ziel des Freiraumstrukturkonzepts ist es, über die Qualifizierung von Freiräumen einen Beitrag zu Image und Identität der Landeshauptstadt und zur Identifikation der Bewohner mit ihrer Stadt zu liefern, spezifische Merkmale der Freiräume Saarbrückens herauszuarbeiten, vorhandene Freiraum-Potenziale auszuschöpfen und Prioritäten für die Freiraumpolitik zu setzen.

Das Freiraumstrukturkonzept beschäftigt sich mit den strukturbildenden Freiräumen der Stadt. Es berücksichtigt nicht nur Gestaltung sondern auch die Aspekte Nutzung, Unterhaltung und Pflege.

Folgende Freiraumstrukturen werden aus gesamtstädtischer Perspektive definiert:

  • Stadtmitte am Fluss – Saarbrückens Waterfront
  • Stadtparks – grüne Vistenkarten
  • Stadtplätze – zentrale Orte der Kommunikation
Stadtpark Dudweiler

Baustein 2: Gestaltungsprinzipien und Verfahren

Dieser Baustein umfasst vier Aspekte:

  • von Vorbildern lernen
  • Gestaltungsstandards für einzelne Freiraumtypen formulieren
  • Prozesse und Verfahren aufzeigen, die Anpassungs- und Beteiligungsstrategien fördern
  • Inszenieren und Bespielen als Möglichkeit, auch schwierige städtebauliche Situationen und große Freiräume zu qualifizieren
Eurobahnhof

Baustein 3: Stadtteilbezogenes Aktionsprogramm

Das stadtteilbezogene Aktionsprogramm schnürt – auf der Grundlage der Stärken-Schwächen-Analyse sowie der Bausteine 1 und 2 des FEP – spezifische Maßnahmenpakete für die einzelnen Stadtteile.

Ziel ist es, Schwerpunkte für die Freiraumentwicklung zu setzen und Handlungsoptionen für die durch die Freiraumstrukturtypen (Baustein 1) formulierten und verorteten grundsätzlichen Ziele zu erfassen. Laufende Programme und Projekte werden integriert.

Der Baustein 3 wurde mit unterschiedlichen Ämtern der Stadt diskutiert; die umfangreichen Ortskenntnisse der Ämter konnten so integriert und Handlungsoptionen ausgelotet werden.